Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der auf falsche Fährten und launige Literatur abonnierte Romancier Rayk Wieland, Jahrgang 1965, hat sich just bewusst dilettantische Reime auf ein vorgebliches Alter Ego gemacht: „Der Spurwechsel“ heißt eines Gedichte seines Helden Rayk W., den er für seinen Roman „Ich schlage vor, dass wir… Continue Reading „22. Spurwechsel“
Eben erhielt sie für ihre Gedichte wieder einen Preis. Die Wiener Autorin Friederike Mayröcker schreibt seit über sechzig Jahren buchstäblich gegen den Tod an. Ein Gespräch über ihr Œuvre führte Christine Dobretsberger, Basler Zeitung (Der Bund) 09.07.: Sie selbst bezeichnen die Erzählung «je ein… Continue Reading „21. „Ich hasse den Tod““
Der Afrika-Tag des von der Berliner Literaturwerkstatt ausgerichteten Poesiefestivals, der in diesem Jahr die englischsprachigen Länder im Süden des Kontinents vorstellte, erinnerte am Sonntag aber daran, dass das, was viele heute als hermetisch empfinden, eine ganz körperbezogene Kunst ist und ursprünglich den Riten und… Continue Reading „20. Was „gar nicht verstanden werden muss, um zu wirken““
„In English, please!“: Daniil Pashkoff Prize 2010 Der Daniil Pashkoff Prize startet zum neunten Mal. Wer Prosa und Lyrik in englischer Sprache schreibt und Englisch nicht als Muttersprache hat, kann sich bis zum 31. Januar 2010 mit eigenen Texten bewerben. Der Daniil Pashkoff Prize… Continue Reading „19. Europaweiter Literaturpreis für Prosa und Lyrik in Englisch von Nicht-Muttersprachlern“
Jemand Kluges hat einmal gesagt: «Russland ist ein Land mit einer unvorhersagbaren Vergangenheit.» Das betrifft auch die russische Literatur. Insbesondere die Poesie. Spätestens seit Gorbatschews Perestroika sind nicht mehr etwa Jewgeni Jewtuschenko oder Andrei Wosnessenski, die in den sechziger Jahren vom ganzen Volk vergöttert… Continue Reading „18. Aufregung in der russischen Lyrik“
Sein lyrisches und dramatisches Oeuvre füllt Bände um Bände, er war ein Dichter, der durch die Form die Welt gleichsam neu schaffen wollte, dem das Schreiben leichtfiel und der daher oft mehr Kunststücke als Kunstwerke vollbrachte. Das Hauptgeschäft dieses unermüdlich Schaffenden ist denn auch… Continue Reading „17. Besser als Goethe“
Die Schriftstellerin und Suhrkamp-Verlegerin Ulla Berkewicz hielt eine Rede aus Anlass der Verleihung des diesjährigen Hermann-Lenz-Preises an Friederike Mayröcker in Offenburg, die die Welt am 5.7. abdruckt: Im Zentrum des Schreibens und Schreiens aber steht dir E. J. Übersetzung der Bibel, und in der Luther-Übersetzung… Continue Reading „16. Ehjeh“
Mit den „Akzenten“ errichteten Höllerer und Bender 1954 gleichsam die Zentralstation für die Literatur der Nachkriegszeit. Danach widmete sich Bender vorwiegend der Arbeit als Herausgeber und Förderer junger Autoren. Mit legendären Textsammlungen wie „Mein Gedicht ist mein Messer“ (1955) und „Was alles hat Platz… Continue Reading „13. Bender und seine Vierzeiler“
Krank und pflegebedürftig verbrachte Blass die letzten Lebensmonate und starb am 23. Januar 1939 im Jüdischen Krankenhaus. Das bewahrte ihn vor dem Schicksal seiner jüngeren Schwester, die ins KZ deportiert wurde. Keine deutsche Zeitung durfte seinen Tod melden. Sein Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof… Continue Reading „11. Werkausgabe Ernst Blass“
Deutsches Literaturfernsehen, das klingt interessant. Wenn ich aber dann lese, Dienstanbieter des Deutschen Literaturfernsehens ist die Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. mbH meldet sich Skepsis. Brentano, ist das nicht…? Ja, das sind die Leute, die mit großen Namen viel Wind machen und vermutlich auch einige Kohlen. Nicht… Continue Reading „10. Meere frei“
In seinem Rückzugsort, einem Lokal oder Panorama-Restaurant weit über der Stadt, registriert Ziebritzkis Protagonist fantastische Dinge: zunächst sind es vorbeischwirrende „Model-Schönheiten“, danach die seltsame Choreographie schwankender, sich nie berührender Kräne. Schließlich kommt es zur mystischen Begegnung mit dem Unbekannten: Fetzen der religiösen Ursprache Aramäisch… Continue Reading „8. Schockhafte Offenbarungen“
Michael Buselmeier interpretiert in seiner Lyrikkolumne „textgalerie“ Harald Hartungs Gedicht „Die heiße Ofenplatte“ / Freitag 27
Szenische Aufführung Poesiefestival Berlin Art: Musik/Kunst – Aufführung Sonntag, 5. Juli 2009 20:00 – 22:00 Ort: Akademie der Künste Hanseatenweg 10 Berlin, Germany Karte anzeigen Les Murrays Geschichte vom deutschstämmigen Australier Fredy Neptune wird von vier Schauspielern auf die Bühne gebracht. Auf der Suche nach… Continue Reading „6. Langpoem: Fredy Neptune“
Als zehnter und abschließender Band der Reihe «Die Verschwiegene Bibliothek» ist jetzt das Werk «Badetag» des Lyrikers und Musikers Salli Sallmann in der Edition Büchergilde erschienen. Sie stellt Texte vor, die in der DDR entstanden sind, dort aber nicht veröffentlich werden durften. Die bislang… Continue Reading „5. Salli Sallmann in der «Verschwiegenen Bibliothek»“
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