Kategorie: Europa
Veröffentlicht am 26. September 2026
von lyrikzeitung
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„ausgeleuchtete zellräume & künstlich beatmete hochhäuser“: Simone Kornappels „PARANOIA POLAROID“ ist eine Momentaufnahme urbaner Überreizung. Architektur, Verkehr, Körper, Elektrizität und Bildschirm verschalten sich zu einem einzigen nervösen Organismus – bis zum „kammerflimmern / [off beat]“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Christoph Wenzel, Daniel Ketteler, deutschsprachige Lyrik, experimentelle Lyrik, Fernsehschirm, Gedichtlayout, Gegenwartslyrik, Großstadtlyrik, Haut, Hochhäuser, Kammerflimmern, Körper und Stadt, künstliche Beatmung, Laufmaschen, Luftröhren, Medien, Nacht, Nervenstränge, off beat, PARANOIA POLAROID, Paranoia Polaroid Gedicht, SIC Zeitschrift für Literatur, Simone Kornappel, Simone Kornappel Gedichte, Stadtgedicht, Strommasten, Technik und Körper, Typografie, Visuelle Poesie, Wahrnehmung, Züge, Zellräume, [SIC]
Veröffentlicht am 25. September 2026
von lyrikzeitung
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Zum 200. Todestag Johann Peter Hebels etwas Südliches: In seinem alemannischen „Wächterruf“ schlägt die Glocke Stunde um Stunde von zehn bis drei. Hebel verbindet die alte Tradition des Nachtwächterlieds mit kleinen Szenen menschlichen Lebens – vom ruhigen Gewissen über Kartenspiel und nächtliche Sorgen bis zum Dieb auf dunklen Pfaden.
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Kategorie: Alemannisch, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: 22. September 1826, Alemannisch, alemannische Gedichte, alemannische Literatur, alemannische Lyrik, Basel, Chummer, D Glocke het Zehni gschlage, Dialektdichtung, Dialektlyrik, Glocke, Gmüeth, Gottvertrauen, Johann Peter Hebel, Johann Peter Hebel 1826, Johann Peter Hebel 200. Todestag, Johann Peter Hebel Wächterruf, Loset was i euch will sage, Mundart, Mundartdichtung, Nacht, Nachtwächter, Nachtwächterlied, Oelfi, Schlaf, Schwetzingen, Stundenruf, Wächterruf, Zehni, Zwölfi
Veröffentlicht am 24. September 2026
von lyrikzeitung
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„De Een hett Hunger un keen Brot“: Karl Eggers’ plattdeutsches „Dischgebet“ geht auf die schottische „Selkirk Grace“ zurück, die traditionell Robert Burns zugeschrieben wird. Der kleine Vierzeiler führt mitten hinein in eine fast vergessene Literaturgeschichte: Burns wurde im 19. Jahrhundert zu einem Vorbild der niederdeutschen Dichter – später aber auch völkisch vereinnahmt.
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Kategorie: Deutsch, Deutschland, Niederdeutsch, Schottisch, SchottlandSchlagworte: Übersetzung, Brot, Burns Night, Burns Supper, Claus Schuppenhauer, Dischgebet, Fritz Wischer, Hunger, Internationalität, Karl Eggers, Karl Eggers Rostock, Literaturtransfer, Mundartdichtung, Nachdichtung, neuniederdeutsche Literatur, Niederdeutsch, niederdeutsche Literatur, niederdeutsche Lyrik, Niederdeutsches Wort, Plattdeutsch, Regionalliteratur, Rezeptionsgeschichte, Robert Burns, Robert Burns niederdeutsch, schottische Literatur, schottische Lyrik, Scots, Selkirk Grace, Some hae meat and canna eat, Tischgebet, völkische Literatur, Volksdichtung
Veröffentlicht am 23. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein sanfter Wind um Mitternacht, Kaffeeduft am Morgen, feuchte Sommerhitze am Mittag: Wang Lans „Herbstbeginn“ gliedert einen Tag in drei Momentaufnahmen. Der Herbst kündigt sich an, obwohl der Sommer noch nicht gewichen ist.
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Kategorie: China, Chinesisch, DeutschlandSchlagworte: Alfred Büngen, Blumen, chinesische Gegenwartslyrik, chinesische Literatur, chinesische Lyrik, chinesischer Kalender, 立秋, Das ferne Ufer, deutsch-chinesische Lyrik, Geest-Verlag, Guizhou, Hahn, Herbst, Herbstanfang, Herbstbeginn, Herbstgedicht, Jahreszeiten, Jenny Schon, Kaffee, Klaas Ruitenbeek, Lìqiū, Naturlyrik, Sommer, Sonne, Tongren, Wang Lan, Wang Lan Gedichte, Wind, Wolken
Veröffentlicht am 22. September 2026
von lyrikzeitung
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„Aus dir wär wohl eine feine Nachtigall geworden“: In Esther Kinskys „I Nachtigall“ beginnt Nives am gemeinsamen Tisch zu singen. Doch ihr Gesang wird immer lauter, greller und fremder. Ein eindringlicher Text über Stimme und Sprache, Zuhören und Schmerz, Körper und Verstummen.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Erzählen, Esther Kinsky, Esther Kinsky Gedichte, Frau Doktor, Gegenwartslyrik, Gemeinschaft, Gesang, Heim.Statt., Heim.Statt. Gedichte, I Nachtigall, Körper, Kehle, Mund, Nachtigall, Nives, Poesie und Gesang, Prosagedicht, Schmerz, Sprache, Stimme, Stimme und Sprache, Suhrkamp, Suhrkamp 2025, Verstummen, Vogel, Vogelgesang, Zuhören, Zunge
Veröffentlicht am 21. September 2026
von lyrikzeitung
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„Nie mów o Polakach i Żydach, / To pole minowe.“ – Sprich nicht von Polen und Juden: ein Minenfeld. In „Lekcja konwersacji“ zählt Kazimierz Wierzyński die historisch belasteten Beziehungen Polens zu Juden, Ukrainern, Tschechen und Litauern auf. Das Gedicht stammt aus seinem letzten Band Sen mara, der 1969 in Paris erschien. Deutsch in der Übersetzung von Frank Geerk.
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Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Antoni Słonimski, Der Himmel voller Wunden, Erinnerung, Exil, Frank Geerk, Geschichte, Jan Lechoń, Jarosław Iwaszkiewicz, Juden, Julian Tuwim, Karol Irzykowski, Kazimierz Wierzyński, Lekcja konwersacji, Litauer, London, Minenfeld, Nachbarschaft, Nationalismus, Olympische Spiele 1928, Polen, polnische Lyrik, Radio Freies Europa, Sen mara, Skamander, Tschechen, Ukrainer
Veröffentlicht am 20. September 2026
von lyrikzeitung
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Du schreibst:
die Tinte nahm ab
das Meer nimmt zu.
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Kategorie: Griechenland, GriechischSchlagworte: Bruchstücke, Erinnerung, Fragment, Freunde, Günter Dietz, Giorgos Seferis, Grammophon, griechische Literatur, Griechische Lyrik, griechische Zahlen, griechische Zahlzeichen, griechisches Haiku, Haiku, Homer, Ilias, ionisches Zahlensystem, Γιώργος Σεφέρης, Δεκαέξι χάικου, Keraia, Meer, milesisches Zahlensystem, neugriechische Lyrik, Nobelpreis Literatur 1963, Odyssee, Schreiben, Sechzehn Haikus, Stimme der toten Freunde, Tinte, Tod, Verlust
Veröffentlicht am 19. September 2026
von lyrikzeitung
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„Sappho schläft“: In wenigen Zeilen spannt Dirk Uwe Hansen einen Nachthimmel zwischen Sappho, Mond, Pleiaden und Orion auf. Wörter und Verse greifen über ihre Grenzen hinweg, während der Blick schließlich „wie Orions / Gürtel ins Leere“ zielt. Dazu ein Blick auf das Siebengestirn, einen der auffälligsten Sternhaufen unseres Nachthimmels.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: antike Lyrik, Antikenrezeption, Astronomie, Astronomie und Literatur, deutsche Lyrik, Dirk Uwe Hansen, Enjambement, Gegenwartslyrik, griechische Mythologie, Mond, Orion, Orions Gürtel, Pleiaden, Sappho, Sappho schläft, Sieben Schwestern, Siebengestirn, silbende_kunst, Sternhaufen, Sternhimmel, Stier, Taurus, Zeilenbruch
Veröffentlicht am 18. September 2026
von lyrikzeitung
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Einmal werden wir vergessene Dichter werden
ein andrer übernimmt unsre Aufgabe
man gibt uns den Totenschein
und eine großartige Harmonie ist unsre Belohnung
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Kategorie: Tschechien, TschechischSchlagworte: Alter, Auf Trapezen, Dichter, Dichtung, Ehrgeiz, Elegie, Ergebenheit, Franz Fühmann, Götter, Glück, Harmonie, Leben, Liebe, Ludvík Kundera, Menschenschicksal, Reclam Leipzig, Ruhe, Sonnenuntergang, Totenschein, Tschechische Lyrik, Vítězslav Nezval, Vergessen, Vergessene Dichter, Zynismus
Veröffentlicht am 17. September 2026
von lyrikzeitung
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so machen wir
garnrollen aus angst, die
wir durch unsere rippen
ziehen, durch deine und durch
meine, ineinander die fäden
weben
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Angst, Brustkorb, Brustkorbgeflecht, Dunst, ein gebrechen im tag, Fäden, Garnrollen, Gedicht, Geflecht, Gegenwartslyrik, Hände, Körper, Nähe, Rippen, Sachen mit Wœrtern, Simone Scharbert, Sprache, Verbundenheit, Zerbrechlichkeit
Veröffentlicht am 15. September 2026
von lyrikzeitung
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dichter sind keinen deut besser als züchter
die ihre gepflegten hunde vorführen
und sie neue kunststücke lehren
immer denselben befehl wiederholend
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#ValzhynaMort #ValžynaMort #Hundezüchter #Gedicht #Lyrik #BelarussischeLyrik #BelarussischeLiteratur #Gegenwartslyrik #Poetik #Sprachkritik #Tränenfabrik #KatharinaNarbutovič #Suhrkamp #Lyrikzeitung #ВальжынаМорт
Kategorie: Belarus, BelarussischSchlagworte: Befehl, belarussische Lyrik, Dichter, Dichtung, Вальжына Морт, Gegenwartslyrik, Hund, Hundezüchter, Katharina Narbutovič, Kunststück, Leine, Poetik, Rhythmus, Sprache, Sprachkritik, Suhrkamp, Tränenfabrik, Valzhyna Mort, Valžyna Mort
Veröffentlicht am 14. September 2026
von lyrikzeitung
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Warum sollte ein Mensch eigentlich aufstehen? Der Fuß ist viel zu klein, der Körper viel zu hoch, Augen und Ohren entfernen sich vom Boden – und ob damit wirklich etwas gewonnen ist, bleibt zweifelhaft. Am Ende stehen nur noch „die frage der tische / die frage der stühle“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aufstehen, Augen, Übersicht, Boden, Der Sanitäter, experimentelle Lyrik, Fuß, Gedicht, Gegenwartslyrik, im liegen, Körper, Kopf, Liegen, Ohren, perspektive, Peter Engstler, Stühle, Stefan Döring, Stehen, Tische, Wahrnehmung, Zunge
Veröffentlicht am 13. September 2026
von lyrikzeitung
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Zerspreng den Unsinn! Hau den Knoten durch!
Aus Fetzen bilde trunken Menschen-Burg!
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Berlin-Westend, BrennGlas Verlag, Expressionismus, expressionistische Lyrik, Form, Grab Walter Rheiner, Großstadt, Ich bin ein Mensch – ich fürchte mich, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchhof, Kosmos, Mensch, Menschengewimmel, Neubau, Poetik, poetisches Programm, Schutt-Stadt, Sprache, Sprachzertrümmerung, Symphonie, Thomas Rietzschel, Tier-Maschine, Walter Rheiner, Zerstörung
Veröffentlicht am 12. September 2026
von lyrikzeitung
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Die Anfänge sind immer unkenntlich;
wenn etwas gesichert erscheint,
ist es schon von der Nadel durchbohrt.
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Kategorie: Italien, ItalienischSchlagworte: Anthropozentrismus, crepuscolo degli Dei, Diario, Eugenio Montale, Götter, Götterdämmerung, Gedicht 1968, Grille, Hölle, italienische Literatur, italienische Lyrik, Maulwurf, Mensch, Michael Marschall von Bieberstein, Natur, Nobelpreis für Literatur 1975, Regisseur, Satura, Uraufführung, Weltende
Veröffentlicht am 11. September 2026
von lyrikzeitung
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„Zahniger Zorn, / ich zätsche, / zundere, / zaibe.“ In „Zrtsch“ treibt Paul Celan die Sprache an eine Grenze, an der Wörter zu Lauten werden und zugleich neue Wörter entstehen. Zischen, Härte, Stottern und Körperlichkeit bestimmen dieses kurze, verstörende Sprachgedicht.
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Kategorie: Deutsch, FrankreichSchlagworte: Ah ein Herz verstehe, deutschsprachige Lyrik, Hirn, Jakob Leiner, Körper, Krankheit, Laut, Neologismus, Paul Celan, Quintus Verlag, Sprache, Sprachspiel, Sprachzerlegung, Wortneuschöpfung, Zahniger Zorn, Zorn, Zrtsch
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