Kategorie: Europa

111. Besser als heute Morgen

Gerade wo man dachte, mit der Kultur geht’s nur noch bergab, da entscheidet sich eine mutige Gruppe Chemnitzer, etwas für das Land der Dichter und Denker zu tun: Sie veröffentlichen eine Lyrikzeitung. Mit viel Enthusiasmus und wenig Vorbehalten vor Medium oder Genre machten sie… Continue Reading „111. Besser als heute Morgen“

108. Lyriksommer

Der „Lyriksommer“ im Deutschlandradio Kultur vom 14. Juli bis 31. August schöpft aus dieser Vielfalt und präsentiert in den Sendungen der Literatur u.a. Poesie aus Dänemark, dem Iran oder aus den USA. Dabei spielen unterschiedlichste Traditionen und alle nur denkbaren Stile eine Rolle: Michèle… Continue Reading „108. Lyriksommer“

107. Fixpoetry zu Horlemann

Der Berliner Horlemann Verlag hat zum 1. Juni den Fixpoetry Verlag, Hamburg, übernommen. Dessen Verlagssitz siedelt an die Spree über. Fixpoetry wurde vor rund zwei Jahren von Julietta Fix gegründet, die Verlagswebsite wartet zudem mit einem Gästebuch und Podcasts auf. Bisher erschienen rund 15 Titel im… Continue Reading „107. Fixpoetry zu Horlemann“

102. Was mit Büchern

In seiner INTERVIEW-REIHE: KÖPFE DER BUCHBRANCHE stellt Leander Wattig Fragen an Leute aus der Buchbranche. Heute dabei Bertram Reinecke, Auszüge: Als „Fachverlag für Horizonterweiterung“ wurde der Verlag „Reinecke & Voß“, den ich seit vier Jahren betreibe, vom Kritiker Dirk Uwe Hansen bezeichnet: Er bringt Texte in… Continue Reading „102. Was mit Büchern“

98. Abfall vom falschen Denken

Ist das dichtende Wort denn Produkt der Weigerung des Menschen gegenüber den Menschen wie der Herrschaft des Menschen über den Menschen? Oder Entsprechung natürlicher Anliegen in einer übersteigerten, weiterdrängenden, übernatürlichen Welt oder Funktion? Oder Gestammel bzw. Gemurmel des Unbegreifbaren bzw. nicht hinlänglich Erhellten? Doch,… Continue Reading „98. Abfall vom falschen Denken“

97. Poetopie

was du zerreißt, wenn du verreist, verbindet sich dort, wo du bleibst Hansjürgen Bulkowski

96. Kunst und Fest

Die Kunst erleuchtet die Welt. Aber sie tut es auf zwielichtige Weise. (…) Die Kunst und das Fest treffen sich also im Akt der Verschwendung. Wie es keine organisierte Gesellschaft gibt ohne Fest, gibt es auch keine organisierte Gesellschaft ohne Kunst. Kunst und Fest… Continue Reading „96. Kunst und Fest“

95. Schnipsel

„Kann Spuren von Poesie und Lyrik enthalten“ – So warnt die Redaktion des „Schnipsel“ die Leser gleich auf der Titelseite. Und diese Warnung ist ernstzunehmen. Das kostenlose rund 62 Seiten dicke Literaturmagazin der vier Kieler Germanistik-Studenten Zara Zerbe (24), Cihan Köse (26), Nikolai Ziemer… Continue Reading „95. Schnipsel“

94. Gestorben

Der Dichter, Essayist, Übersetzer, Verleger und Dozent Alexandru Mușina starb vorgestern in Bukarest kurz vor seinem 59. Geburtstag. Alexandru Mușina – Wikipedia Alexandru Mușina (n. 1 iulie 1954, – d. 19 iunie 2013) XVIII. Ode – „Sol“ Wir haben überlebt. Wie der Dachs, der… Continue Reading „94. Gestorben“

93. Starkstrom

“Zu viel Schwachstrom. Keine Lichtbögen” befand der naseweise Ignorant und forderte “Mut zu einem neuen Expressionismus, wenn der moderne Impressionismus ganze Jahrzehnte zum Aquarellieren seiner Empfindungen hatte”. Was liegt da näher als einen eigenen Verlag zu gründen, in dem man radikal und ohne Rücksicht… Continue Reading „93. Starkstrom“

92. Gestorben

Der Übersetzer und Verleger Rüdiger Fischer starb am 4.6. Er übersetzte zahlreiche Titel der französischen Literatur, die er in zweisprachigen Bänden in seinem „Verlag im Wald“ verlegte. Theo Breuer zitierte ihn 2005: „Rüdiger Fischer vergleicht die Situation mit der in Frankreich, wo die Bücher seines… Continue Reading „92. Gestorben“

91. Lyrik-Kubismus

Una Pfau, die seit Jahrzehnten Werke der französischen Moderne ins Deutsche übersetzt, zeichnet anschaulich die Stationen jener Bewegung nach, und sie folgt den Spuren, die der Kubismus vor allem in der Lyrik hinterlassen hat, bei Apollinaire, Blaise Cendrars etwa. Wie in der Malerei, die… Continue Reading „91. Lyrik-Kubismus“

90. ausleuchten eintauchen pics schießen

Das Private liegt Marquardt näher als der „arabische volksaufstand“, und neben den vielen Medienzitaten steht ein begrenztes Bildvokabular mit Elementen wie Baum, Blick, Hand, Hund, Schatten, Tisch. Erstaunlich bleibt, wie die drei Texte „blickinsassen“, in der Mitte des Bands und als einzige aus Zeilenpaaren… Continue Reading „90. ausleuchten eintauchen pics schießen“

89. Braucht die Lyrik ein Zentrum?

Florian Kessler in einem streitbaren Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 17.6. (S.12): Gleich am ersten Abend des größten Lyrikfestivals, das es in Europa gibt, hatte der eigentlich eher spröde Dichter Oswald Egger einen Auftritt, wie ihn das Berliner Poesiefestival liebt: Hinter Oswald Egger… Continue Reading „89. Braucht die Lyrik ein Zentrum?“

88. Gestorben

Alexander Pehlemann schreibt: Filip Topol ist tot. Sänger und Pianist der Psi Vojaci, der 1979 gegründeten Hundesoldaten aus Prag, Soloartist und Poet, jüngerer Bruder von Jáchym Topol. Hier eines seiner herzzerstückelndsten Stücke (mit eingebauten Super8-Aufnahmen der ganz frühen Psi Vojaci)