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Veröffentlicht am 7. August 2026 von lyrikzeitung
95 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Ron Winkler
Ich habe dich heute noch einmal genau durchgerechnet.
Viele Buchstaben kommen ein- oder zweimal vor.
Zum Beispiel das »r«, das ich sehr mag.
Es macht uns sehr westlich.
Deine Hebungen und Täler erinnern an solche Mittelgebirgskämme,
mit denen ich mich gern kämmen würde.
Ich stieg auf dein »t«, um einen besseren Überblick zu haben.
von dort aus sah ich die Datei deines versteckten zweiten Namens.
Dort belegt das »a« den Spitzenplatz.
Es hat gewonnen.
Ich lege ihm mein »o« zu Füßen.
Aus: Ron Winkler: Zuwendung in Zeichen. Postkarten. Berlin: Sukultur, 2025, S. 19
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Buchstaben, deutsche Lyrik, Gegenwartslyrik, Liebesgedicht, Namenspoetik, poetische Sprache, Postkarten, Ron Winkler, Sprachpoesie, SuKuLTuR, Zuwendung in Zeichen
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