Lyrikzeitung & Poetry News

20. April 2012

71. Attacke

Herr Leitner erklärt den Medienleuten die Lyrikszene. Das macht er wie mit seinen Gedichten: so daß die es verstehen. Die Berichte klingen wie Kriegsberichterstattung:

In der Lyrik-Szene regt sich allerdings Widerstand gegen diese Häufung von Preisen: Dichter und Lyrik-Herausgeber wie Anton G. Leitner, Axel Kutsch und Ralf Liebe beklagen eine einseitige «Überförderung» einiger weniger Autoren, die der Gattung Lyrik letztlich wenig nütze. Sie machen sich daher dafür stark, die Vergabe öffentlicher Preisgelder in Deutschland neu zu ordnen.

… Im Gegensatz zu anderen multigeförderten Lyrikern verfüge Gomringer wenigstens noch über Unterhaltungspotenzial, sagt Leitner. Die meisten preisgekrönten Dichter der jüngeren Generation – zum Beispiel Ulrike Almut [sic], Ron Winkler und Daniela Seel – stünden für eine akademisch geprägte Lyrik, die sich dem Leser kaum erschliesse. / Tagesanzeiger

Ich nehme an, der Leser (wirklich?) und die politischen und Politiker-Stammtische werden beifällig nicken. Die wirklichen Probleme in der Literaturförderung stehen nicht in der Zeitung, auch nicht die konstruktiven Vorschläge und Überlegungen, die unterhalb der etablierten Medien vorgetragen werden. Auch nicht die Debatte um Gedichte wie das Auschwitz-Gedicht von Nora Gomringer oder jüngst um ein Gedicht von Norbert Hummelt oder um Gedichte junger Autoren, wie sie an nicht so wenigen Orten stattfinden (die vielleicht nur gemeinsam haben, daß sie vom Betrieb ignoriert werden). Darum geht es in dieser Attacke auch nicht. Das sind keine Aufklärer, sondern schreckliche Vereinfacher. (Darin unserm Grass nicht unähnlich).

In einem hat Leitner recht (aber es überlagert sich mit jener anderen Front):

Gomringer sei ein Beispiel dafür, dass Juroren gerne immer dieselben Autoren auswählen, sagt Leitner, Herausgeber der Zeitschrift «Das Gedicht» und selbst Lyriker. «Die Preise konzentrieren sich auf einen kleinen Kreis von Leuten, die immer wieder ausgezeichnet werden.» Die Jurys machten es sich einfach, wollten kein Risiko eingehen. «Sie denken sich: Da habe ich einen, der hat schon den und den Preis gekriegt, da kann ich nichts falsch machen.»

16. April 2012

57. Arbeitsstipendien für 13 Berliner Schriftsteller

Auch in diesem Jahr vergibt der Berliner Senat Arbeitsstipendien in Höhe von (zusammen) 156.000 Euro an 13 in Berlin lebende Autorinnen und Autoren.

Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Barbara Bongartz, Nora Bossong, Daniel Falb, Julia Kissina, Simone Kornappel, Peggy Mädler, Moritz Rinke, Susanne Schädlich, Jana Scheerer, Ulf Stolterfoht, Ron Winkler, Uljana Wolf und Norbert Zähringer.

Die Jury hatte über 320 Bewerbungen zu entscheiden.

31. Januar 2012

125. Lange Lyriknacht bei J. Frank

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 15:46

EINLADUNG ZUR LANGEN LYRIKNACHT
……………………………………………………………………………………..

Am Freitag, 3. Februar 2012, feiert das Verlagshaus J. Frank | Berlin die
Poesie mit einer Langen Lyriknacht!

Worin besteht das Verführerische an der Poesie? Wie ist die geheimnisvolle
Sphäre beschaffen, an der sie entsteht? Was überhaupt sind Gedichte, jene
Universen auf kleinem Raum? Und welche Position können sie gerade heute
einnehmen?

Diesen Fragen gehen die Lyrikerinnen und Lyriker des Verlagshaus in ihrer
Langen Lyriknacht nach!

Mit Björn Kuhligk, Ron Winkler, Florian Voß, Max Czollek, Birgit Kreipe,
Asmus Trautsch, Mikael Vogel und Jinn Pogy.

Z-Bar // Bergstraße 2 / 10115 Berlin
Ab 21:00 Uhr // Eintritt 5,- €
Kartenreservierungen per E-Mail an post@belletristik-berlin.de

VERLAGSHAUS J. FRANK | BERLIN
Greifswalder Straße 39 / 10405 Berlin

28. Januar 2012

107. Weisses Sanskrit

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 01:06

Eine grazile Brücke zwischen Natur und Transzendenz spannt auch Ron Winkler, Herausgeber dieses Bandes, in seinem eigenen Beitrag. In der ersten Zeile sieht er den Schnee als «kalte fraktale Grammatik», am Ende wird er zum «schleichenden Konstruktivismus eines weissen Sanskrits auf den Dingen». Die sorgfältige Auswahl aus Werken von anerkannten Lyrikern wird ergänzt von der noch wenig bekannten, aber beeindruckenden Birgit Kreipe und ihrem Schlussgedicht «Schneekönigin». / Astrid Kaminski, Tages-Anzeiger 27.1.

11. Januar 2012

43. Schneegedichte

Denn wer bei diesen »Schneegedichten« zuerst an die klassische Berieselungslyrik des Goethe-Rilke-Hesse-Triumvirats denkt, der irrt. Ron Winkler, der sich bereits mehrmals als Anthologist der Gegenwartslyrik betätigt hat – man denke zum Beispiel an das grandiose »Neubuch« – legt bei seiner Auswahl keinen Wert auf Kaminfeuerästhetik.

Nicht umsonst stellt er Jakob van Hoddis’ »Tristitia ante…« an den Anfang: »Ich hasse fast die helle Brunst der Städte.« heißt es da. Dankenswerterweise zieht sich verschwindend wenig verkitschtes Weihnachstum durch den gesamten Band. Die Anthologie beißt sich nicht an einem Stil fest, sondern stellt verschiedene Perspektiven nebeneinander, versammelt natürlich viel Schönes, einiges Melancholisches, aber auch sehr Abstraktes, Steriles, sogar Häßliches. Die Autorinnen und Autoren deklinieren den Schnee durch, frei nach Rolf Dieter Brinkmanns Worten »Schnee: wer / Dieses Wort zu Ende / Denken könnte / Bis dahin / Wo es sich auflöst« bis hin zu den »reproduktionen von schnee«, von denen Daniela Seel spricht. …

Die »Schneegedichte« haben Ganzjahresqualitäten. Kann man sich nach Weihnachten auch sich selber schenken. / Kristoffer Cornils, junge Welt

Ron Winkler (Hrsg.): Schneegedichte. Schöffling & Co, Frankfurt am Main 2011, 208 Seiten, 14,95 Euro

15. Dezember 2011

58. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (6)

Einsortiert unter: Altgriechisch, Antike, Argentinien, Österreich, Belgien, Deutsch, Deutschland, Englisch, Französisch, Griechenland, Island, Korea, Niederländisch, Rumänien, Schweden, Serbien, Serbisch, Slowenien, Slowenisch, Spanisch, USA — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 15:11

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird morgen fortgesetzt und abgeschlossen. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  Bedenken Sie bitte, daß weder Theo Breuer noch ich 1. alles kaufen, 2. alles lesen und 3. wie Computer alles unter dem richtigen Buchstaben abspeichern können. Bei Googleabfragen können Sie testen, daß die von Theo initiierte und uns zur Verfügung gestellte Liste schon jetzt das Auffinden präziser Information sehr verbessert.

(Ergänzungen bitte unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Isaac Schreyer · Der Tag des Einsamen. Gedichte und Nachdichtungen. Nachwort von Armin Eidherr (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 60). 1 Abb., 172 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  2. Saza Schröder · Ach Kindheit du schreckliche Süße, 32 Seiten, handfadengeheftet, kartoniert, Künstler­buch, Bleisatz, edition footura black, Itzehoe 2011.
  3. Franz Schuh: Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod. Verlag Paul Zsolnay, Wien 2011. 255 S.
  4. Katharina Schultens, gierstabil, 80 S., Klappbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
  5. Iris Schürmann-Mock [Hrsg.]: O schöner, grüner Wald. Ein Lesespaziergang. Hildesheim: Gerstenberg 2011. 159 S. : Ill. ; 24 cm.
  6. Ursula Schütt: Gehen muß ich auf dem Faden Zeit. Taschenbuch: 100 Seiten. Verlag: d/m/z Druckmedienzentrum Gotha 2011.
  7. Friederike Schwab: schwebeblätter. Gedichte. 110 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 13.
  8. Daniela Seel: ich kann diese stelle nicht wiederfinden. kookbooks, Berlin 2011. 64 S.
  9. Giorgos Seferis · LOGBUCH III, zweisprachige Ausgabe, aus dem Neugriechischen von Evti­chios Vam­vas, 117 Seiten, Broschur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
  10. Faruk Šehić · Abzeichen aus Fleisch. Bosnisch / Deutsch, übersetzt von Hana Stojić. 160 Seiten, Broschur, fadengeheftet, Wien, Edition Korrespondenzen 2011.
  11. Shin Dal Ja ∙ Morgendämmerung. Gedichte (mit einigen koreanischen Originaltexten). Werkauswahl (1989–2007). Aus dem Koreanischen und mit einem Nachwort von Sophia Tjonghi Seo. Herausgegeben und Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. 169 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  12. Volker Sielaff · Selbstporträt mit Zwerg, 101 Seiten, Klappenbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
  13. Rajvinder Singh: WÖRTERWEHEN. Trierer Gedichte – Rajvinder Singh – Gedichte, Liz Crossley – Zeichnungen. Broschur im Format 21 x14,5 cm, 80 Seiten, 16 Abb., Berlin: Aphaia Januar 2011. Aus der Reihe Texte und Bilder.
  14. Gerd Sonntag ∙ Giovanni Santi malt eine Fliege, Nachwort von Ulrich Koch, 38 Seiten, ge­heftete Bro­schur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
  15. Thomas Spaniel · die irren kurse einer sterbenden fliege. Gedichte. 96 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  16. Michael Speier (Hg.): Berlin, du bist die Stadt. Gedichte. Reclam. 170 Seiten.
  17. Alberto Spunzberg ∙ Die Piatock-Akademie – La Academia de Piatock. Gedichte, zweisprachig. Aus dem argentinischen Spanisch von Juana und Tobias Burghardt. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 187 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  18. Christel und Armin Steigenberger (Hg.) · außer.dem, 18. Ausgabe, mit Gedichten von Ann-Andreas Alt­mann, Kathrin Ast, Ernesto Castillo, Caroline Hartge, Birgit Kreipe, Lars Reyer u.a., 51 Seiten, geheftete Broschur, München 2011.
  19. Lutz Steinbrück: Blickdicht. Gedichte. Verlagshaus J.Frank, Berlin 2011. 76 S.
  20. Mile Stojić: Cherubs Schwert: Gedichte und Essays. Aus dem Kroatischen von Cornelia Marks. Leipziger Literaturverlag. 230 Seiten.
  21. Dieter Straub – Gedichte, Peter M. Gotthardt – Kompositionen: Delphische Paiane – Fünf Lieder nach Gedichten von Dieter Straub für Bariton und Klavier. 
Notenband im Format 29 x 21 cm, 28 Seiten, Berlin: Aphaia 2011. Aus der Reihe: Sonderausgaben.
  22. Brigitte Struzyk ∙ alles offen, mit einem Vorwort von Peter Wawerzinek und Bildern von Elke Ehninger, 117 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  23. Jesper Svenbro · Echo an Sappho, zweisprachige Ausgabe, aus dem Schwedischen von Lukas Dettwiler, mit Beiträgen von Conrad Steinmann und Beat Brechbühl, CD mit musikalischen Nachschöpfungen von Conrad Steinmann zu Texten von Sappho und Alkaios, 83 Seiten, Bro­schur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
  24. Tammen, Johann P. (Hg.): die horen. Bei betagten Schiffen. Islands “Atomdichter”.  56. Jg., Nr. 242, 2011. 424 S. Gedichte von Stefán Hörður Grímsson, Jón Óskar, Einar Bragi, Hannes Sigfússon, Sigfús Daðasson, Steinn Steinarr, Jón úr Vör, Jóhannes úr Kötlum, Arnfriður Jónatansdottir, Elías Mar, Jónas E. Svafár, Thor Vilhjálmsson, Vilborg Dagbjartsdóttir, Matthías Johannessen, Baldur Óskarsson, Þorsteinn frá Hamri, Jóhann Hjálmarsson, Nína Björg Árnadóttir, Sigurður Pálsson, Steinunn Sigurðardóttir. Der Kampf um die Moderne. Stimmen – Gegenstimmen – Positionen. Gespräche mit Steinn Steinarr, Hannes Sigfússon. Zeitgenössische isländische Rezensionen. Nachrufe. Erinnerungen von heute. Glossar.
  25. Veno Taufer: Wasserlinge. Gedichte. Übersetzung: Daniela Kocmut, Herausgeber: Michael Braun. 48 Seiten, Format: 14 x 22 cm, Das Wunderhorn 2011.
  26. Hans Thill (Hrsg.) ∙ Meine schlichten Reisen. Gedichte aus Belgien. Dreisprachige Ausgabe: niederländisch–französisch–deutsch. Dirk van Bastelaere, Eric Brogniet, Karel Logist, Els Moors, Erik Spinoy, Liliane Wouters übersetzt von Gerhard Falkner, Zsuzsanna Gahse, Norbert Lange, Michael Speier, Ulrike Almut Sandig, Hans Thill nach Interlinearversionen von Beate Thill und Stefan Wieczorek. Gebunden, bibliophile Ausgabe mit Lesebändchen. Heidelberg, Verlag Das Wunderhorn 2011.
  27. Walter Thümler: Ist jemand da. Gedichte. Leipziger Literaturverlag. 144 Seiten.
  28. Su Tiqqun: Im Geröll des Auges. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  29. Toegye ∙ Als der Hahn im Dorf am Fluß krähte, hing der Mond noch im Dachgesims. Gedichte 1515–1570. Herausgegeben und mit einer Zeichnung von Juana Burghardt. Deutsche Fassungen von Tobias und Juana Burghardt auf der Grundlage der Vorarbeit von Doo-Hwan und Regine Choi. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 125 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  30. Boško Tomašević: Früchte der Heimsuchung. Gedichte. Aus dem Serbischen von Helmut Weinberger. Leipziger Literaturverlag. 180 Seiten.
  31. Boško Tomašević:  Mitlesebuch 103 – Boško Tomašević, Berlin-Gedichte. Michael Blümel – Zeichnungen. Broschur im Format: 24 x 15 cm, 24 Seiten, fadengeheftet. 1. Auflage: 50 Exemplare, im Druckvermerk vom Autor signiert, Berlin: Aphaia, März 2011.
  32. Boško Tomašević • Allerneueste Vergeblichkeit, aus dem Serbischen übertragen von Helmut Weinberger, Nachwort von Walter Methlagl, 171 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
  33. Þorsteinn frá Hamri: Jarðarteikn – Erdzeichen. Gedichte. Ausgewählt und aus dem Isländischen übersetzt von Gert Kreutzer. (Fäkätä 14). 36 S. Germersheim: Queich Verlag 2011.
  34. Tomas Tranströmer: Poesiealbum 298.  Hg. u. ausgew. von Richard Pietraß, Grafik Isaac Grünewald, Nachdichtung Hanns Grössel und Richard Pietraß. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
  35. Matthias Traxler: You’re welcome. kookbooks, Berlin 2011.
  36. Verica Tričković: Als rettete mich das Wort. Gedichte teils deutsch, teils serbisch. Leipziger Literaturverlag. 120 Seiten.
  37. Charlotte Ueckert ∙ Dein Haar ist mein Nest, Vorwort von Peter Engel, 34 Seiten, Broschur, fix­poetry.Verlag, Ham­burg 2011.
  38. Nepumuk Ullmann: Von der Überwindung der Eiszeit in den Gefühlen. fhl Verlag Leipzig 2011, 170 Seiten.
  39. Sandra Uschtrin (Hg.) ∙ Federwelt. Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, 91. Ausgabe, Lyrik-Re­daktion And­reas Noga, Gedichte von Friedrich von Hagedorn ∙ Katharina Lanfranconi ∙ Ingrid Miller ∙ Irmhild Oberthür ∙ Klaus Roth ∙ Walle Sayer u.a., 58 Seiten, geheftete Broschur, Uschtrin Verlag, München 2011.
  40. Günter Vallaster (Hg.) · Paragramme. Ein Sammelband, 156 Seiten, Broschur, Gedichte von Thomas Hav­lik · Christine Huber · Peter Huckauf · Gerhard Jascke · Ilse Kilic · Richard Kostela­netz · Axel Kutsch · Gerhard Rühm · Fritz Widhalm u.v.a., edition ch, Wien 2011.
  41. Verein Literaturgruppe Perspektive (Hg.) · perspektive. Hefte für zeitgenössische Literatur, Ausgabe 67/68: Aufstandsbeschreibungen, Gedichte von Dominic Angeloch · Ralf G. Landmesser · Rebekka Olbrich · Kai Pohl · Clemens Schittko u.a., 238 Seiten, Broschur, Graz 2011.
  42. Mikael Vogel: Massenhaft Tiere. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 100 S.
  43. Florian Voß: Datenströme. Datenschatten. Staub. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 80 S.
  44. Achim Wagner ∙ Flugschau, 67 Seiten, Hardcover, [SIC] – Literaturverlag, Aachen ∙ Zürich 2011.
  45. Friedrich Wilhelm Wagner: Jungfraun platzen männertoll. hochroth Verlag 2011.
  46. Friedrich Wilhelm Wagner: Irrenhaus. hochroth Verlag 2011.
  47. Friedrich Wilhelm Wagner · Jungfraun platzen männertoll / Irrenhaus (edition grillenfänger 18). 38 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  48. Jan Wagner · Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa, 240 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Ber­lin Verlag, Berlin 2011.
  49. Jan Wagner: Poesiealbum 295. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Werner Friedrichs. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
  50. Immanuel Weißglas · Der Nobiskrug. Gedichte. Nachwort von Bernhard Albers (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 55; Lyrik-Taschenbuch Nr. 72). 80 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  51. Ralf S. Werder: Bruchland. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  52. Walt Whitman · Liebesgedichte / Love Poems. Englisch / deutsch. Ausgewählt und übertragen von Frank Schablewski. Vorwort von Johannes Urzidil. Nachwort von Jürgen Brôcan. 128 Seiten, fadengeh. Klappenbroschur, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  53. Ron Winkler (Hg.): Schneegedichte. Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.

6. Dezember 2011

24. Gegendarstellung

Die Serviceleistung des luxbooks Verlags besteht nicht aus einer Vokabelstütze für die Leserschaft von „Ein weltgewandtes Land“. Sondern vielmehr aus einer Gegen- und Nebeneinanderstellung von Optionen, die diskutabel sind, von poetologischen Ansätzen der Übersetzung, die in einer verwertbaren Form geliefert werden. Wer also aus der Vielzahl an Übertragungen oder besser aus ihrer Schnittmenge die Essenz von Ashberys Gedichten destilliert haben möchte kann nur enttäuscht werden. Letztlich bricht sich in den Spannungsfeldern der deutschen Interpretationen – denn von solchen darf man hier getrost sprechen – die sowieso schon farbenfrohe Welt des US-Amerikaners noch weiter auf. Eine quasi-Anthologie, die als Prisma nicht nur neue Lesarten eines großartigen Gedichtbands ermöglicht, sondern ohne in verstockte Reflexivität zu verfallen viel zum Thema Übersetzung sagt. / Kristoffer Cornils, fixpoetry

Ein weltgewandtes Land. John Ashbery. 340 Seiten. 24,00 Euro. Luxbooks, Wiesbaden 2010

Für die Übersetzung wurden viele der wichtigsten deutschen Lyriker und Übersetzer gewonnen. Dichter wie Gerhard Falkner, Matthias Göritz, Alexander Gumz, Norbert Lange, Tobias Amslinger, Léonce W. Lupette, Jan Volker Röhnert, Hendrik Rost, Andre Rudolph, Daniela Seel, Ron Winkler, Jan Wagner, Uljana Wolf, die renommierten Ashbery-Übersetzer Erwin Einziger und Joachim Sartorius wie auch weitere angesehene Übersetzer anglo-amerikanischer Lyrik wie Iain Galbraith, Margitt Lehbert und Lars Vollert haben jeder für sich Gedichte ausgewählt und übersetzt.

10. Oktober 2011

42. Transsub – Video trifft Lyrik

Mittwoch, 12. Oktober · 19:30 – 22:30

Lettrétage – das Literaturhaus in Berlin Kreuzberg

Ein Blick über den medialen Tellerrand: Dieser Abend liefert eine Übersetzungsarbeit zwischen Text und Video.

Hierbei werden die Einflüsse der vorgetragenen Texte offen gelegt, die Subtexte in den Vordergrund gerückt.

Performative Lesung der Texte von Luise Boege, Katharina Schultens, Daniela Seel, Tom Bresemann, Richard Duraj, Simon Godard, Alexander Gumz, Stephan Reich, Jan Skudlarek, Asmus Trautsch und Ron Winkler.

Mit Video-Arbeiten von Johannes Bögle.

5 bzw. 3 Euro ermäßigt

12. September 2011

54. Dichter dran. Das große Berliner Lyrikfest

Sa 17.9.2011 ab 14.00 Uhr, Kulturbrauerei

Eintritt frei

Die Literaturwerkstatt Berlin feiert ihren 20. Geburtstag, feiern Sie mit! Bis in die Nacht verwandelt sich die Kulturbrauerei in einen lyrischen Abenteuerpark. Sie sind herzlich eingeladen, zu entdecken und zu experimentieren und mit uns auf eine Reise durch alle Spielarten der Poesie zu gehen.

Eingang über:
Knaackstr. 97
10435 Berlin 
Verkehrsverbindung:
U2 Eberswalder Straße
Tram 12/M1/M10 Eberswalder Straße

Aus dem Programm:

Große Bühne

14:00 Eröffnung und Auftakt
Die Dichter und Dichterinnen des großen Berlin-Gedichts werden vorgestellt und machen ausschnittsweise Lust darauf. Es spielt PEER und Erich Kästners »Berlin in zahlen« wird aktualisiert.
16:30 Quizshow mit Knut Elstermann
Hier können alle mit ihrem Wissen über Lyrik, Dichter und Denker punkten. Teams aus dem Publikum treten gegeneinander an. Natürlich gibt’s auch einen Publikumsjoker. Es winken tolle Preise!
18:20 Frank Klötgen: Kottbusser Tor
Frank Klötgen rast in fünf Minuten durch 35 Klassiker der deutschen Dichtkunst. Schulbuch-Lyrik revisited.
18:30 Poetry Slam
Bühnen-Lyrik zwischen Rap, Freestyle und Goldschnitt-Poesie mit Gauner, Ken Yamamoto und Frank Klötgen.
19:00 Das Große Berlin-Gedicht
Finale.
19:15 Beschwerdesingen
Die Beschwerden der Berliner, vertextet von der 1. Lyrischen Inter­nationale Neuköllns (Björn Kuhligk, Tom Schulz, Birgit Kreipe, Florian Voß), und uraufgeführt vom Chor des Jungen Ensembles Berlin und Bürgern der Stadt. Am Tag vor der Berlin-Wahl wird den Politikern ins Ohr gesungen, was verbessert werden muss. Musik: Andrés Atala-Quezada, Leitung: Frank Markowitsch.

Kleine Bühne: Das Große Berlin-Gedicht

Moderation: Peter Winkels

In den zwölf Bezirken der Stadt schrieben 75 Berliner Bürger unter Begleitung je eines erfahrenen Dichters ein Gedicht über ihren Bezirk. Die Autoren laden Sie ein zu zwölf lyrischen Spaziergängen durch die Stadt.

15:00 Pankow Mentor: Norbert Hummelt
15:20 Reinickendorf Mentor: Ron Winkler
15:40 Spandau Mentor: Michael Speier
16:00 Mitte Mentorin: Orsolya Kalász
16:20 Lichtenberg Mentor: Andreas Altmann
16:40 Marzahn-Hellersdorf Mentor: Valeri Scherstjanoi
17:00 Friedrichshain-Kreuzberg Mentor: Björn Kuhligk
17:20 Charlottenburg-Wilmersdorf Mentorin: Kerstin Hensel
17:40 Steglitz-Zehlendorf Mentor: Michael Lentz
18:00 Tempelhof-Schöneberg Mentor: Ulf Stolterfoht
18:20 Neukölln Mentor: Tom Schulz
18:40 Treptow-Köpenick Mentorin: Brigitte Oleschinski

Das Buch »Das Große Berlin-Gedicht« (be.bra verlag) erhalten Sie auf dem Lyrikmarkt.

Lyrikcamp

ab 15:00 Valeri Scherstjanoi: Herstellen einer Stimmcollage
Kunstaktion mit Hilfe des Publikums.
ab 15:00 Frank Köllges: Guerilla-Poesie
Extraterrestrische Überraschungsangriffe im Laufe des Nachmittags.
15:00 Monika Rinck: Kritische Masse
Poetische Experimente auf Kosten Ihrer Garderobe. Teilnahme auf eigene Gefahr.
15:00 Brigitte Oleschinski: Zerstörungsprüfung
Wir verformen ein Gedicht, bis es Ihnen ganz persönlich passt.
15:00 Haiku-Wettbewerb mit Claudia Maaß
Es muss nicht immer 5–7–5 sein! Folgen Sie den japanischen Kurzgedichten auf ihrer Reise über die Kontinente und durch die Jahrhunderte. Die besten Gedichte werden prämiert.
15:00 Poesie für Kinder mit Sybille Hein
15:30 Ulrike Draesner: Gedicht auf Zuruf

Spontandichtung, Vernichtung aller vorhandenen Gedichte, Entdeckung neuer Wortarten.
15:30 Poesie für Kinder mit Sybille Hein
15:40 Poesiesprechstunde: Kerstin Hensel
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
15:40 Metaphernmaschine mit Claudia Maaß
Metapherwürfel schaffen amüsante, bezaubernde oder rätselhafte Bilder, die zum Weiterträumen und Ausfantasieren einladen.
16:00 Poesiesprechstunde: Ulrike Draesner
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
16:00 Lesung: Tom Schulz, Björn Kuhligk
Berlin-Gedichte aus 200 Jahren.
16:20 Lesung: Ulf Stolterfoht
16:20 Poesiesprechstunde: Tom Schulz
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
16:20 Haiku-Wettbewerb mit Claudia Maaß
Es muss nicht immer 5–7–5 sein! Folgen Sie den japanischen Kurzgedichten auf ihrer Reise über die Kontinente und durch die Jahrhunderte. Die besten Gedichte werden prämiert.
16:30 Monika Rinck: Kritische Masse
Poetische Experimente auf Kosten Ihrer Garderobe. Teilnahme auf eigene Gefahr.
17:00 Ulrike Draesner: Gedicht auf Zuruf
Spontandichtung, Vernichtung aller vorhandenen Gedichte, Entdeckung neuer Wortarten.
17:00 Poesiesprechstunde: Ulf Stolterfoht
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
17:00 Lesung: Orsolya Kalász
»Schöne Heimat, ich habe dich geliebt« (István Kemény).
Auswahl ungarischer Gedichte der Gegenwart.
17:30 Poesiesprechstunde: Ulrike Draesner
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
17:30 Poesie für Kinder mit Rainer Stolz
17:40 Lesung: Andreas Altmann
Andreas Altmann erforscht seine Schreibgründe.
17:40 Lesung: Norbert Hummelt
Berlingedichte.

Maschinenhaus

15:00–17:00 Jugendprogramm
Hereinspaziert! – Lyrik zum Anfassen, Gestalten und Aufessen – ein Mitmachprogramm für alle (ab 12 J.) mit Claudia Maaß.

lechts und rinks kann man nicht velwechsern
Spiele rund um und mit Lyrik: Gedichtepuzzle, Reimscrabble, Reißverschlussgedichte, Reim dich oder ich fress dich.
Das kann sich sehen lassen!
Bildcollagen zu Gedichten entwerfen und visuelle Poesie gestalten und plakatieren.
17:00 Auf die Bretter! Fertig! Los!
Performanceworkshop zu einem Gedicht von Kurt Schwitters mit abschließender Inszenierung (ab 14 J., in Teams).

ab 20:00 Uhr Lounge

1. Berliner Lyrikmarkt

Stöbern Sie in lyrischen Neuerscheinungen und poetischen Raritäten in den Ständen von be.bra verlag, BELLA triste, Berliner Handpresse, Edit, Edition Rugerup, Hochroth Verlag, Kollwitz Buchhandlung, KOOKbooks, luxbooks, Matthias Wagner Antiquariat, Merve Verlag, Poesiealbum / MärkischerVerlag, poetenladen, Suhrkamp Verlag, Verlag das Wunderhorn, Verlag Hans Schiler, Verlagshaus J. Frank / Berlin, Wallstein Verlag

22. August 2011

102. Berlin-Gedicht

Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt
Das große Berlin-Gedicht
be.bra verlag
ISBN 978-3-8148-0188-9
Paperback, 80 Seiten
Preis 8.00 €
erscheint September 2011

Berlin: Eine Stadt – zwölf Bezirke – zwölf Töne = ein Gedicht!

Großstadtlyrik hat eine lange Tradition. Schon Bertolt Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und viele andere haben urbanes Lebensgefühl in Versen spürbar gemacht.

Zum ersten Mal nun haben Berlinerinnen und Berliner selbst ein Gedicht über ihre Stadt verfasst – ein lyrischer Spaziergang, der die zwölf Bezirke in ihrer ganzen reizvollen Vielfältigkeit durchstreift und zu einem lebendigen Ganzen werden lässt.

Die Entstehung des Gedichts wurde von zwölf namhaften Dichtern Berlins begleitet: Andreas Altmann, Kerstin Hensel, Norbert Hummelt, Orsolya Kalász, Björn Kuhligk, Michael Lentz, Brigitte Oleschinski, Valeri Scherstjanoi, Tom Schulz, Michael Speier, Ulf Stolterfoht und Ron Winkler.

Leseproben und Pressestimmen [uh, gibts die schon?] hier

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 241 other followers