Kategorie: Europa
Veröffentlicht am 6. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Du trauriger Larkin, auch ich weiß vom Tod,
Der ständig allen Lebendigen droht,
Doch passend ist dieses Thema nie
In keiner Ode und in keiner Elegie.
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Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Adam Zagajewski, britische Lyrik, Czesław Miłosz, Doreen Daume, Elegie, Gedichte, Gegen die Poesie von Philip Larkin, Hanser, Ode, Philip Larkin, Poetik, polnische Lyrik, Przeciwko poezji Filipa Larkina, Tod, Todesangst, Verzweiflung
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Ich bin ein Fremdling, einst war ich ein Dichter.
Ich bin der letzte Morgengast der müden Hur.
Ich bin die Wand, die alles hört und nichts sagt.
Ich bin ein Licht, das die Nacht über beim Sterbenden brennt.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Anapher, Blinder, deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Dichter, Einsamkeit, Fels, Fremdheit, Fremdling, Himmel, Ich bin, Ich bin ein Fremdling einst war ich ein Dichter, Identität, Jakob Haringer, Jakob Haringer Gedichte, Jakob Haringer Schwermut, Kind, Komm heilige Melancholie, Lamm, Ludwig Völker, Lyrik des 20. Jahrhunderts, Melancholie, Melancholie Gedichte, Näherin, Reclam, Schiffer, Schwermut, Schwermut Gedicht, Selbstverlust, Stern, Tod, Trostlosigkeit, Verzweiflung
Veröffentlicht am 4. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Die Fragen sind falsch gestellt und treiben dennoch weiter: vom Fluss hinaus auf die offene See. Uwe Kolbes Gedicht „Die Fragen“ verbindet eine nächtliche Flusslandschaft mit der Frage nach Bedeutung, Erinnerung und einer paradoxen Hoffnung auf Reinigung im Schiffbruch.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bedeutung, Das Alter der Elbe, Das Alter der Elbe Gedichte, deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Die Fragen, Elbe, Erinnerung, falsche Fragen, Fensterlicht, Fischerkaten, Fluss, Flussgedicht, Fragen, Gegenwartslyrik, Hoffnung, Ich und Du, Landschaftsgedicht, Lyrik 2026, Meer, Mond, Naturlyrik, offene See, Ponton, Reinigung, S. Fischer, Scheitern, Schiffbruch, Uwe Kolbe, Uwe Kolbe Gedichte
Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Goethe steigt ins Auto, gibt Gas, brüllt „Ins Freie!“ und bricht den Scheibenwischer ab:
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Abenteuer mit Dichtung, Acker, Alltagslyrik, Alltagssprache, Armaturenbrett, Auto, Autofahrt, Bernd Höpner, deutsche Klassik, deutschsprachige Lyrik, Dichtung, Dorf, Gas geben, Gegenwartslyrik, goethe, Goethe Gedicht, Ins Freie, Jürgen Theobaldy, Jürgen Theobaldy Gedichte, Johann Wolfgang Goethe, Klassiker, literarische Tradition, Literatur und Alltag, Lyrik 1973, Lyrik der siebziger Jahre, Neue Subjektivität, Palmenpresse, Palmenpresse Köln, Poesie, Radio, Scheibenwischer, Sperrsitz, Sperrsitz Gedichte, Spritztour
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Neurodermitische Straßen, ein Navigator ohne Netz, Vollmondregeln, Rosettenmeerschweinchen, Großmutter im Pflegeheim und Gastarbeiter, die in schwarzer Erde wühlen: Slata Roschals Gedicht verbindet scheinbar Zusammenhangloses zu einer irritierenden Bestandsaufnahme der Gegenwart.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aberglaube, Alltag, Angst, Auf den Straßen herrschen neurodermitische Verhältnisse, Bäckerei, deutschsprachige Lyrik, Fernseher, Gastarbeiter, Gegenwartslyrik, Gott ist tot, Großmutter, hochroth München, kein Netz, Lippenstift, Migration, Montage, Navigator, Neurodermitis, Orientierung, Pflegeheim, Rosettenmeerschweinchen, schwarze Erde, Slata Roschal, Slata Roschal Gedichte, Sonnenblumen, Sprachmontage, Teleskop, Tod, Vollmond, Wahrnehmung, Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus
Veröffentlicht am 30. September 2026
von lyrikzeitung
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Sie stehen am Grabstein und frieren. Die Nase des Größten ist rot. Drei sinds. Der Rest lässt nett grüßen. Sie schweigen. John Keating ist tot.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Abschied, Abschiedsgedicht, Amir Shaheen, Carpe diem, Dead Poets Society, Der Club der toten Dichter, deutschsprachige Lyrik, Erinnerung, Erwachsenwerden, Freundschaft, Friedhof, Gegenwartslyrik, Grabstein, Hoffnung, John Keating, John Keating ist tot, Jugend, Käptn mein Käptn, Kommt meine Freunde, Larissa Niesen, Larissa Niesen Gedichte, Lehrer, Lyrik, Markus Peters, O Captain My Captain, Peter Weir, Poesie, Robin Williams, Sabine Schiffner, Schüler, Tod, Trauer, Träume, und kein Gedicht will Abschied von dir nehmen, verlorene Ideale, Walt Whitman
Veröffentlicht am 29. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Auge sieht Innenwelten außen, die Zukunft als Rückblende und das Vergehen als Werden: Stan Lafleurs Gedicht aus der Anthologie Cinema entfaltet in einem einzigen langen Satz eine Poetik des Sehens – traumklar, filmisch und verstörend.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Auge, Cinema, Cinema Lyrikanthologie, das Auge sieht das Innere außen, deutschsprachige Lyrik, Dinçer Güçyeter, Dolch, Eier, Elif Verlag, Film und Lyrik, filmisches Sehen, Filmlyrik, Gegenwartslyrik, Hoffnung, Kino und Literatur, Klinge, Liebesdotter, Lyrik 2019, Messer, Poetik des Sehens, Rückblende, Sehen, Sehvermögen, stan lafleur, Stan Lafleur Gedicht, Stefan Heuer, Traum, traumklar, Vergehen als Werden, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Wolfgang Schiffer, Zukunft als Rückblende
Veröffentlicht am 28. September 2026
von lyrikzeitung
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Durch den Nachsiebzigerleib
Schiebt mir das Vorderhirn
Einen Vers durch den Zwerch
Der als er beim Kehlkopf
Seine Wucht im Zartgaren findet
Sich aufpflopft und
Die Wörter wie Tropfen verperlt
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Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Alter, Altern, Altersgedicht, Alterslyrik, Atem, Atmen, aufpflopfen, österreichische Literatur, österreichische Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Dichten, Flachatem, Flussgang, Flussgang Gedichte, Gegenwartslyrik, Gleichgültiges Atmen, Körper, Körperlichkeit, Kehlkopf, Nachsiebzigerleib, Poetik, poetologisches Gedicht, Robert Schindel, Robert Schindel Gedichte, Schreiben, Stimme, Suhrkamp, Suhrkamp 2023, Synkope, verperlen, Vers, Vorderhirn, Wörter, Zartgaren, Zwerch, Zwerchfell
Veröffentlicht am 26. September 2026
von lyrikzeitung
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„ausgeleuchtete zellräume & künstlich beatmete hochhäuser“: Simone Kornappels „PARANOIA POLAROID“ ist eine Momentaufnahme urbaner Überreizung. Architektur, Verkehr, Körper, Elektrizität und Bildschirm verschalten sich zu einem einzigen nervösen Organismus – bis zum „kammerflimmern / [off beat]“.
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Veröffentlicht am 25. September 2026
von lyrikzeitung
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Zum 200. Todestag Johann Peter Hebels etwas Südliches: In seinem alemannischen „Wächterruf“ schlägt die Glocke Stunde um Stunde von zehn bis drei. Hebel verbindet die alte Tradition des Nachtwächterlieds mit kleinen Szenen menschlichen Lebens – vom ruhigen Gewissen über Kartenspiel und nächtliche Sorgen bis zum Dieb auf dunklen Pfaden.
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Kategorie: Alemannisch, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: 22. September 1826, Alemannisch, alemannische Gedichte, alemannische Literatur, alemannische Lyrik, Basel, Chummer, D Glocke het Zehni gschlage, Dialektdichtung, Dialektlyrik, Glocke, Gmüeth, Gottvertrauen, Johann Peter Hebel, Johann Peter Hebel 1826, Johann Peter Hebel 200. Todestag, Johann Peter Hebel Wächterruf, Loset was i euch will sage, Mundart, Mundartdichtung, Nacht, Nachtwächter, Nachtwächterlied, Oelfi, Schlaf, Schwetzingen, Stundenruf, Wächterruf, Zehni, Zwölfi
Veröffentlicht am 24. September 2026
von lyrikzeitung
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„De Een hett Hunger un keen Brot“: Karl Eggers’ plattdeutsches „Dischgebet“ geht auf die schottische „Selkirk Grace“ zurück, die traditionell Robert Burns zugeschrieben wird. Der kleine Vierzeiler führt mitten hinein in eine fast vergessene Literaturgeschichte: Burns wurde im 19. Jahrhundert zu einem Vorbild der niederdeutschen Dichter – später aber auch völkisch vereinnahmt.
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Kategorie: Deutsch, Deutschland, Niederdeutsch, Schottisch, SchottlandSchlagworte: Übersetzung, Brot, Burns Night, Burns Supper, Claus Schuppenhauer, Dischgebet, Fritz Wischer, Hunger, Internationalität, Karl Eggers, Karl Eggers Rostock, Literaturtransfer, Mundartdichtung, Nachdichtung, neuniederdeutsche Literatur, Niederdeutsch, niederdeutsche Literatur, niederdeutsche Lyrik, Niederdeutsches Wort, Plattdeutsch, Regionalliteratur, Rezeptionsgeschichte, Robert Burns, Robert Burns niederdeutsch, schottische Literatur, schottische Lyrik, Scots, Selkirk Grace, Some hae meat and canna eat, Tischgebet, völkische Literatur, Volksdichtung
Veröffentlicht am 23. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein sanfter Wind um Mitternacht, Kaffeeduft am Morgen, feuchte Sommerhitze am Mittag: Wang Lans „Herbstbeginn“ gliedert einen Tag in drei Momentaufnahmen. Der Herbst kündigt sich an, obwohl der Sommer noch nicht gewichen ist.
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Veröffentlicht am 22. September 2026
von lyrikzeitung
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„Aus dir wär wohl eine feine Nachtigall geworden“: In Esther Kinskys „I Nachtigall“ beginnt Nives am gemeinsamen Tisch zu singen. Doch ihr Gesang wird immer lauter, greller und fremder. Ein eindringlicher Text über Stimme und Sprache, Zuhören und Schmerz, Körper und Verstummen.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Erzählen, Esther Kinsky, Esther Kinsky Gedichte, Frau Doktor, Gegenwartslyrik, Gemeinschaft, Gesang, Heim.Statt., Heim.Statt. Gedichte, I Nachtigall, Körper, Kehle, Mund, Nachtigall, Nives, Poesie und Gesang, Prosagedicht, Schmerz, Sprache, Stimme, Stimme und Sprache, Suhrkamp, Suhrkamp 2025, Verstummen, Vogel, Vogelgesang, Zuhören, Zunge
Veröffentlicht am 21. September 2026
von lyrikzeitung
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„Nie mów o Polakach i Żydach, / To pole minowe.“ – Sprich nicht von Polen und Juden: ein Minenfeld. In „Lekcja konwersacji“ zählt Kazimierz Wierzyński die historisch belasteten Beziehungen Polens zu Juden, Ukrainern, Tschechen und Litauern auf. Das Gedicht stammt aus seinem letzten Band Sen mara, der 1969 in Paris erschien. Deutsch in der Übersetzung von Frank Geerk.
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Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Antoni Słonimski, Der Himmel voller Wunden, Erinnerung, Exil, Frank Geerk, Geschichte, Jan Lechoń, Jarosław Iwaszkiewicz, Juden, Julian Tuwim, Karol Irzykowski, Kazimierz Wierzyński, Lekcja konwersacji, Litauer, London, Minenfeld, Nachbarschaft, Nationalismus, Olympische Spiele 1928, Polen, polnische Lyrik, Radio Freies Europa, Sen mara, Skamander, Tschechen, Ukrainer
Veröffentlicht am 20. September 2026
von lyrikzeitung
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Du schreibst:
die Tinte nahm ab
das Meer nimmt zu.
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Kategorie: Griechenland, GriechischSchlagworte: Bruchstücke, Erinnerung, Fragment, Freunde, Günter Dietz, Giorgos Seferis, Grammophon, griechische Literatur, Griechische Lyrik, griechische Zahlen, griechische Zahlzeichen, griechisches Haiku, Haiku, Homer, Ilias, ionisches Zahlensystem, Γιώργος Σεφέρης, Δεκαέξι χάικου, Keraia, Meer, milesisches Zahlensystem, neugriechische Lyrik, Nobelpreis Literatur 1963, Odyssee, Schreiben, Sechzehn Haikus, Stimme der toten Freunde, Tinte, Tod, Verlust
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