Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Auch 2013 schreibt die GWK* einen literarisch-akademischen Wettbewerb im Kontext der Magus Tage, die unter dem Titel „ach so verstehen wir“ das menschliche Verstehen thematisieren, aus. Die Preisfrage lautet: „Wenn der Leser nicht zaubern kann …“ Worin besteht der Reiz und worin liegt der… Continue Reading „9. Magus-Preisfrage 2013“
Das einzige bekannte Exemplar der Zeitung „Les Progrès des Ardennes“, in der am 25.11.1870 Rimbauds Text « Le rêve de Bismarck » unter dem Pseudonym Jean Baudry erschien, wurde für 8.000 Euro für das künftige Rimbaudmuseum erworben, das in 2 Jahren eröffnet werden soll.… Continue Reading „8. Verkauft“
Meinolf Reul schreibt in seinem Blog Denkmuff: Beim letzten Lesekränzchen ernteten die zwei von mir herumgereichten Hefte der Referenzfläche von Mara Genschel vor allem irritierte, ratlose, befremdete und belustigte Blicke. Ob nicht in Wahrheit ich sie hergestellt hätte, wurde ich gefragt. Später, nachdem ich meine untenstehende Kritik verschickt… Continue Reading „7. Lesekränzchen“
diese lyrik ist, zunächst einmal, geprägt von einem tonfall der unbedingtheit und motiven der körperlichkeit, wobei vor allem die affinität zu auge, mund, hand und blut auffällt. »Um die Seele eines Dichters zu durchschauen, muß man in seinem Werk diejenigen Wörter aufsuchen, die am… Continue Reading „6. Der Körper und die Dinge“
Den einen Namen – Hubert Schirneck aus Weimar – kennt man als gestandenen Autor von Lyrik, als Erzähler, Kinderbuchautor. Den anderen Namen – Romina Nikolic aus Suhl – kennt dieser oder jener Leser von Lyrik vielleicht unter dem Mädchennamen Voigt, doch als Liebhaber von Literatur wird man ihn sich merken müssen.… Continue Reading „5. Thüringer Stipendiaten“
Gerade kam, zusammengestellt von Sascha Feuchert und Jürgen Krätzer, Heft 250 heraus. Das Sujet diesmal: Literaturzeitschriften. Man könnte Selbstbespiegelung mutmassen, tatsächlich aber führt der über dreihundert Seiten starke Band auf ein Gelände, das mit passioniertem Engagement sehr viel, mit Narzissmus aber recht wenig zu… Continue Reading „4. Die hören nicht auf“
Aspekte der Entzündlichkeiten Die Darmstädter Lesebühne widmet sich am Mittwoch, den 3. Juli, 19.30 Uhr im Literaturhaus, Kasinostraße 3, der Rezeptionskultur von aktueller Lyrik. Unter dem Motto „Lyrik. Lesen.“ wollen wir der Frage nachgehen, wie verstehen wir Gedichte? Und wie verändert sich dieses Verständnis,… Continue Reading „3. Lyrik. Lesen.“
Indonesien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2015. Der Vertrag sei Anfang Juni unterzeichnet worden, berichtete Buchmesse-Direktor Juergen Boos am Montag in Frankfurt. In diesem Jahr ist Brasilien Ehrengast, im nächsten Jahr ist Finnland eingeladen. Indonesien präsentiere „die Literatur, die Talente und die… Continue Reading „2. Indonesien Gastland“
Als verfremdende Momente sah Dieter Sperls Partitur zwei rein sprachliche Komponenten vor : Da waren kurze Texte – nicht länger als einige Sätze – deren Aufnahmen mithilfe des Rechners aufs zwanzigfache und über das gesamte Stück gedehnt wurde . Der dadurch verursachte Verlust der… Continue Reading „1. Literatur als Radiokunst“
Wenn ich Popp lesen höre, empfinde ich es so, dass er die einzelnen Takes so moduliert, dass man mitmerken kann, wie absurd der Fokus doch ist. »Das angewinkelte Knie auf dem Hochsitz schläft« funktioniert natürlich auch solo, aber mit der Richtungsvorgabe durch die Stimme… Continue Reading „116. Die Poppsche Eule“
Anders als die Zeit in der Kadettenschule, wohin der ehrgeizige Funktionärsvater Horst Brasch seinen ältesten Sohn im Alter von elf geschickt hatte und wo der Drill ihn fast zerbrechen ließ, hat die dreijährige Arbeit als Fräser im Berliner Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“ sein Schreiben ähnlich… Continue Reading „115. Brasch fräste“
Der mit vielen Preisen ausgezeichnete schwäbische Dichter Walle Sayer unternimmt in seinem jüngsten Gedichtband „Strohhalm, Stützbalken“ erneut die Vermessung dessen, wozu andere leichthin oder verlogen „Heimat“ sagen. Und er reflektiert in diesem „Fokus“ zugleich die Bedingungen der Perspektive, das ambivalente Wechselspiel von Nähe und… Continue Reading „114. Strohhalm, Stützbalken“
114. Nie ein Mitbewerber seyn. Jeder Anspruch, dem Andre sich entgegenstellen, schadet dem Ansehn: die Mitbewerber streben sogleich uns zu verunglimpfen, um uns zu verdunkeln. Wenige Menschen führen auf eine redliche Art Krieg. Die Nebenbuhler decken die Fehler auf, welche die Nachsicht vergessen hatte. Viele standen in Ansehn, so lange… Continue Reading „113. Weltklugheit“
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