Schlagwort: Marbach

Anke-Bennholdt-Thomsen-Preis für Elke Erb

Elke Erb wird mit dem Anke-Bennholdt-Thomsen-Preis für Lyrik der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet. Das über Jahrzehnte angewachsene Werk erstrecke sich von einer tagebuchartigen Prosa bis zu hoch konzentrierten Gedichten, hieß es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird…

56. Rühmkorf in Marbach

Im Marbacher Literaturarchiv, dem ‚bombensicheren Liegeplatz‘, an den der ‚Vorlassgeber‘ schon vor dreißig Jahren seinen bis heute auf 684 Kästen angewachsenen Nachlass transferiert hatte, versammelten sich Literaturwissenschaftler, Lyriker und Musiker zu einer Tagung. Neben einem Jazztrio – Ulrich Jokiel am Piano, Peter Missler am…

3. Im August

2. August 1914 „Deutschland hat Russland den Krieg erklärt. – Nachmittag Schwimmschule.“ Franz Kafka (31, Schriftsteller) “… ist nicht Kampf im großen Weltgeschehen notwendig, muss nicht eines dem andern Platz machen, eine Nation der Andern, u. wird nicht alles geleitet von großen unterirdischen, elementaren…

26. Meckels Vorlaß

Der Autor und Bildende Künstler Christoph Meckel (geb. 1935) hat sein schriftstellerisches Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach übergeben. Das Archiv von Christoph Meckel enthält Manuskripte und Vorarbeiten zu seinen Büchern sowie umfangreiche Korrespondenzen, u. a. mit Jurek Becker, Peter Bichsel, Johannes Bobrowski, Hans Magnus…

6. Eugen-Viehof-Ehrengabe für Volker Demuth

Er erhält den mit 5000 Euro dotierten Preis für sein Gesamtwerk, dessen große Stärke in der ‚Kraft seines poetischen Ansatzes‘ liege, wie die Deutsche Schillerstiftung am Montag in Marbach mitteilte. Die Wahl sei vor allem wegen seiner ‚klugen, konzentrierten und kompromisslosen‘ Arbeit auf den…

51. Kito Lorenc und Miodrag Pavlović teilen sich den Petrarca-Preis

Sie machen Literatur zum Ausdrucksmittel der Kultur ihres Landes: Der Sorbe Kito Lorenc und der Serbe Miodrag Pavlović werden in diesem Jahr mit dem Petrarca-Preis geehrt. Mit der Auszeichnung soll die Arbeit europäischer Schriftsteller gewürdigt werden, die trotz ihrer Bedeutung für ihre heimatliche Literatur in Deutschland…

77. Monokultur und Vielsprachigkeit

Da sah ich sie also, Rücken an Rücken gestellt, eng beieinander im Keller. Die alphabetische Ordnung hatte es so gefügt. Nach dem B mit den Bücherbeständen Gottfried Benns kam der Buchstabe C mit der bibliophilen Hinterlassenschaft Celans. Der Unterschied hätte nicht grösser sein können:…

109. Liebeserklärungen

Besonders berühmte Schriftsteller haben sich beim Verfassen von Liebeserklärungen oftmals nicht vom „Duktus der Literatur“ lösen können, sagt Michael Lentz, Co-Kurator der Ausstellung „Ich liebe Dich“ im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Ergebnis seien teilweise groteske und humorlose Briefe von Goethe, Kafka und Co. Michael Lentz im…

25. Landsberger Poesieautomat

Im Marbacher Literaturmuseum der Moderne (LiMo) entsteht große Lyrik auf Knopfdruck. In der hohen Eingangshalle wird der Gast von einer großen Anzeigetafel empfangen, die der eines Flughafens nicht unähnlich ist. Doch statt profane Abflugzeiten anzuzeigen, spuckt die schwarze Tafel Gedichte im Akkord aus. Es…

113. Vorlaß

Der Lyriker Wulf Kirsten fühlte sich schon früh vom schwäbischen Parnass angezogen. Er durfte bereits zu DDR-Zeiten aus Weimar an den Neckar reisen, um dort über Hölderlin zu forschen. Den damaligen Bibliotheksleiter Paul Raabe habe er sehr geschätzt, erinnert sich Kirsten, und schon damals…

120. «Deutscher Geist. Ein amerikanischer Traum»

Amerikanische Bezüge fehlen bei Lessing und Lasker-Schüler, aber zugestehen muss man, dass die strikt alphabetische Ordnung der Exponate kuriose Nachbarschaften stiftet: Ein Typoskript Ingeborg Bachmanns kommt neben Walter Benjamins erster Reinschrift der «Berliner Kindheit um 1900» zu liegen; ein Zettelkasten Hans Blumenbergs, der einen…

69. Randzeichnungen

Modernen Autoren fällt das Schreiben gewöhnlich schwerer als mittelalterlichen Kopisten, schwerer auch – wie Thomas Mann einmal festhielt – als anderen Menschen. Deshalb sind sie die meiste Zeit ihres Wirkens gar nicht mit Schreiben, sondern mit Nicht-Schreiben befasst. Für die Nachwelt blieben davon neben…

2. Klebspuren

Ernst Jünger war ein leidenschaftlicher Jäger und Sammler. In seine Manuskripte hat er vielfach Pflanzen und Insekten eingeklebt. Nun droht der Klebstoff die Papiere zu zerstören. Restauratoren im Deutschen Literaturarchiv Marbach suchen nach einer Lösung. / Gunnar von der Geest, NZZ 30.12.