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Veröffentlicht am 12. August 2026 von lyrikzeitung
112 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
ach anna 5
ach anna womit soll ich dich vergleichen? vielleicht mit einem sommertag? – es ist zu früh für solche parallelen. vermutlich werden noch so manche stunden nachts wie tags recht kühl verstreichen.
siehst du die namen auf den stelen? man fügt ihnen gerne auch zahlen hinzu in einer zweiten zeile. das sind die koordinaten zwischen denen sich etwas ereignet. deine schönheit zum beispiel oder das plötzliche erblassen deiner haut.
solange wir atmen anna sind diese zeilen kaum von interesse. danach sind sie alles was bleibt.
Aus: nicolai kobus, hard cover. gedichte. Köln: Nyland, 2006, S. 84
Wenn Sie plötzlich an Shakespeare denken müssen, lesen Sie hier nach. Oder hier.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: ach anna, deutsche Lyrik, Erinnerung, Gegenwartslyrik, hard cover, Liebesgedicht, Nicolai Kobus, Nyland Verlag, Shall I compare thee to a summer's day, Sonett 18, Vergänglichkeit, William Shakespeare
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