Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In manchen Weltgegenden treten gehäuft gewaltsame Tode auf, „treten auf“. In der Silvesternacht wurden in Istanbul viele Menschen Opfer politischer und religiöser Wahnideen. Eine Zusammenstellung aus Wikipedia-Listen. Am 31. wurde der bangladeschische Politiker Manjurul Islam Liton, 48, erschossen, am 29. der nigerianische Fußballspieler Uzama Douglas, 18, am 28.… Continue Reading „Gestorben 16/17“
Die ersten Lyrikanthologien in meinem Besitz waren vermutlich Geschenke. Das „Deutsche Gedichtbuch“ von Uwe Berger und Günther Deicke dümpelt irgendwo in der zweiten Reihe meiner Regale. „Lyrik der Antike in klassischen Nachdichtungen“ wurde mir von der Schule „für sehr gute Leistungen“ geschenkt. Die wahrscheinlich… Continue Reading „Sonnenpferde und Astronauten“
Wolfgang Hilbig lebt und läßt sich zum 60. gratulieren Hilbig wurde am 31. August 1941 im thüringischen Meuselwitz geboren und wuchs bei seinem Großvater im Bergarbeitermilieu auf; der Vater war bei Stalingrad gefallen. Nach einer Lehre als Bohrwerkdreher arbeitete Hilbig als Heizer und versuchte… Continue Reading „L&Poe-Rückblende August 2001“
Die Redaktion schreibt zum neuen Heft: Mit Léonce Lupettes Übersetzung eines Gedichts von Reynaldo Jiménez und Lupettes Essay dazu endet unsere in Kooperation mit Daniel Graf entstandene inter_poems-Reihe. Sie war nicht zuletzt eine Rückgewinnung der Lyrik für den Merkur, in dem sie lange kaum vorkam. Wir… Continue Reading „Merkur 01/2017“
Nach 50 Jahren werden die Akten des Nobelpreiskomitees der Öffentlichkeit zugänglich. Daraus erfährt man jetzt, daß auf den vorderen Plätzen der Auswahl Yasunari Kawabata, Graham Greene, W. H. Auden und Samuel Beckett standen. Der Japaner erhielt ihn 1968, Beckett 1969, während die beiden anderen nie dran kamen. Ganz… Continue Reading „Nobelpreis 1966: Celan und Sachs? Oder keiner von beiden?“
… Google fragen bringt nichts. Beweis: Nein, nix Rosanna, nix Wake-up-call und auch nicht Preisvergleich und Heidekinder. Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex‘; und bringt die neue Lyrikzeitung. Genauer um, technisch bedingt, 6:02 Uhr. Bis dahin schauen Sie ins Archiv oder lesen… Continue Reading „Morgen früh um sechs“
Der noch im späten 19. Jahrhundert da und dort gepflegte Geniekult geht auf die mythische Vorstellung eines originären Schöpfertums zurück, das ab ovo oder ex nihilo etwas Neues, Niedagewesenes, Unverwechselbares in die Welt bringt. Das solcherart schöpferische Genie tritt in der Funktion eines gottähnlichen… Continue Reading „Schreibarbeit als Pfropfverfahren“
Ianina Ilitcheva wurde am 4. Dezember 1983 in Angren, Usbekistan geboren. Sie kam mit einer schweren, seltenen Hautkrankheit auf die Welt, weswegen sie 1991 mit ihrer Mutter nach Österreich zog, da hier die Behandlungsmöglichkeiten fortgeschrittener waren. Allerdings ließ sie sich nie von ihrer Krankheit… Continue Reading „Ianina Ilitcheva gestorben“
Der Lyriker und Essayist Jochen Winter erhält den mit 10 000 Euro dotierten Literaturpreis der A und A Kulturstiftung. Der 1957 in Schwetzingen geborene Autor, der in Paris und Sizilien lebt, hat Gedichtbände („Spuren im Unermesslichen“, 2012), Essays über das symbolische Denken und die… Continue Reading „Literaturpreis der A und A Kulturstiftung“
FR druckt russische Gedichte über den Krieg in Tschetschenien Die modernen Maßnahmen der Zensur sind subtil: Auf einen neuen Fall macht jetzt die britische Zeitschrift Index on Censorship aufmerksam. Sie veröffentlichte russische Gedichte zum Krieg in Tschetschenien, die praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit in… Continue Reading „L&Poe-Rückblende Juni 2001“
Am 1. Dezember starb der indische Dichter und Aktivist Inkulab (Makkal Pavalar Inkulab, Inquilab, Inkulab oder Ingulab) (72). Er war ein tamilischer Autor. Am 2. Dezember starben die Schauspielerin und Sängerin Gisela May (92) und der amerikanische Dichter und Romanautor James Reiss (75). Am… Continue Reading „Gestorben“
Peter Wawerzinek: Wie gesagt: Sie sind beleidigt. Sie fühlen sich schlecht behandelt, auch von den ausbleibenden Touristen: Alles wegen so ein bisschen Pegida! Oder sie sagen: Gebt es doch zu, darauf habt Ihr doch nur gewartet! Oder es heißt: Das alles hat mit Dresden… Continue Reading „Dresdner“
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