Kategorie: Englisch

52. Die Freundschaft

In dem dunklen Meisterstück „Summertime in England“ schmachtet Van Morrison: „Hast du je von Wordsworth und Coleridge gehört, Baby?“ Aber im Radio hört man heute von ihm nur „Brown Eyed Girl“, weshalb nur Kenner wissen, daß „Van the Man“ sich von den Schriften von… Continue Reading „52. Die Freundschaft“

37. Betreten und Abtasten

Er wehrt sich gegen die Überinterpretation von Gedichten. In „Einführung in die Poesie“ heißt es etwa über das Genre im Allgemeinen: „Aber alles, was sie tun wollen, /ist, das Gedicht an einen Stuhl zu fesseln/und ihm ein Bekenntnis abzupressen. // Sie beginnen damit, es… Continue Reading „37. Betreten und Abtasten“

59. Last Poets & Baraka

Featured together in a rare appearance, “The Last Poets,” the seminal spoken-word artists from the 1960s and writer “Amiri Baraka,” best known for his poetry and theatre, will headline the Smithsonian Anacostia Community Museum’s Annual Dr. Martin Luther King Jr. Program: “From Civil Rights… Continue Reading „59. Last Poets & Baraka“

106. Dichteraufstand in England, 1967

Gordon Burn kehrt an den Schauplatz der literarischen Invasion von Sparty Lea bei Newcastle aus dem Jahr 1967 zurück (Guardian 26.8.) Entgegen heutigem Anschein, wenn man die Agrarfahrzeuge beobachtet, die am King’s Head vorbeirattern, dort wo die Hütte von Sparty Lea unter den Hammer kam…,… Continue Reading „106. Dichteraufstand in England, 1967“

107. Bum-bum-bum bum-bum…

22.7. 2006 Wie der Dichter William Wordsworth von den Bauern seines Wohnorts gesehen wurde, hat ein Zeitgenosse notiert – in der Sprache der Bauern, die ihn beobachten, wie er „mumbling“ (murmelnd) bzw. wie sie sagen, „bumming“ (offenbar soviel wie: „bum bum vor sich hinmurmelnd“)… Continue Reading „107. Bum-bum-bum bum-bum…“

63. Der schlechteste Dichter der Welt

ist – nach britischer Ansicht – ein Brite, genauer gesagt: ein Schotte, oder die Schotten sagen: ein Ire. Er heißt William McGonagall, lebte von 1825-1902 und ist so schlecht, daß er schon wieder gut ist. Zeitgenossen nannten ihn „the Great McGonagall„, und offenbar nahm… Continue Reading „63. Der schlechteste Dichter der Welt“

34. Hölderlin hat das nur anders ausgedrückt

In seinem jüngstem Gedichtband, den er in einer frühen Fassung bereits 2003 in der Berliner Literaturwerkstatt vorstellte, hat sich Falkner an eine neue Kühnheit gewagt: an die Rekonstruktion des modernen Großstadtpoems, das mit einem „starken, aufgestockten Deutsch“ neu belebt werden soll. Das Langgedicht „Gegensprechstadt… Continue Reading „34. Hölderlin hat das nur anders ausgedrückt“

24. The Living Beat

Samstag, 8.10. 05, ab 19 Uhr, im Kutschersaal der Stadtbücherei Esslingen, Webergasse 4-6 Franz Dobler, Amiri Baraka und Robert Stadlober lesen Texte von Jörg Fauser, Amiri Baraka und Allen Ginsberg Franz Dobler, Autor, Sänger, DJ und härtester Kritiker der deutschen Altmänner-Literatur liest Gedichte des… Continue Reading „24. The Living Beat“

17. Von Sappho und Woolf inspiriert: Anne Carson

What Walden Pond was to Thoreau, what the sea was to Conrad and Melville, what seeing is to John Berger, Greek and Latin are to Anne Carson: an immense space—because the words now contain the world that once existed around them—that allows her imagination… Continue Reading „17. Von Sappho und Woolf inspiriert: Anne Carson“

31. Betreff: Re: Semtex

Als Sechste im Bunde firmiert die 1952 geborene Frances Presley. Die engagierte Feministin ist eine mit konkreter Poesie faszinierende Amerikanistin, die durch fiktional noch unverbrauchte Themen (darunter der «11. September») und innovative Formen (so im E-Mail-Imitat «Betreff: Re: Semtex») in besonderem Mass besticht. Dies… Continue Reading „31. Betreff: Re: Semtex“

Betrug mit Hafis-„Übersetzungen“

Von Regina Berlinghof „Übersetzer“ Daniel Ladinsky gibt eigene Verse als die des persischen Dichters Hafis aus Pseudo-Hafis-Übersetzungen beim Penguin-Verlag (amerikanische Ausgabe) und Benziger-Verlag, Düsseldorf (zu Patmos gehörend) mit deutscher Übersetzung  der englischen Ladinsky-Verse Seit einigen Jahren vertreibt der Penguin-Verlag Übersetzungen des großen persischen Dichters… Continue Reading „Betrug mit Hafis-„Übersetzungen““

35. Beats in Leukerbad

Der widerständige, unter Tito verfolgte Dichter Tomaž Šalamun dagegen erwies sich mit seiner wendigen Metaphorik der Überraschungen („Unerträglich ist die Hitze unseren seidenen Eckzähnen“) als der lebendigste Erbe der Beat-Poetry vor Ort. Denn Leukerbad stand diesmal unter dem Stern – oder Wandering Star –… Continue Reading „35. Beats in Leukerbad“

23. British Modernism in America

British Modernism has not been served well by American critics and readers. Preoccupied by American poetry’s own version of family court – who are the true heirs of William Carlos Williams, Charles Olson, or even Robert Lowell? when will the prodigal Stein finally come… Continue Reading „23. British Modernism in America“

28. Ihr Arsch

Zwischen 1913 und 1923 war Elsa von Freytag–Loringhoven die Galionsfigur des weiblichen Dada. In New Yorker Kreisen nur als «Baroness» bekannt, figurierte die exzentrische Diva als Performance-Künstlerin, Erfinderin von Readymades und nicht zuletzt als Dichterin. Zum ersten Mal wurde jetzt eine Auswahl ihrer Lyrik publiziert.… Continue Reading „28. Ihr Arsch“

37. Sappho der 60er Jahre

Mit Sylvia Plath hatten wir eine 60er-Jahre-Sappho, die gerade vom Lefkadischen Felsen gesprungen war, schreibt Erica Jong in der Sunday ´s Book Review der New York Times vom 12.12. IN The New Yorker of Aug. 3, 1963, a remarkable sequence of poems appeared, by… Continue Reading „37. Sappho der 60er Jahre“