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Veröffentlicht am 13. August 2026 von lyrikzeitung
212 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
(* 20. März 1943 in Bronxdale, New York City)
Kälte
Das junge Mädchen ist unfähig, das Muster
Ihres gewohnten Denkens zu verändern,
Die Körperhaltung, mit der sie auf ein Gefühl
Der Traurigkeit reagiert, den Strom ihrer
Gedanken, während sie etwas sieht,
Den Gesichtsausdruck und so weiter;
Sie vergißt sich selbst, um sich ihrer Schmerzen
Im Nacken zu erinnern, um sich ihrer Probleme zu erinnern.
Ich habe das schon einmal bemerkt, als ich mich an mich in
Derselben Situation erinnerte, bis sie
Zum ersten Mal in mein Leben trat
Und sich erinnerte, hinaus in das offene Blick-
Feld gegangen zu sein mit Augen voll Tränen und Rauch,
Der langsam aus ihrem Mund kam.
Aus: Silver Screen : neue amerikanische Lyrik, herausgegeben von Rolf Dieter Brinkmann. Köln : Kiepenheuer & Witsch, [1969], S. 104
Cold
The young girl is unable to change
The form of her habitual thinking,
The posture with which she corresponds to
A feeling of sadness, the flow of her
Thoughts in which she is looking,
The facial expression, and so on;
She forgets herself to remember her pain
In the neck, to remember her problems.
I've said this before, remembering myself in the same
Situation until she came
Into my life for the first time
Remembering herself walking out in the open field
Ebd. S. 253
Kategorie: Englisch, USASchlagworte: amerikanische Lyrik, Cold, Erinnerung, Gegenwartslyrik, Gerard Malanga, Kälte, Kiepenheuer & Witsch, New York School, Pop Art, Rolf Dieter Brinkmann, Silver Screen
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