Lyrikzeitung & Poetry News

23. Mai 2012

83. Lesung mit Live-Illustration: “Erinnerungen an Kupfercreme”

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Drei junge Lyriker – Johannes CS Frank, Max Czollek und Asmus Trautsch – beschäftigen sich in ihren Gedichten mit Phantasmen, Widersprüchen und verlorenen Spuren in der deutsch-jüdischen Geschichte, mit jiddischen Schriftstellern, religiösen Erlebniswelten, mit dem Lebensalltag in Israel und mit dem Klang der hebräischen Sprache.

Die aktuellen Gedichtbände Erinnerungen an Kupfercreme von Johannes CS Frank, illustriert von Felix Scheinberger, und Druckkammern von Max Czollek vollziehen, anders als Grass’ Urteilslyrik, eine differenzierte Bewegung durch deutsch-jüdische Erfahrungswelten in Europa und im Nahen Osten.

Moderiert von Asmus Trautsch, lesen die Autoren aus ihren Büchern und diskutieren mit dem Publikum über ihre Lyrik, die Debatte um Grass’ Gedicht, aktuelle Beispiele einer romantisierenden ‘Shoa-Gedenkpoesie’ (Gomringer) und über die von der Literatur nicht zu lösenden Probleme in Israel. Felix Scheinberger begleitet die Buchvorstellungen mit Live-Illustrationen.

Sonntag 3.6.
Beginn: 20:00
Veranstalter: Jüdische Gemeinde zu Berlin
Ort: Großer Saal, Oranienburger Str.
Kosten: 8,- € / erm. 5,- €

Veranstalter Jüdische Gemeinde zu Berlin in Kooperation mit dem FIXPOETRY.Verlag.

21. Mai 2012

68. ERSTE POETIKVORLESUNG AN DER HUMBOLDT UNIVERSITÄT MIT HANS THILL

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Poetikvorlesung: 29. Mai I 12. Juni I 19. Juni 2012

Ort und Zeit: 18.00 – 20.00 Uhr Theologische Fakultät der Humboldtuniversität
Erdgeschoß, Vorlesungsraum, Burgstrasse 26. Berlin-Mitte.

Die Poetikvorlesung ist für Studierende und literarisch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Eintritt frei.

Im Sommersemester 2012 veranstaltet die Berliner Künstlerinitiative „kunstplanbau e.V.“ gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Feldtkeller (Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin) und dem Religionsgelehrten Shri Sarvabhavana Prabhu das interreligiöse Seminar „Zu den Quellen, ein interreligiöses Sprechen Hören und Singen, Veden, Thora, Bibel, Koran“ im Rahmen des interdisziplinären Master-Studiengangs „Religion und Kultur“ an der Berliner Humboldt Universität.

Parallel dazu findet eine Reihe von Poetikvorlesungen statt, die einen prominenten Schriftsteller dazu einlädt, das literarische Potential der Religionsschriften und die religiöse Kraft der Literatur hörbar zu machen und dabei ein interessiertes Publikum aller Altersgruppen sowohl theoretisch als auch poetisch in ihr literarisches Schaffen einzuführen.

Die diesjährige Poetikvorlesung hält der Heidelberger Lyriker und Übersetzer Hans Thill, der sich in drei Vorlesungen mit dem Verhältnis von Dichtung und religiösen Texten in seinem eigenen lyrischen Schaffen beschäftigen wird: „Nicht als Geschichte einer Bekehrung, sondern als Prozess von Annäherung und Distanzierung eines Nicht-Gläubigen oder Fast-Nicht-Gläubigen“. Erzählt werden Begegnungen mit religiösen und poetischen sowie religiös-poetischen Bekundungen, Manifesten und Geständnissen, mit dem Ziel, die Sprach- und Bildwelt des Religiösen und des Poetischen zu vergleichen. Dabei geht es nicht um eine Weltanschauung oder ein Theoriegebäude, sondern um eine Auseinandersetzung mit plötzlich aufscheinenden Fragmenten poetischer, irrationaler, ekstatischer Natur.

Hans Thill studierte Sprachen sowie Geschichte, Germanistik und Jura in Heidelberg. Er ist Lyriker, Übersetzer und Mitbegründer des Verlags „Das Wunderhorn“, der 2012 mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde. Für sein Buch „Kühle Religionen“ wurde Thill 2004 mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet. 2010 erschien sein Gedichtband „Museum der Ungeduld“ und „Lied aus dem reinen Nichts. Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts“. Er beteiligt sich mit zahlreichen Beiträgen an Fachzeitschriften, am Lyrikjahrbuch und an Hörspielbearbeitungen. Im September 2010 wurde Hans Thill künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Seit 2000 leitet er die jährliche Übersetzer-Werkstatt „Poesie der Nachbarn“ und ist Herausgeber der Reihe „Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter“, in der Gedichte aus Russland, England, der Ukraine, der Schweiz, Slowenien, Kroatien und aus Schweden zusammengestellt werden. Thill hat zahlreiche Bücher aus dem Französischen übersetzt (u. a. Fénélon, Apollinaire, Soupault, Queneau, Meddeb, Jean Giono, Assia Djebar).Mit Joachim Sartorius und Ernest Wichner gibt er die „Reihe P. Bibliothek der Modernen Poesie aus aller Welt“ heraus.

Termine der Poetikvorlesung:

  • 29. Mai 2012: „warum toben die heiden und die völker reden so vergeblich?“
  • 12. Juni 2012: „kühle religionen“
  • 19. Juni 2012: „die kleinen tagzeiten der abgestorbenen“

Am 07. Juli 2012 nimmt Hans Thill auch an einem Blockseminar teil, das im Rahmen der Seminarreihe „Zu den Quellen – ein interreligiöses hören, sprechen, singen“ stattfindet – dann mit dem Thema „beamte des himmels. unfertige angelologie nach agamben“.

Blockseminar: 07. Juli 2012 / 10.00 – 14.00 Uhr

ein interreligiöses sprechen hören und singen mit Hans Thill, Shri Sarvabhavana, Prof. Dr. Andreas Feldtkeller, Rambukwelle Devananda, Prof. Dr. Günther Bader, Prof. Melaine MacDonald und Cellist Wolfgang Sellner, Eurythmieperformance, Musik Wang Jue.

in der Galerie Peter Herrmann: Potsdamerstrasse 98 A,
Berlin-Schöneberg

Informationen zum Seminar „Zu den Quellen – ein interreligiöses hören, sprechen, singen“ an der Theologischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin:

Das Seminar „zu den Quellen“ leiten der indische Religionsgelehrte Shri Sarvabhavana Prabhu gemeinsam mit dem Religionswissenschaftler Professor Dr. Andreas Feldtkeller. Die großen religiösen Gesänge, die ihrerseits literarische Meisterwerke sind, treten mit ihren unterschiedlichen Klängen im Sinne einer „vergleichenden Religionswissenschaft der Klänge“ in ein fruchtbares Gegenüber: Die Kraft der Poesie als klang- und welt-schöpfende Urklänge des Menschlichen geben zu Hören und zu Denken. Die Poetiklesung ist für Studenten, Gasthörer und interessierte Öffentlichkeit.

Projektleitung: Friederike Schinagl und Hannes Langbein, kunstplanbau e.V.

kunstplan bau fraenkelufer 38 10999 berlin, germany

+ 49(0) 30. 6154221 + 49(0) 174. 6044063
kunstplanbau@web.de
Theologische Fakultät
Master Religion und Kultur
Prof.Dr. Andreas Feldtkeller

16. Mai 2012

46. Aristokratie & Wahnsinn – Spoken word Kammermusik

Einsortiert unter: Schweiz — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 12:23

Am Vorabend des Himmelfahrtstags 2012 laden wir zum einmaligen Ausflug in die Surrealität:
Aristokratie & Wahnsinn - Spoken word Kammermusik
Elsa Fitzgerald & Ribi Rimini (Bern/Schweiz)
Mittwoch, 16. Mai, 20 Uhr
PANDA Theater (Kulturbrauerei, 2. Hof, neben der Literaturwerkstatt)
Eintritt 5,- € (nur Abendkasse)
Eine köstliche Entdeckung…
Herzlich willkommen!

***


Berliner Literarische Aktion e.V.
Kastanienallee 2
D – 10435 Berlin
Tel.: ++49 (0) 30 / 53 15 59 63
email: info@berliner-literarische-aktion.de
www.berliner-literarische-aktion.de

14. Mai 2012

41. Kreuzwort zu viert

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 03:28

KREUZWORT am 14.05. mit GUMZ, HÄFNER, KUHLIGK & ROLOFF

Öffentliche Veranstaltung · Von Kreuzwort Berlin

Montag

20:00

Wir legen noch einen drauf:

ALEXANDER GUMZ

EBERHARD HÄFNER

BJÖRN KUHLIGK

&

MARCUS ROLOFF

lesen Lyrik.

Mehr Informationen hier

Am 14.5.
Im Damensalon
Reuterstraße 39
U7/8 Hermannplatz // U8 Schönleinstraße
M29/194 Pflügerstraße
Einlass: ab 20 Uhr
Damage: 3 €

3. Mai 2012

10. 13. poesiefestival berlin

Einige der klangvollsten Stimmen der internationalen Gegenwartslyrik kommen vom 1. – 9. Juni zum 13. poesiefestival berlin der Literaturwerkstatt Berlin. Mit dabei sind u.a. Ken Bastock (Kanada), Horácio Costa (Brasilien), Ngwatilo Mawiyoo (Kenia), Abdelwahab Meddeb (Tunesien/Frankreich), Michael Palmer (USA) Hama Tuma (Äthiopien), JUN Yan (China), Fatima Naoot (Ägypten).

Zum diesjährigen Übersetzungsworkshop VERSschmuggel treffen Dichter aus Brasilien auf ihre deutschsprachigen Kollegen und übersetzten sich gegenseitig. Lyrikline.org nutzt die Gelegenheit, um mit einigen Autoren ins Studio zu gehen und sie für die Webseite aufzunehmen.

Während des Festivals treffen sich zudem die internationalen Partner von lyrikline.org. Das Treffen bietet ein Forum für den Ideen- und Erfahrungsaustausch, für die Diskussion von Problemen und Perspektiven, und es dient der stärkeren Vernetzung über Ländergrenzen hinweg.

Weitere Informationen unter www.poesiefestival.org

27. April 2012

100. Bobrowski und Freunde

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Den Dramaturg, Autor, Literaturwissenschaftler und ehemaligen Rektor der Schauspielschule Ernst Busch Klaus Völker als Rezitator in der Lettrétage zu hören, ist ein Ereignis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Anlass seines Besuchs ist ein Abend der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft zu Ehren ihres namensgebenden Autors. Die Gesellschaft, deren Vorsitz Klaus Völker nebenbei innehat, pflegt das Andenken des politisch unkorrumpierten und, was in den 1950er und 1960er Jahren höchst selten war, in Ost wie West gleichermaßen hochgeschätzten Lyrikers und Erzählers.

Auch der Autor Michael Augustin stellt sein Wirken diesmal in den Dienst von Johannes Bobrowski und führt O-Töne des Autors und seiner Zeitgenossen vor.

Auf einen vielseitigen Bobrowski-Abend freut sich und herzlich grüßt Sie, im Namen des Lettrétage-Teams
Ihr Moritz Malsch

Lettrétage / Methfesselstr. 23-25 /10965 Berlin / Tel. 030 – 692 45 38
www.lettretage.de

19. April 2012

70. ALBA erscheint

Wir erwarten Euch diesen
Freitag, 20. April, um 19.30

Café Commune, Reichenberger Straße 157, Berlin

Wir stellen die erste Nummer der deutsch-lateinamerikanischen Literaturzeitschrift vor!

Mit Julián Herbert u.a.

Musik: Nico Miquea, Martin Goldenbaum, Zé Berlin

Der Eintritt ist frei.

Flyer auf facebook.com/revista.alba

***

Erstes Heft mit Texten u.a. von Alonso Cueto, Julián Herbert, Jorge Kanese, Mariana Mariasch, Horacio Castellanos Moya, Víctor Montoya, Lina Meruane, Cristina Peri Rossi, Fernanda Trías, Raúl Zurita sowie einem Dossier zu zeitgenössischer Lyrik aus Kolumbien.

Preis: 6,80€

Herausgeber/Redaktion: Timo Berger, Rike Bolte, Jorge J. Locane, Léonce W. Lupette, Julieta Mortati, María Ignacia Schulz, Karina Theurer, Claudia Wente, Association Alba Culture Hispano-Américaine à Paris.

16. April 2012

59. Berechnung

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 23:30

Berlin vergibt jährlich ca. dreizehn Arbeitsstipendien in Höhe von 12.000 Euro, davon gingen dieses Jahr sechs Stück an Lyrikerinnen und Lyriker (siehe hier).

Bayern vergibt zweijährlich (erstmals 2010, dieses Jahr zum zweiten mal) “bis zu sechs” Arbeitsstipendien in Höhe von 6.000 Euro, davon ging eines an einen Lyriker (Àxel Sanjosé).

Ergibt:

12.000 Euro x 1/Jahr x 6 Lyriker/innen = 72.000 Euro für die Lyrik in Berlin

6.000 Euro x 0,5/Jahr x 1 Lyriker/in = 3.000 Euro für die Lyrik in Bayern

24:1 für Berlin.

(Weiß jemand andere Zahlen?)

57. Arbeitsstipendien für 13 Berliner Schriftsteller

Auch in diesem Jahr vergibt der Berliner Senat Arbeitsstipendien in Höhe von (zusammen) 156.000 Euro an 13 in Berlin lebende Autorinnen und Autoren.

Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Barbara Bongartz, Nora Bossong, Daniel Falb, Julia Kissina, Simone Kornappel, Peggy Mädler, Moritz Rinke, Susanne Schädlich, Jana Scheerer, Ulf Stolterfoht, Ron Winkler, Uljana Wolf und Norbert Zähringer.

Die Jury hatte über 320 Bewerbungen zu entscheiden.

13. April 2012

44. Tacheles reden

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 13:40

Bedeutungsdifferenzierung ist unser Metier, denke ich oft, sogenannte Debatten belehren mich immer wieder eines Schlechteren. Was ist der Unterschied zwischen

1. Tacheles reden

2. Sagen was gesagt werden muß

3. Deutsch reden?

Ein anderes Thema, aber ebenso endlos: Über Tacheles reden. Auch in 11 Jahren Lyrikzeitung.

Tom de Toys schreibt:

habe erst jetzt auf youtube gesehen, daß das KUNSTHAUS TACHELES mal wieder geräumt wurde und so weiter…
falls meine 3 kritischen kommentare von heute morgen dazu wieder gelöscht werden sollten, hier sind sie – außerdem nochmals der link zu meinem essay über die geschichte des tacheles:

www.kultura-extra.de/extra/feull/tacheles.php
= “TACHELES REDEN ! VOM KAUFHAUS ZUM KUNSTHAUS UND ZURÜCK”
___________________________________________________________________

http://www.youtube.com/watch?v=aSL6cRBqHhs

Tacheles Türen Öffnung 24.03.2012

rot war schon immer die farbe der diktatur und solange sich jemand in der ruine als freakkönig aufspielt, repräsentiert das tacheles NICHT den “freigeist”, der angeblich berlin zur kunststadt macht. eher künstliche sensation. kein ort zum atmen, visionen werden in brutalem, sehrspätpubertärem größenwahn erstickt. schade daß wowi nicht mitkriegt, wieviele nette künstler sich bereits an dem szeneterroristen die zähne ausbissen, sonst hätte er bestimmt mehr mut, die wahrheit ans licht zu bringen!

http://www.youtube.com/watch?v=_FrDZlf6TMY

Tacheles Berlin Räumung Festnahme – Die Polizei schützt die Kapitalisten NO GO!

echter szene-tourismus in allen lagern!! schade, daß der diktator des tacheles nicht festgenommen wurde, er huscht ja frei wie ein gespenst seiner selbst durchs bild, einsteins schatten! das ganze ist doch seit der legalisierung damals ein einziger slapstick: die guten sind gegangen (worden), und die bösen jungs spielen weiter in ihrem pseudosubversiven sandkasten und klauen sich gegenseitig ihre förmchen. KUNSTHAUS?? ich sag nur: KRANKENHAUS TACHELES!!! kultura-extra.de/extra/feull/t­acheles.php

http://www.youtube.com/watch?v=FDEVrmjxoNE

Erfolg – Tacheles Berlin wehrt sich gegen Räumung

dem tachelesdiktator ging es noch nie um KUNST, er sagte schon damals, daß ER die künstler und die ateliers garnicht braucht. sie sind nur alibi für sein reich und spielen das nötige kleingeld ein! leider unterschlagen die medien den wahren sumpf im gebäude (auf sand gebaut und im szene-vakuum als kunstleiche gut erhalten) und melden nur “offiziöse” wahrheiten, so wie es eben üblich in regimen ist, die das volk ausbeuten… es können wohl jahrzehnte vergehen, ohne daß diktatoren gestürzt werden.

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