Kategorie: Deutschland
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Ich bin ein Fremdling, einst war ich ein Dichter.
Ich bin der letzte Morgengast der müden Hur.
Ich bin die Wand, die alles hört und nichts sagt.
Ich bin ein Licht, das die Nacht über beim Sterbenden brennt.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Anapher, Blinder, deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Dichter, Einsamkeit, Fels, Fremdheit, Fremdling, Himmel, Ich bin, Ich bin ein Fremdling einst war ich ein Dichter, Identität, Jakob Haringer, Jakob Haringer Gedichte, Jakob Haringer Schwermut, Kind, Komm heilige Melancholie, Lamm, Ludwig Völker, Lyrik des 20. Jahrhunderts, Melancholie, Melancholie Gedichte, Näherin, Reclam, Schiffer, Schwermut, Schwermut Gedicht, Selbstverlust, Stern, Tod, Trostlosigkeit, Verzweiflung
Veröffentlicht am 4. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Die Fragen sind falsch gestellt und treiben dennoch weiter: vom Fluss hinaus auf die offene See. Uwe Kolbes Gedicht „Die Fragen“ verbindet eine nächtliche Flusslandschaft mit der Frage nach Bedeutung, Erinnerung und einer paradoxen Hoffnung auf Reinigung im Schiffbruch.
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Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Goethe steigt ins Auto, gibt Gas, brüllt „Ins Freie!“ und bricht den Scheibenwischer ab:
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Abenteuer mit Dichtung, Acker, Alltagslyrik, Alltagssprache, Armaturenbrett, Auto, Autofahrt, Bernd Höpner, deutsche Klassik, deutschsprachige Lyrik, Dichtung, Dorf, Gas geben, Gegenwartslyrik, goethe, Goethe Gedicht, Ins Freie, Jürgen Theobaldy, Jürgen Theobaldy Gedichte, Johann Wolfgang Goethe, Klassiker, literarische Tradition, Literatur und Alltag, Lyrik 1973, Lyrik der siebziger Jahre, Neue Subjektivität, Palmenpresse, Palmenpresse Köln, Poesie, Radio, Scheibenwischer, Sperrsitz, Sperrsitz Gedichte, Spritztour
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Neurodermitische Straßen, ein Navigator ohne Netz, Vollmondregeln, Rosettenmeerschweinchen, Großmutter im Pflegeheim und Gastarbeiter, die in schwarzer Erde wühlen: Slata Roschals Gedicht verbindet scheinbar Zusammenhangloses zu einer irritierenden Bestandsaufnahme der Gegenwart.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aberglaube, Alltag, Angst, Auf den Straßen herrschen neurodermitische Verhältnisse, Bäckerei, deutschsprachige Lyrik, Fernseher, Gastarbeiter, Gegenwartslyrik, Gott ist tot, Großmutter, hochroth München, kein Netz, Lippenstift, Migration, Montage, Navigator, Neurodermitis, Orientierung, Pflegeheim, Rosettenmeerschweinchen, schwarze Erde, Slata Roschal, Slata Roschal Gedichte, Sonnenblumen, Sprachmontage, Teleskop, Tod, Vollmond, Wahrnehmung, Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus
Veröffentlicht am 30. September 2026
von lyrikzeitung
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Sie stehen am Grabstein und frieren. Die Nase des Größten ist rot. Drei sinds. Der Rest lässt nett grüßen. Sie schweigen. John Keating ist tot.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Abschied, Abschiedsgedicht, Amir Shaheen, Carpe diem, Dead Poets Society, Der Club der toten Dichter, deutschsprachige Lyrik, Erinnerung, Erwachsenwerden, Freundschaft, Friedhof, Gegenwartslyrik, Grabstein, Hoffnung, John Keating, John Keating ist tot, Jugend, Käptn mein Käptn, Kommt meine Freunde, Larissa Niesen, Larissa Niesen Gedichte, Lehrer, Lyrik, Markus Peters, O Captain My Captain, Peter Weir, Poesie, Robin Williams, Sabine Schiffner, Schüler, Tod, Trauer, Träume, und kein Gedicht will Abschied von dir nehmen, verlorene Ideale, Walt Whitman
Veröffentlicht am 29. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Auge sieht Innenwelten außen, die Zukunft als Rückblende und das Vergehen als Werden: Stan Lafleurs Gedicht aus der Anthologie Cinema entfaltet in einem einzigen langen Satz eine Poetik des Sehens – traumklar, filmisch und verstörend.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Auge, Cinema, Cinema Lyrikanthologie, das Auge sieht das Innere außen, deutschsprachige Lyrik, Dinçer Güçyeter, Dolch, Eier, Elif Verlag, Film und Lyrik, filmisches Sehen, Filmlyrik, Gegenwartslyrik, Hoffnung, Kino und Literatur, Klinge, Liebesdotter, Lyrik 2019, Messer, Poetik des Sehens, Rückblende, Sehen, Sehvermögen, stan lafleur, Stan Lafleur Gedicht, Stefan Heuer, Traum, traumklar, Vergehen als Werden, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Wolfgang Schiffer, Zukunft als Rückblende
Veröffentlicht am 26. September 2026
von lyrikzeitung
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„ausgeleuchtete zellräume & künstlich beatmete hochhäuser“: Simone Kornappels „PARANOIA POLAROID“ ist eine Momentaufnahme urbaner Überreizung. Architektur, Verkehr, Körper, Elektrizität und Bildschirm verschalten sich zu einem einzigen nervösen Organismus – bis zum „kammerflimmern / [off beat]“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Christoph Wenzel, Daniel Ketteler, deutschsprachige Lyrik, experimentelle Lyrik, Fernsehschirm, Gedichtlayout, Gegenwartslyrik, Großstadtlyrik, Haut, Hochhäuser, Kammerflimmern, Körper und Stadt, künstliche Beatmung, Laufmaschen, Luftröhren, Medien, Nacht, Nervenstränge, off beat, PARANOIA POLAROID, Paranoia Polaroid Gedicht, SIC Zeitschrift für Literatur, Simone Kornappel, Simone Kornappel Gedichte, Stadtgedicht, Strommasten, Technik und Körper, Typografie, Visuelle Poesie, Wahrnehmung, Züge, Zellräume, [SIC]
Veröffentlicht am 25. September 2026
von lyrikzeitung
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Zum 200. Todestag Johann Peter Hebels etwas Südliches: In seinem alemannischen „Wächterruf“ schlägt die Glocke Stunde um Stunde von zehn bis drei. Hebel verbindet die alte Tradition des Nachtwächterlieds mit kleinen Szenen menschlichen Lebens – vom ruhigen Gewissen über Kartenspiel und nächtliche Sorgen bis zum Dieb auf dunklen Pfaden.
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Kategorie: Alemannisch, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: 22. September 1826, Alemannisch, alemannische Gedichte, alemannische Literatur, alemannische Lyrik, Basel, Chummer, D Glocke het Zehni gschlage, Dialektdichtung, Dialektlyrik, Glocke, Gmüeth, Gottvertrauen, Johann Peter Hebel, Johann Peter Hebel 1826, Johann Peter Hebel 200. Todestag, Johann Peter Hebel Wächterruf, Loset was i euch will sage, Mundart, Mundartdichtung, Nacht, Nachtwächter, Nachtwächterlied, Oelfi, Schlaf, Schwetzingen, Stundenruf, Wächterruf, Zehni, Zwölfi
Veröffentlicht am 24. September 2026
von lyrikzeitung
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„De Een hett Hunger un keen Brot“: Karl Eggers’ plattdeutsches „Dischgebet“ geht auf die schottische „Selkirk Grace“ zurück, die traditionell Robert Burns zugeschrieben wird. Der kleine Vierzeiler führt mitten hinein in eine fast vergessene Literaturgeschichte: Burns wurde im 19. Jahrhundert zu einem Vorbild der niederdeutschen Dichter – später aber auch völkisch vereinnahmt.
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Kategorie: Deutsch, Deutschland, Niederdeutsch, Schottisch, SchottlandSchlagworte: Übersetzung, Brot, Burns Night, Burns Supper, Claus Schuppenhauer, Dischgebet, Fritz Wischer, Hunger, Internationalität, Karl Eggers, Karl Eggers Rostock, Literaturtransfer, Mundartdichtung, Nachdichtung, neuniederdeutsche Literatur, Niederdeutsch, niederdeutsche Literatur, niederdeutsche Lyrik, Niederdeutsches Wort, Plattdeutsch, Regionalliteratur, Rezeptionsgeschichte, Robert Burns, Robert Burns niederdeutsch, schottische Literatur, schottische Lyrik, Scots, Selkirk Grace, Some hae meat and canna eat, Tischgebet, völkische Literatur, Volksdichtung
Veröffentlicht am 23. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein sanfter Wind um Mitternacht, Kaffeeduft am Morgen, feuchte Sommerhitze am Mittag: Wang Lans „Herbstbeginn“ gliedert einen Tag in drei Momentaufnahmen. Der Herbst kündigt sich an, obwohl der Sommer noch nicht gewichen ist.
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Kategorie: China, Chinesisch, DeutschlandSchlagworte: Alfred Büngen, Blumen, chinesische Gegenwartslyrik, chinesische Literatur, chinesische Lyrik, chinesischer Kalender, 立秋, Das ferne Ufer, deutsch-chinesische Lyrik, Geest-Verlag, Guizhou, Hahn, Herbst, Herbstanfang, Herbstbeginn, Herbstgedicht, Jahreszeiten, Jenny Schon, Kaffee, Klaas Ruitenbeek, Lìqiū, Naturlyrik, Sommer, Sonne, Tongren, Wang Lan, Wang Lan Gedichte, Wind, Wolken
Veröffentlicht am 22. September 2026
von lyrikzeitung
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„Aus dir wär wohl eine feine Nachtigall geworden“: In Esther Kinskys „I Nachtigall“ beginnt Nives am gemeinsamen Tisch zu singen. Doch ihr Gesang wird immer lauter, greller und fremder. Ein eindringlicher Text über Stimme und Sprache, Zuhören und Schmerz, Körper und Verstummen.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Erzählen, Esther Kinsky, Esther Kinsky Gedichte, Frau Doktor, Gegenwartslyrik, Gemeinschaft, Gesang, Heim.Statt., Heim.Statt. Gedichte, I Nachtigall, Körper, Kehle, Mund, Nachtigall, Nives, Poesie und Gesang, Prosagedicht, Schmerz, Sprache, Stimme, Stimme und Sprache, Suhrkamp, Suhrkamp 2025, Verstummen, Vogel, Vogelgesang, Zuhören, Zunge
Veröffentlicht am 19. September 2026
von lyrikzeitung
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„Sappho schläft“: In wenigen Zeilen spannt Dirk Uwe Hansen einen Nachthimmel zwischen Sappho, Mond, Pleiaden und Orion auf. Wörter und Verse greifen über ihre Grenzen hinweg, während der Blick schließlich „wie Orions / Gürtel ins Leere“ zielt. Dazu ein Blick auf das Siebengestirn, einen der auffälligsten Sternhaufen unseres Nachthimmels.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: antike Lyrik, Antikenrezeption, Astronomie, Astronomie und Literatur, deutsche Lyrik, Dirk Uwe Hansen, Enjambement, Gegenwartslyrik, griechische Mythologie, Mond, Orion, Orions Gürtel, Pleiaden, Sappho, Sappho schläft, Sieben Schwestern, Siebengestirn, silbende_kunst, Sternhaufen, Sternhimmel, Stier, Taurus, Zeilenbruch
Veröffentlicht am 17. September 2026
von lyrikzeitung
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so machen wir
garnrollen aus angst, die
wir durch unsere rippen
ziehen, durch deine und durch
meine, ineinander die fäden
weben
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Angst, Brustkorb, Brustkorbgeflecht, Dunst, ein gebrechen im tag, Fäden, Garnrollen, Gedicht, Geflecht, Gegenwartslyrik, Hände, Körper, Nähe, Rippen, Sachen mit Wœrtern, Simone Scharbert, Sprache, Verbundenheit, Zerbrechlichkeit
Veröffentlicht am 14. September 2026
von lyrikzeitung
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Warum sollte ein Mensch eigentlich aufstehen? Der Fuß ist viel zu klein, der Körper viel zu hoch, Augen und Ohren entfernen sich vom Boden – und ob damit wirklich etwas gewonnen ist, bleibt zweifelhaft. Am Ende stehen nur noch „die frage der tische / die frage der stühle“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aufstehen, Augen, Übersicht, Boden, Der Sanitäter, experimentelle Lyrik, Fuß, Gedicht, Gegenwartslyrik, im liegen, Körper, Kopf, Liegen, Ohren, perspektive, Peter Engstler, Stühle, Stefan Döring, Stehen, Tische, Wahrnehmung, Zunge
Veröffentlicht am 13. September 2026
von lyrikzeitung
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Zerspreng den Unsinn! Hau den Knoten durch!
Aus Fetzen bilde trunken Menschen-Burg!
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Berlin-Westend, BrennGlas Verlag, Expressionismus, expressionistische Lyrik, Form, Grab Walter Rheiner, Großstadt, Ich bin ein Mensch – ich fürchte mich, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchhof, Kosmos, Mensch, Menschengewimmel, Neubau, Poetik, poetisches Programm, Schutt-Stadt, Sprache, Sprachzertrümmerung, Symphonie, Thomas Rietzschel, Tier-Maschine, Walter Rheiner, Zerstörung
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