Kategorie: Europa

63. Die Katalanen

(genau wie die Valencianer oder Mallorquiner) sind Zweisprachler, sie gehören der spanischen ebenso wie der katalanischen Welt an. Der Katalanisch schreibende Poet Pere Gimferrer veröffentlichte seine ersten Gedichtbände auf Spanisch, Eduardo Mendoza schreibt seine Romane auf Spanisch und seine Theaterstücke auf Katalanisch, der Spanisch… Continue Reading „63. Die Katalanen“

53. Das zweite Wunder Andalusiens

Die bei uns noch kaum erschlossene Welt der großen jüdischen Dichtung des islamischen und christlichen Spanien zwischen 950 und 1492 präsentiert eine Anthologie von Peter Cole. Harold Bloom stellt sie in der New York Review ofBooks, Volume 54, Number 11 · June 28, 2007,… Continue Reading „53. Das zweite Wunder Andalusiens“

37. Klangwunder, Ausdrucksanthropologie

Thomas Poiss preist Anja Utlers jüngsten Lyrikband als Klangwunder an, das man unbedingt „laut lesen“ sollte, um es ganz genießen zu können. Wie schon in ihrem Lyrik-Debüt entfalte die Autorin eine „Anthropologie des Ausdrucks“, sie spiele mit Rhythmus, Klang und Zeichensetzung, ohne sich jedoch… Continue Reading „37. Klangwunder, Ausdrucksanthropologie“

38. Romantiker und Chronist des Untergangs

Jizchak Katzenelson wurde 1886 in Weißrußland geboren. Er lebte in Lodz und veröffentlichte schon früh – ab 1904 – seine ersten Gedichte in Warschau. Er schrieb in zwei Sprachen, Jiddisch und Hebräisch. Sehr bald wurde er auch als Prosa- und Stückeschreiber bekannt. 1910 übernahm… Continue Reading „38. Romantiker und Chronist des Untergangs“

30. Poesie graphisch – Skandinavische Lyrik auf Bodoniblättern

Im Rahmen des Festivals Nordischer Klang in Greifswald Universitätsbibliothek Greifswald Ausstellung „Poesie grafisch“ Der Schweizer Lyriker, Romancier, Verleger, Drucker, Graphiker und obsessive Lustleser Beat Brechbühl gibt seit vielen Jahren seine „Bodoniblätter“ heraus, benannt nach dem Gestalter einer Schrift, die seinen Namen trägt. Brechbühl kennt… Continue Reading „30. Poesie graphisch – Skandinavische Lyrik auf Bodoniblättern“

59. Wordsworth-Rap

10.4.2007 200 Jahre danach kann man das Gedicht über „Daffodils“ (Osterglocken) von William Wordsworth als Popvideo gerappt hören bzw. sehen. / Guardian 11.4. Hier der Anfang in beiden Fassungen: The original:   I wandered lonely as a cloud That floats on high o’er vales… Continue Reading „59. Wordsworth-Rap“

132. Armenier und Dichter

In La Rochelle gibt es nicht viele Armenier, aber die Gemeinschaft der Poeten ist gut vertreten, schreibt Rémy Prin bei Yevrobatsi („Armenier Europas, Bürger der Welt“). Vor allem gibt es «das Volk der Poeten. Für mich ist Grigor von Narek Franzose und Apollinaire Armenier… Continue Reading „132. Armenier und Dichter“

95. Koloniale Lebenslüge Frankophonie?

44 französischsprachige Schriftsteller, darunter Tahar Ben Jelloun, Édouard Glissant, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Erik Orsenna und Jean Rouaud, haben in der Literaturbeilage von Le Monde am 16.3. ein Manifest gegen die französische Lebenslüge der Frankophonie veröffentlicht. Sie wollen nicht länger als Exoten am Rande… Continue Reading „95. Koloniale Lebenslüge Frankophonie?“

Statement der Literaturwerkstatt Berlin zum Artikel von Andreas Kilb in der FAZ vom 1.3.2007

Das poesiefestival berlin ist kein „regionales Ereignis“, sondern ein Festival mit internationaler Wirkung Das poesiefestival berlin und das internationale literaturfestival berlin sind nicht miteinander vergleichbar Eine Biennalisierung schadet beiden Festivals Berlin glänzt durch seine Kreativität. Keine andere Stadt Deutschlands beherbergt so viele Künstler aller… Continue Reading „Statement der Literaturwerkstatt Berlin zum Artikel von Andreas Kilb in der FAZ vom 1.3.2007“

6. Czechowskis Autobiographie

Eins der stärksten beschreibt die Höhenzüge der Lößnitz bei Radebeul: „Sanft gehen wie Tiere die Berge neben dem Fluss.“ Es wurde zu einem Leitmotiv der sächsischen Nachkriegspoesie, Karl Mickel, Volker Braun zitieren es wie ein Markenzeichen. Einer meinte gar, dieser Czechowski-Vers werde der Einzige… Continue Reading „6. Czechowskis Autobiographie“

52. Die Freundschaft

In dem dunklen Meisterstück „Summertime in England“ schmachtet Van Morrison: „Hast du je von Wordsworth und Coleridge gehört, Baby?“ Aber im Radio hört man heute von ihm nur „Brown Eyed Girl“, weshalb nur Kenner wissen, daß „Van the Man“ sich von den Schriften von… Continue Reading „52. Die Freundschaft“

30. Quirinus‘ Liebeskuß

Mauricio Kagel hat ein experimentelles Sonett des Barockdichters Quirinus Kuhlmann vertont. „RJB“ schreibt über die bei Winter & Winter erschienene CD in der SZ vom 5.1.: Die Einsilbigkeit des Textes und die knappen Formulierungen der Musik gehen eine in ihren Bann ziehende, aber immer… Continue Reading „30. Quirinus‘ Liebeskuß“

Klassiker des 20. Jahrhunderts – ein deutscher Kanon

Von Bertram Reinecke (Leipzig) „Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts“, ein gewichtiges Hardcover von fast 800 Seiten, verspricht „die Geschichte der Lyrik im letzten Jahrhundert“ nachzuzeichnen und zwar in „von international renommierten Literaturwissenschaftlern geschriebenen Portraits“. Das Buch eigne sich auch als Nachschlagewerk, verspricht der Klappentext.… Continue Reading „Klassiker des 20. Jahrhunderts – ein deutscher Kanon“

„Was bleibt, dichtet Stifter“

Aus Anlaß des „Open Mike“ 2006 Von Bertram Reinecke (Vgl. L&Poe 2006 Nov #31. Open Mike im Tief) Gute Nachricht Zunächst die gute Nachricht: Viele Zeitungen haben bemerkt, dass der Text von Luise Boege wenn vielleicht nicht das lang erwartete Meisterwerk, so doch ein gut… Continue Reading „„Was bleibt, dichtet Stifter““

14. Literaturförderung

Den ersten Literaturförderpreis des sächsischen Kunstministeriums erhält der Leipziger Autor Thomas Böhme, der nach Auffassung der Jury zu den herausragenden Dichtern der jüngeren** deutschsprachigen Lyrik gehört. Die Auszeichnung ist mit 5500 Euro verbunden. / FAZ 2.11. ** L&Poe gratuliert herzlich. Die folgende Anmerkung gilt… Continue Reading „14. Literaturförderung“