Schlagwort: Durs Grünbein

68. Feiern oder weitererzählen

Bei Fixpoetry ein schönes Gedicht von André Schinkel: Den Minotaurus erlegen Wir sind, um den Minotaurus zu erlegen: der Unsere Jungfern frißt, der in den Labyrinthen Die Knochen verstreut, eine Spur zu legen Für uns. Jäger sind wir, von Jägern Gejagte, Mit flatternden Lanzen,… Continue Reading „68. Feiern oder weitererzählen“

66. Unzeitgemäßest

[Tomas Venclovas] Lyrik ist widerständig, kritisch, aber dabei immer zutiefst poetisch, streng in der Form, das Gestern und Heute verbindend. Gedichte, von denen der Lyriker Durs Grünbein sagt: „Sie gehören zum Unzeitgemäßesten, was die zeitgenössische europäische Poesie zu bieten hat.“ Eine Entdeckung. / Stefan Brams,… Continue Reading „66. Unzeitgemäßest“

54. Parallelpoesie

Das hat Durs Grünbein erfreulicherweise noch nicht: In seine Gedichte fließen nicht nur antike Versmuster, sondern auch die präzisen Ergebnisse moderner Wissenschaften. Die Verklärung und die Erklärung der Welt, sie gehen in seinen Werken oftmals in eins. Ob im Picknick der Anarchisten, in dem das… Continue Reading „54. Parallelpoesie“

13. Eugen Gottlob Winkler

Eugen Gottlob Winkler, geboren am 1. Mai 1912 in Zürich und am 26. Oktober 1936 erst 24-jährig in München freiwillig aus dem Leben geschieden. Der Lyriker, Erzähler, Essayist und Reiseschriftsteller gehört zur Schar jener Dichter, denen es nicht vergönnt war, ein repräsentatives Werk vorzulegen.… Continue Reading „13. Eugen Gottlob Winkler“

53. Tranströmerpreis für Grünbein

Focus wußte es schon am 5.3., zugleich mit schwedischen Quellen. Heute zieht die Süddeutsche nach. Durs Grünbein wird mit dem Tranströmerpreis der schwedischen Stadt Västerås ausgezeichnet, die Preissumme beträgt 200.000 Kronen, rund 18.000 Euro. Der seit 1998 vergebene Preis würdigt „hochstehende Werke im Geist… Continue Reading „53. Tranströmerpreis für Grünbein“

113. 9. Lyrikfestival Basel 27.-29. Januar 2012

Vom 27. bis zum 29. Januar findet im Literaturhaus Basel das 9. Internationale Lyrikfestival statt. Mit dabei sind Jacqueline Aerne, Antoine Emaz, Nora Gomringer, Greis, Durs Grünbein, Barbara Köhler, Norbert Lange, Klaus Merz, Fabio Pusterla, Astrid Schleinitz, Robert Schindel, Leta Semadeni, Günter Baby Sommer… Continue Reading „113. 9. Lyrikfestival Basel 27.-29. Januar 2012“

3. BONANZA REPARATUR

Das Jahr fängt gut an. Der erste Fund im 12. L&Poe-Jahr stammt von Facebook sowie heute: BONANZA REPARATUR oder DAS LASSO DER POESIE. DIE WAHRHEIT ÜBER COWBOYLYRIK – DER FILM mit: Ulf Stolterfoht, als Hoss Cartwright, der Hauptheld Hans Mayer & Walter Jens, in… Continue Reading „3. BONANZA REPARATUR“

77. Monokultur und Vielsprachigkeit

Da sah ich sie also, Rücken an Rücken gestellt, eng beieinander im Keller. Die alphabetische Ordnung hatte es so gefügt. Nach dem B mit den Bücherbeständen Gottfried Benns kam der Buchstabe C mit der bibliophilen Hinterlassenschaft Celans. Der Unterschied hätte nicht grösser sein können:… Continue Reading „77. Monokultur und Vielsprachigkeit“

72. Zu Klavki

Von Bertram Reinecke Siehe L&Poe 2011 Dez #57. Wolkenhändler Wenn hier mein Name in die Nähe des typischen ignoranten Klavkilesers gerückt wird, dann möchte ich wenigstens, keineswegs ein Klavkikenner, aus meiner Sicht meine Lesehindernisse benennen, die Frage „Was macht, dass er anders liest als… Continue Reading „72. Zu Klavki“

43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift Wird in den nächsten 5 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur C – Ha.… Continue Reading „43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)“

96. Eindrucksvoll

… auch die Auftritte der beiden Lyriker des Literaturgesprächs: Grünbein, dessen in die klassische Form gegossenen Rom-Gedichte vor Welthaltigkeit und Gedankenreichtum vibrieren; und die diesjährige Huchelpreisträgerin Marion Poschmann, deren Lyrik gegen die erbarmungslose Eindeutigkeit modernen Lebens eine Ästhetik der Unschärfe konzipiert. / Hans-Dieter Fronz, Badische… Continue Reading „96. Eindrucksvoll“

30. Hellwach

Die Poesie von Wallace Stevens („Hellwach, am Rande des Schlafs“) könnte von Matisse gemalt sein, sagte Durs Grünbein. Der Autor, seit 2006 Dozent an der Kunstakademie, baute in der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz ganz weit gespannte Brücken, nicht nur zwischen Formen der Phantasie und… Continue Reading „30. Hellwach“

92. Brauns Zeitschriftenlese

Die neue „Volltext“-Ausgabe wartet mit einem Experiment auf, das auf die Ent­hierarchi­sie­rung des Literatur­betriebs zielt, im Grunde aber nur eine uralte Idee neu auflegt. Die Namen der Heft-Autoren sind nämlich anonymi­siert, um die Aufmerk­samkeit ganz auf den Inhalt und den stilis­tischen Habitus der einzelnen… Continue Reading „92. Brauns Zeitschriftenlese“

65. Hohle Nüsse und Saftbetrieb

Ein Kommentar von Axel Kutsch In seinem 576 Seiten umfassenden Band „Textleben“ mit gesammelten Aufsätzen und Reden, der jetzt bei S. Fischer erschienen ist, geizt der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Michael Lentz nicht mit Kritik an unserer zeitgenössischen Lyrik. Sie gipfelt in seinem Rundumschlag, daß… Continue Reading „65. Hohle Nüsse und Saftbetrieb“

123. Gedicht, Gedicht, Gedicht

Die Abläufe eines Poesie-Marathons können ermüdend sein: Gedicht, Gedicht, Gedicht, Fragen, Applaus. Dazwischen mal ein Handyklingeln oder scheppernde Weingläser. Völlig anders dagegen die „Rottenkinckschow“, eine Frühstücks-Performance dreier eigenwilliger Lyrikerinnen, die ihren Namen im Titel versteckten. Zu Proustschen Eclairs und Goethes „grüner Sauce“ im Rauchlachs-Baguette… Continue Reading „123. Gedicht, Gedicht, Gedicht“