Schlagwort: Expressionismus

Weltstadtabend

Der Zug fuhr an. Wir brausten in die Halle 
Des Bahnhofs ein, die voll war von dem Toben 
Des Weltstadtabends, Lärm und Menschenschwalle.
//

#GeorgHeym #BerlinIII #Berlin #Gedicht #Lyrik #Expressionismus #Großstadtlyrik #Großstadt #Weltstadt #Eisenbahn #Bahnhof #LuisenkirchhofIII #Charlottenburg #LiterarischeGrabstätten #Dichtergräber #Lyrikzeitung

Der Himmel küßt

Du schaust und schauerst
Deine Lippen dünsten
Der Himmel küßt
Und
Uns gebärt der Kuß!
//

#AugustStramm #Abendgang #Expressionismus #ExpressionistischeLyrik #Liebesgedicht #Liebeslyrik #Südwestkirchhof #Stahnsdorf #SüdwestkirchhofStahnsdorf #ErsterWeltkrieg #Belarus #Horodec #Kobryn #OskarKanehl #Friedhofskultur #Friedhofsgeschichte #DeutscheLyrik #Gedicht #Lyrik #Lyrikzeitung

Musik der Frühe

Morgen wird heller. Vorhang bläht sich. Junger Wind und Sonne will herein.
Lärmen quillt auf…. Musik der Frühe … sanft in Morgenträume eingesungen
schlaf ich ein.

//
#ErnstStadler #InDerFrühe #Expressionismus #ExpressionistischeLyrik #Liebesgedicht #Liebeslyrik #DeutscheLyrik #DeutscheLiteratur #DerAufbruch #Liebe #Abschied #Morgen #Traum #Gedicht #Lyrik #Lyrikzeitung

Der Mensch muß fliegen!

Die See hat die Wolken, die Seele ihr Wollen, der Mensch muß fliegen!
Der Strand hat Bäume, der Geist seine Träume, der Mensch wird siegen.
//

#TheodorDäubler #DasSternenkind #DasNordlicht #Expressionismus #ExpressionistischeLyrik #DeutscheLyrik #InselBücherei #InselVerlag #KatharinaKippenberg #KosmischeDichtung #Sterne #Sturm #Traum #Fliegen #Gedicht #Lyrik #Lyrikzeitung

Bebige Hügel wiegen Verlangen

Hoch schlagen die Röcke den Blick auf /
Goldhellrot /
Rotweichrot /
Flamme zischt in das Hirn //

#AugustStramm #Versensporn #Expressionismus #Lyrik #Gedicht #Erfüllung #DeutscheLiteratur #FranzMarc #KurtHeynicke #KurtSchwitters #Avantgarde #Literatur #Moderne #Lyrikzeitung

Himmel grüsst zart. Bietet dir Schluss

Niemand grüsst.
Niemand ein Wort.
Nie ruft den Namen
Dir Stimme des Menschen.
Würge dir ein
Hungers Wege.
Aufwärts! da oben
klingende Türe.
Verhungert.
Himmel grüsst zart,
Bietet dir Kommen und Schluss. //

Walter Hasenclever (1890-1940)

Irgendwo in einer Stadt im Traume /
ist es so, als ob man schon gelebt: /
einen Augenblick im schwanken Raume — /
Sonne da im Nebel, der sich hebt! //

#WalterHasenclever #PaulVerlaine #Kaleidoskop #Kaléidoscope #Lyrik #Poesie #Symbolismus #Expressionismus #Exilliteratur #Literaturgeschichte #Gedicht #Übersetzung #FranzösischeLiteratur #DeutscheLiteratur #Lyrikzeitung

«100 Jahre nach mir»

und alle MENSCHEN schlafen nachts
und fühlen die magischen Offenbarungen nicht
die in mir aus mir strahlen.

Aus dem Graben

116 Wörter, 1 Minute Lesedauer. Edlef Köppen (* 1. März 1893 in Genthin; † 21. Februar 1939 in Gießen) Lied aus dem GrabenDie Straßen großer Städte sind mein Traum.Die Mädchen, die dort nächtens Liebe jagen, die Mädchen, die sich geben ohne Fragen.Fahle Laternen. Rauchverquollener… Continue Reading „Aus dem Graben“

Nutzlos hast du unser rotes Blut vergossen… General!

General!
Wir sind des Kaisers Leiter und Sprossen!
Wir sind wie Wasser im Fluß verflossen …
Nutzlos hast du unser rotes Blut vergossen…
General!

Moos und Kristall

So Klares mag der Mensch nicht seh’n,
will es vernebeln, es verdreh’n,
und dünkt sich sehr gescheit.

An die Einwohnerschaft Berlins

Ihr lieben Leute lasst Euch sagen
Dass ich seit Jahren keine Wohnung hab.
Und die es lesen will ich fragen,
»Wer lässt mir einige Zimmer ab?«

Warum

Wenn alle Menschen goldne Nägel hätten
Dann würden Präsidenten niemals Hemden tragen
Und ließen Leute friedlich ihre Suppe löffeln.

weniger schrift

weniger hintern, auge, hirn,
das wär schon alles. weniger hand,
gut. weniger schrift. das bild weg;
weniger worte. keine schaltungen,
ausflüsse, kein dampf!

Magie in Knittelversen

Mög‘ es fröhlichen Knittelversen gelingen,
Alle Menschenherzen damit zu durchdringen,
Um die allgemeine Wohlfahrt heiter herbeizuzwingen!