L&Poe ’17-13

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser,

img_4431seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Konstantin Ames, Buchmesse, dänische Lyrik, Ingeborg Bachmann, Straßenpoesie, Neue Rundschau mit John Berger, Franz Mon und Stephan Wackwitz, TLS mit Swiftjahr, Handke, Rustaweli – und manches andere. Lesen!

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Die Themen in dieser Ausgabe

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Das neue Gedicht

Konstantin Ames

Verbleichen immer, verblichen nimmer

Ruhe selbst

Eure Tassen enthalten nichts. Euer Bier ist
nicht belgisch. Und ich beginne sacht, euch zu hassen, eure Roll-
styhle sind so telegen, Eigenlasch saufender Anarchoklüngel.
Bist mein nebensitzender Fluggast; zog sich einen Steril-
handschuh über, hat erst dann ausm Becherchen getrunken.
Menschenfische verharren in der Metamorphose, fressen
manchmal nur alle drei Jahre, blind. – Oder mal wieder Gedichte?
Kurze. Private. Kommen Bäume drin vor. Silberpappeln
womöglich. In zwei Minuten ist

Hier Herbst, interpretierende Klasse. Dann ist
Auch das erledigt. Äußerste Musik. Meint alle.

Aus: Neue Rundschau 4/2016, S. 182

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Vernichtungsgeschichte und Familiengeschichte

Die Herausgeber dieses Auftaktbandes zu der geplanten 30-bändigen Bachmann-Werkausgabe bieten in einem Kommentarteil, der keine Wünsche offenlässt, überdies viele neue Belege für die „Verflechtung von Vernichtungsgeschichte und patriarchalischer Familiengeschichte“ in Leben und Werk der so ungemein produktiv Leidenden.

Eine letzte Erklärung dafür, warum die große Autorin an der „Krankheit Mann“ so erstaunlich umfassend litt und womöglich auch starb, findet man allerdings auch in diesen Privatdokumenten nicht. An die „Wirklichkeit“, die für sie „die einzig wirkliche“ ist, schreibt sie an Dr. Schulze, komme sie „auf dieser Welt nicht heran“. Sie blieb sich selbst ein Geheimnis. Der Rest ist Literatur. / Iris Radisch, Die Zeit

Ingeborg Bachmann: Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit; hrsg. v. Isolde Schiffermüller u. Gabriella Pelloni; Suhrkamp, Berlin 2017; 259 S., 34,– €

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Søren Ulrik Thomsen und Inger Christensen

Der dänische Dichter Søren Ulrik Thomsen ist ein Liebhaber von Versen, die über sich selbst nachdenken. In seiner ironisch-melancholischen Parlando-Lyrik versammelt er Bilder davon, was das Gedicht denn sein könnte. Ein Gefüge aus schwarzen Insekten, aber auch eine Art von Gefäss, das die Dinge – Beobachtungen, Erinnertes, Gedanken – auffängt und bewahrt. Zugleich soll das Gedicht ein «Zitterspiegel» sein, der die Phänomene nicht nur aufnimmt und zeigt, sondern eine neue Ordnung für sie findet. In einem schön gemachten Band kann man Thomsens jüngsten Gedichten nun nachtasten.

(…) Es sind mathematische und klangliche Muster, die das «alfabet» im Innersten zusammenhalten. Die Fibonacci-Folge etwa, in der jede Zahl die Summe der beiden vorangegangenen Zahlen darstellt (1, 2, 3, 5, 8, 13, 21 usw.). Eine Folge, die sich auch in der Natur finden lässt, etwa in der Art, wie einige Pflanzen ihre Blätter und Früchte anordnen. Christensen richtet nach dieser Folge die Länge aller Strophen und Kapitel ihres Gedichts aus, noch in den kleinsten Abschnitt hinein. Dazu kommen die sprachliche Grundformel «es gibt» («findes» im Dänischen) und die Buchstabenfolge des Alphabets. Aber auch Figuren der Wiederholung und bestimmte Satzformen, die ein ums andere Mal variiert werden, bis aus dem berühmten Anfangsvers «die aprikosenbäume gibt es, die aprikosenbäume gibt es» ein Geflecht von über 1300 Versen geworden ist. Und es wäre noch viel länger geworden, hätte Christensen die Reihe nicht mitten im Buchstaben «n» abgebrochen. / Nico Bleutge, Neue Zürcher Zeitung

Inger Christensen: alfabet/alphabet. Aus dem Dänischen von Hanns Grössel. Mit Radierungen von Per Kirkeby. Kleinheinrich-Verlag, Münster 2016. 181 S., Fr. 49.90. Søren Ulrik Thomsen: Rystet spejl/Zitterspiegel. Gedichte. Aus dem Dänischen von Klaus-Jürgen Liedtke. Ebenda, 100 S., Fr. 37.–.

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Zettelgedichte
Der „Zetteldichter“ Helmut Seethaler war hier. Oder zumindest seine Gedichte auf Zetteln und in einem hochroth-Band (siehe unter Bücherbord)
Pflück Gedichte

Gedichte zum Abreißen, „Afriet-Riemsel“, in Mundart auch in Münster-Mecklenbeck

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Straßenpoesie
Beschrifttete Bank in Leipzig

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Messenachlese
Die Glashalle summt
Lesungen in der Lyrikbuchhandlung
Paul-Henri Campbell
Hendrik Jackson
Cristian Forte
Nancy Hünger
Zlata Kozakova
Sascha Kokot
Ron Winkler
Teil der Bewegung: Michael Fehr…
und Birgit Kreipe

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Kladde

Gesehenes, Hingekritzeltes, Beiseitegesprochenes, Kommentare und Zitate, Stoßseufzer und Wutausbrüche aus diversen – meist digitalen – Postmappen und Kladden. Mal anonym, mal namentlich.

Sabine Scho und mir wäre es halt grundsätzlich lieber, eine nutte schaute sich mal die schlimmen zustände an deutschen universitäten an und schriebe drüber, als dass sich eine autorin die schlimmen zustände der prostitution anschaut und drüber schreibt. zum bleistift.

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Ricardo Domeneck Why don´t Germans celebrate Unica Zürn (1916 – 1970) more? Am I tilted in my Sprachraum or this is really spannend stuff? Since we are at it: anyone else out there also thinks Hans Arp is an amazing poet and should be read more? —- Unica Zürn, „Hotel de L´Esperance, Zimmer zweiundvierzig“, from the Anagramme.

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Ganz neue Herbste

Die Toten interessieren sich nicht für uns? Werch ein Illtum! L&Poe proudly presents: Helmut Heißenbüttel als L&Poe-Beiträger!

Leider sei er kein guter Beobachter, sagt Norbert Hummelt im ersten Teilsatz eines Textes, in dem er die Mauersegler vor seinem Küchenfenster beobachtet. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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Gestorben
  • Am 28. März: Enn Vetemaa, estnischer Autor (80)
  • Am 23. März: Mirella Bentivoglio, italienische Dichterin, Bildhauerin, Performancekünstlerin und Kuratorin (95)
  • Am 22. März: Alexandr Kliment, tschechischer Schriftsteller, Unterzeichner der Charta 77 (88)

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Neue Zeitschriften
  • Neue Rundschau. 127.Jahrgang, Heft 4 / 2016. 15 Euro, 312 Seiten. – Die Vermittlung experimenteller Texte an einem allgemein zugänglichen Ort der Wahrnehmung in Mehrtausender-Auflage. Ein fast unglaublicher Glücksfall der Literaturgeschichte – wo wäre so etwas heutzutage möglich, ja nur denkbar? – In Deutschland muß es richtige Literatur sein. Es müssen richtige Romane sein – von Fall zu Fall darf auch mal wohldosiert richtige Lyrik daruntergeschmuggelt werden. Keine lyrics wie bei Dylan, keine Reportagen wie bei Alexijewitsch. – Gedichte von Ames, Vuong, McKendrick, Książek. Essays von John Berger, Stephan Wackwitz, Karl Ove Knausgård u.v.a. Hier gehts zur Besprechung
  • Times Literary Supplement 17.3. 2017 – Swiftjahr. In keinem anderen englischsprachigen Land wird ein Schriftsteller auf höchster politischer Ebene offiziell gefeiert, von politischen Führern, die allem Anschein nach sein Werk gelesen haben. – Ein minimalistisches Kleinod unter seinen Neologismen ist der Imperativ „ie!“, das bedeutet „sei ein Veilchen“ (abgeleitet von „ia“, Veilchen).  Rustaweli war ein Meister der Klangmalerei, der die Möglichkeiten des mittelalterlichen Georgisch zu nutzen verstand. Dazu gehört die Neigung zu Konsonantenhaufen wie in „ktsevita vepxebr mk’rchxalita“ („sich bewegend wie ein scharfkralliger Panther“). Hier zur Besprechung

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Kurz gesagt
  • Aslı Erdoğan durfte nicht zur Buchmesse reisen – und war ihr gefühltes Zentrum / Susanne Mayer, Die Zeit 14, S. 45
  • „Wäre bloss Herr F. mein Unglück, das wäre zu ertragen“, schreibt Bachmann. Die Herr-F.-Katastrophe sei aber „bloss die Stellvertretung für die Mentalität, die ich verabscheue, an der ich nicht zugrundegehen möchte, so nicht, obwohl ich meistens denke, ich bin schon tot“. / Die Zeit
  • Suchen Sie nach einer goldenen Regel für jedermann, dann lautet sie: Haben Sie nichts in Ihrem Haus, was nicht nützlich oder schön ist. / William Morris, in: Neue Rundschau 4/2016, S. 71
  • Out of the ash I rise / With my red hair / And I eat men like air
    ‚Lady Lazarus‘, Sylvia Plath

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Kurz berichtet
  • Für ihren ersten Lyrikband „halb taube halb pfau“ erhält Maren Kames den Düsseldorfer PoesieDebütPreis 2017. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 1. Oktober im Rahmen des Düsseldorfer Poesiefestes überreicht. / Börsenblatt
  • Die Friedenauer Presse wird doch weitergeführt: Bereits im Frühjahr 2018 wird das nächste Programm mit neuen Titeln sowie Neuauflagen von vergriffenen Büchern der Backlist erscheinen. Nachdem Katharina Wagenbach-Wolff letztes Jahr beschloss, sich nach fast 34 Jahren aus der Verlagstätigkeit zurückzuziehen, stand der einzigartige Verlag vor der Schließung. Nun hat sich überraschend eine Möglichkeit zu seiner Weiterführung unter dem Dach von Matthes & Seitz Berlin gefunden: Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, und Friederike Jacob, Slawistin und zuletzt Verlagssprecherin (Kein & Aber), werden die Arbeit der Friedenauer Presse fortsetzen / buchmarkt.de
  • Der Reiner-Kunze-Preis 2017 geht in die Ukraine an Petro Rychlo. Das hat ein Preiskomitee entschieden. Verliehen wird die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung am 9. Mai in Oelsnitz / Freie Presse
  • Barbara Hundegger, Erika Wimmer Mazohl , Christoph W. Bauer, Roberta Dapunt, Josef Oberhollenzer und Joseph Zoderer traten auf einer Veranstaltung zu Ehren von Norbert C. Kaser in Bruneck (Südtirol) auf / salto.bz
  • Die Einreichfrist für den Lyrikpreis München 2017 ist Donnerstag, 31. August 2017 http://www.lyrikpreis-muenchen.de/
  • Writer, performance poet and YouTube star Hollie McNish has won 2016’s £5,000 Ted Hughes Award for New Work in Poetry for her collection, a poetic memoir about becoming a parent, Nobody Told Me (Blackfriars, an imprint of Little, Brown). / The Bookseller
  • Andrée Lacelle and Jamaal Jackson Rogers are the City of Ottawa’s first poets laureate in nearly 30 years. / Ottawa Citizen
  • Der haitianische Dichter Joël Des Rosiers erhielt am 25. März im Salon du Livre in Paris den Prix Fetkann 2016 für den Band « Chaux », erschienen 2016 bei éditions Tryptique. / loop haiti
  • Warum haben so viele Poeten Angst davor, über Mutterschaft zu schreiben? fragt der Telegraph

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Lyrikkalender

Noch bis 31. März findet das Festival: Berlin statt.

Bis zum 2. April findet das Poesiefestival Guadelupe statt – zum 7. Mal Mehr

April ist in den USA und in Kanada National Poetry Month. („April is the cruellest month“, Eliot)

Am 1. April 1899 erscheint in Wien die erste Nummer der Zeitschrift Die Fackel von Karl Kraus. „Mein Sündenregister wäre unvollständig, vergäße ich die Erwähnung des Kampfes, den ich in mehreren periodisch erscheinenden Druckschriften seit einer Reihe von Jahren gegen die periodisch erscheinenden Dummheiten und Lächerlichkeiten unseres politischen, gesellschaftlichen und literarischen Lebens geführt habe.“

2. April International Children’s Book Day (Geburtstag von Hans Christian Andersen)

Am 3. April (dem Geburtstag Peter Huchels) erhält Orsolya Kalász in Staufen den Peter-Huchel-Preis 2017. – 1940 Beginn des Massakers von Katyn, bei dem tausende polnische Offiziere und Intellektuelle hingerichtet und im Walde von Katyn verscharrt werden.

Am 4. April 1799 vereinbaren Suzette Gontard und Hölderlin eine geheime Art, Briefe persönlich auszutauschen – immer am 1. Donnerstag eines Monats, bei schönem Wetter; sonst jeweils den nächsten geeigneten Donnerstag. An diesem Tag treffen sie sich bereits am vereinbarten Ort. – 1854 Uraufführung von Faust 2. Teil in Hamburg. – 1896 Erste Ausgabe der Satirezeitschrift Simplicissimus. – 1968 Ermordung von Martin Luther King Jr. in Memphis, Tennessee.

Am 5. April 1794 Hinrichtung von Danton und Desmoulins

Am 6. April 1327 sieht der italienische Dichter Francesco Petrarca in Avignon seine Laura zum ersten Mal. Am 6. April 1348, 21 Jahre später, stirbt sie. Nach der Komposition seines Canzonierefand beides an einem Karfreitag statt, was rein astronomisch nicht zutrifft). Nach den Lehren der Kirchenväter ist der 6. April ein symbolisches Datum: am 6. April ist Adam erschaffen, am gleichen Datum fand die Erbsünde statt und ist Christus gestorben. Am 6. April 1341 kommt Petrarca nach 49 Reisetagen in Rom an, wo ihm die Lorbeerkrone überreicht wird. Es gibt noch weitere Lebensereignisse an einem 6. April (so 1357: da pflanzt er 6 Lorbeerbäume).

6.-9. April Austin International Poetry Festival 2017

Am 7. April 378 v. Chr.: Mondfinsternis wird von babylonischen Astronomen protokolliert. – 1724: Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach wird am Karfreitag (siehe gestern) in Leipzig erstmals aufgeführt.

Geburtstag haben am 1. April 1647: John Wilmot, 2. Earl of Rochester, englischer Dichter, 1730: Salomon Geßner, Schweizer Idyllendichter, Maler und Grafiker, Erfinder des Prosagedichts, 1777: Michel Théodore Leclercq, französischer Dichter, 1812: Friedrich Güll, deutscher Dichter, 1837: Jorge Isaacs, kolumbianischer Schriftsteller, 1851: Kristofer Randers, norwegischer Schriftsteller, 1868: Edmond Rostand, französischer Schriftsteller, 1878: Carl Sternheim, deutscher Schriftsteller, 1881: Octavian Goga, rumänischer Dichter, 1905: Paul Hasluck, australischer Dichter, Gouverneur, 1929: Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller, 1931: Rolf Hochhuth, deutscher Schriftsteller, 1948: Urs Allemann, Schweizer Schriftsteller, 1966: Mesut Hastürk, türkischer Dichter; am 2. April 748: Karl der Große, König und Kaiser, 1628: Constantin Christian Dedekind, deutscher Komponist und Dichter, 1719: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Schriftsteller, 1788: Francisco Balagtas, philippinischer Dichter, 1798: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker, 1805: Hans Christian Andersen, dänischer Schriftsteller, 1806: Friedrich Halm, österreichischer Dichter, 1840: Émile Zola, französischer Schriftsteller, 1884: J. C. Squire, englischer Schriftsteller, 1898: Harindranath Chattopadhyay, indischer Dichter, 1927: Margret Hölle, deutsche Schriftstellerin, 1928: Serge Gainsbourg, französischer Chanson-Dichter und -Sänger, 1929: Ed Dorn, amerikanischer Lyriker, 1945: Anne Waldman, amerikanische Lyrikerin, 1946: Brigitte Struzyk, deutsche Schriftstellerin; am 3. April 1593: George Herbert, englischer Dichter, 1604: Bodo von Hodenberg, deutscher Dichter, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft als der Gehärtete, 1834: Friedrich Emil Rittershaus, deutscher Dichter, 1880: Otto Weininger, österreichischer Philosoph, 1903: Peter Huchel, deutscher Lyriker, 1923: Daniel Hoffman, amerikanischer Lyriker; am 4. April 1515: Ambrosius Lobwasser, deutscher Dichter, Psalemübersetzer, 1661: Uejima Onitsura, japanischer Dichter, 1785: Bettina von Arnim, deutsche Schriftstellerin, 1818: Thomas Mayne Reid, irischamerikanischer Dichter, 1829: Owen Suffolk, australischer Dichter, 1846: Lautréamont (Isidore Ducasse), französischer Schriftsteller, geboren in Uruguay, 1853: Remy de Gourmont, französischer Schriftsteller, 1858: Albert Samain, französischer Lyriker, 1876: Maurice de Vlaminck, französischer Maler und Schriftsteller, 1881: Marie Madeleine (von Puttkamer), deutsche Schriftstellerin, 1889: Makhanlal Chaturvedi, indischer Dichter (Hindi), 1891: Richard Euringer, deutscher Schriftsteller, fanatischer Nazianhänger, 1892: Edith Södergran, schwedische Schriftstellerin, 1902: Stanley G. Weinbaum, amerikanischer Schriftsteller, 1925: Emmett Williams, amerikanischer Schriftsteller, 1928: Maya Angelou, amerikanische Schriftstellerin, 1949: Wolfgang Windhausen, deutscher Lyriker; am 5. April 1578: Tobias Hübner, deutscher Dichter, 1608: Zacharias Lund deutscher Dichter, 1701: Jonathan Krause, deutscher Kirchenlieddichter, 1835: Vítězslav Hálek, tschechischer Dichter, 1837: Algernon Charles Swinburne, britischer Schriftsteller, 1853: Lily Alice Lefevre, kanadische Lyrikerin, 1904: Richard Eberhart, amerikanischer Schriftsteller, 1910: Chaim Grade, jiddischer Dichter aus Vilnius (damals Rußland),  1929: Hugo Claus,  belgischer Schriftsteller, 1932: Bora Ćosić, serbischer Schriftsteller, 1960: Asteris Kutulas, griechischstämmiger Übersetzer, Herausgeber und Musikproduzent, kam 1968 in die DDR; am 6. April 1503: Jakob Micyllus, deutscher Dichter, 1671: Jean-Baptiste Rousseau, französischer Schriftsteller(weder identisch noch verwandt mit Jean-Jacques R.), 1818: Aasmund Olavsson Vinje, norwegischer Dichter, 1861: Stanislas de Guaita, französischer Dichter, 1869: Levon Schant, armenischer Schriftsteller, 1878: Erich Mühsam, deutscher Schriftsteller, 1888: Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter, 1902: Julien Torma, französischer Schriftsteller, 1932: Günter Herburger, deutscher Schriftsteller, 1935: John Pepper Clark, nigerianischer Schriftsteller, 1940: Homero Aridjis, mexikanischer Schriftsteller, 1942: Kabir Stori, afghanischer, paschtunischer Dichter, 1948: Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin; 1979 Uljana Wolf, deutsche Lyrikerin; am 7. April 1770: William Wordsworth, englischer Dichter, 1808: František Matouš Klácel, tschechischer Dichter, 1827: Christian Friedrich Röder, erzgebirgischer Mundartdichter, 1840: Angelo De Gubernatis, italienischer Dichter, 1847: Jens Peter Jacobsen, dänischer Schriftsteller, 1870: Gustav Landauer, deutscher Anarchist und Übersetzer (Shakespeare, Whitman, Wilde, Kropotkin), 1889: Gabriela Mistral, chilenische Dichterin (Nobelpreis 1945), 1899: Joaquim Rubió i Ors, genannt Lo Gayter del Llobregat [der Dudelsackpfeifer vom Llobregat], katalanischer Schriftsteller, führende Figur der katalanischen Renaixença, der Wiederbelebung des Katalanischen als literarischer Sprache, 1904: Hilde Rubinstein, deutsche Malerin und Schriftstellerin, 1911: Hervé Bazin, französischer Schriftsteller, 1946: Herménégilde Chiasson,  kanadischer Dichter akadischer Herkunft, 1982 Gerrit Wustmann, deutscher Lyriker und Übersetzer

Todestage am 1. April 1651: Johann von Hessen-Braubach, Landgraf, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft, 1680: David Denicke, deutscher Jurist und Kirchenlieddichter, 1732: Johann Burckhardt Mencke, deutscher Gelehrter, Verleger und Historiker, als Philander von der Linde Vorsteher der Teutschübenden poetischen Gesellschaft zu Leipzig, 1911: Martin Greif, deutscher Dichter, 2005: Thomas Kling, deutscher Lyriker, 2017 Jewgeni Jewtuschenko, russischer Dichter; am 2. April 1640: Paul Fleming, deutscher Dichter, 1640: Maciej Kazimierz Sarbiewski, polnischer Dichter, 1887: Friedrich Wilhelm Grimme, deutscher Heimatdichter, 1914: Paul Heyse, deutscher Schriftsteller, Nobelpreisträger, 1948: Sabahattin Ali, türkischer Schriftsteller, 1956: Takamura Kōtarō, japanischer Lyriker; am 3. April 1769: Gerhard Tersteegen, deutscher Kirchenlieddichter, 1813: Friederike Brion („Erwache, Friederike / Vertreib die Nacht“), 1825: Otto von Loeben, deutscher Dichter, 1849: Juliusz Słowacki, polnischer Dichter, 1915: Itzhok Lejb Perez, polnischer jiddischsprachiger Schriftsteller, schrieb auch Polnisch und Hebräisch, 1948: Jakob Haringer, deutscher Schriftsteller, 1958: Theodor Kramer, österreichischer Lyriker, 1958: Jaan Kärner, estnischer Schriftsteller, 2016: Lars Gustafsson, schwedischer Schriftsteller; am 4. April 397: Ambrosius von Mailand, Kirchenvater, Hymnendichter, 636: Isidor von Sevilla,  spanischer Kirchenvater, schrieb die erste Enzyklopädie, Schutzpatron des Internet, 968: Abu Firas al-Hamdani, arabischer Dichter, 1423: Hugo von Montfort, österreichischer Dichter, 1669: Johann Michael Moscherosch, deutscher Schriftsteller, 1774: Oliver Goldsmith, irischer Schriftsteller, 1878: Wolf Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Schriftsteller und Übersetzer, 1987: Chögyam Trungpa, tibetischer Guru und Dichter, 2006: Kabir Stori, afghanischer (paschtunischer) Dichter, 2015: Klaus Rifbjerg, dänischer Schriftsteller; am 5. April 1221: Asukai Masatsune, japanischer Waka-Dichter, 1687: Josua Arnd, deutscher Kirchenlieddichter, 1693: Christian Scriver, deutscher Kirchenlieddichter, 1765: Edward Young, englischer Dichter, 1794: Fabre d’Églantine, französischer Dichter, 1817: Samuel Christian Pape, deutscher Schriftsteller, 1864: Alaric Alexander Watts, englischer Dichter, 1883: Louis Friedrich Daniel von Arentsschildt, deutscher Lyriker, 1894: Friedrich Wilhelm Weber, deutscher Schriftsteller, 1941: Elsa Asenijeff, österreichische Schriftstellerin, 1964: Miyoshi Tatsuji, japanischer Lyriker, 1997: Allen Ginsberg, amerikanischer Dichter; am 6. April 912: Notker I. (Notker der Stammler oder Notker der Dichter), Schweizer Dichter und Gelehrter, 1838: José Bonifácio de Andrada, brasilianischer Schriftsteller, 1838: Friedrich Lennig, deutscher Dialektdichter (Mainzer/ Rheinhessisch), 1884: Emanuel Geibel, deutscher Lyriker, 1912: Giovanni Pascoli, italienischer Dichter, 1927: Florence Earle Coates, amerikanische Lyrikerin, 1935: Edwin Arlington Robinson, amerikanischer Dichter, 1944: Isolde Kurz, deutsche Schriftstellerin, 1953: Idris Davies, walisischer Lyriker (Walisisch und Englisch) 1958: Vítězslav Nezval, tschechischer Dichter, 1958: Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller, 1997: Stephan Hermlin, deutscher Dichter, 1997: Jesús López Pacheco, spanischer Schriftsteller, 2012: Heinz Kahlau, deutscher Lyriker, 2012: Reed Whittemore, amerikanischer Lyriker; am 7. April 1614: El Greco, 1668: William Davenant, englischer Dichter, 1842: Henrik Anker Bjerregaard, norwegischer Dichter, 1850: William Lisle Bowles, englischer Dichter, 1875: Georg Herwegh, deutscher Dichter, 1943: Jovan Dučić, bosnisch-serbischer Dichter

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Bücherbord

Neu im L&Poe-Regal:

  • Ann Cotten: Jikiketsygaki. Tsurezuregusa. Ostheim/Rhön: Peter Engstler, 2017
  • Steffen Popp: 118. Gedichte. Berlin: kookbooks, 2017
  • Cia Rinne: L’Usage du Mot. Notes for Soloists. Zaroum. Gedichte. Berlin: Kookbooks, 2017
  • Rozalie Hirs: Gestammelte Werke. Berlin: Kookbooks, 2017 (Reihe Lyrik 39) Englische und Niederländische Originaltexte. Mit Übersetzungen ins Albanische, Chinesische, Deutsche, Englische, Französische, Kroatische, Litauische, Russische, Schwedische, Serbische und Spanische.
  • Chinabox. Neue Lyrik aus der Volksrepublik. Hrsg. Lea Schneider. Ill. Yimeng Wu. Berlin: Verlagshaus Berlin, 2016
  • Yan Jun: internationaler tag der reparatur. übers. von Lea Schneider. Berlin: hochroth, 2016
  • Tzveta Sofronieva: selected affordable studio apartments. Übertr. ins Französische von Jean Portante. Berlin: hochroth, 2015
  • Peter von Matt: Was ist ein Gedicht? Stuttgart: Reclam, 2017
  • Tone Avenstroup: Silene. fünf serien und vier vereinzelte. fem serier og fire løse. Ostheim/Rhön: Peter Engstler, 2016
  • Marion Poschmann: Du ungeseh’ner Blitz. Zur Dichtung Catharina Regina von Greiffenbergs. Heidelberg: Wunderhorn, 2017 (Zwiesprachen)
  • Katharina Schultens: So oder so, an der Naht entlang. Zu Marina Zwetajewa. Heidelberg: Wunderhorn, 2016 (Zwiesprachen)
  • Uljana Wolf: Wandernde Errands. Theresa Hak Kyung Chas translinguale Sendungen. Heidelberg: Wunderhorn, 2016 (Zwiesprachen)
  • Steffen Popp: Panzere diesen Äquator, Mond. Zur Poesie César Vallejos. Heidelberg: Wunderhorn, 2016 (Zwiesprachen)
  • Marcel Beyer: Muskatblut, Muskatblüt. Mit rstübersetzungen von Tristan Marquardt. Heidelberg: Wunderhorn, 2016 (Zwiesprachen)
  • Helmut Seethaler: Texte für Denkende + gegen das Denk-Ende. Wien: hochroth 2017 (2. Aufl.)
  • Anthologia Graeca. Griech.-Dt. Ed. Hermann Beckby. 4 Bd. (Tusculum). München: Ernst Heimeran, 1957
  • Max Hölzer: Gesicht ohne Gesicht. Frankfurt/Main: S. Fischer, 1968. M. Widm. „für Elisabeth“
  • Raymond Queneau & Collectif: Oulipo. In Temps mêlés N°66-67, Verviers 1964. Contributions de Jean Lescure, Jacques Duchâteau, Raymond Queneau, André Blavier… (Mit Anstreichungen Helmlé)

  • Ernst Toller: Gedichte der Gefangen. Ein Sonettenkreis. 2. Aufl. 4.-6. Tsd. München: Kurt Wolff, 1923 (Der jüngste Tag 84)
  • Max Herrmann: Empörung Andacht Ewigkeit. Leipzig: Kurt Wolff o.J. [1918] (Der jüngste Tag 49)
  • Francis Jammes: Die Gebete der Demut. Übertragen von Ernst Stadler. Leipzig: Kurt Wolff, 1917 (Der jüngste Tag 9) 2., verm. Aufl.
  • Hermann Kasack: Aus dem chinesischen Bilderbuch. Zeichnungen von Caspar Neher. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1955
  • Gesang der Liebe zum Leben. Tschechische Lyrik der Gegenwart. Hrsg. Manbfred Jähnichen. Prag: Artia, 1983
  • Max Pieper: Die Ägyptische Literatur. Bruno Meissner: Die Babylonisch-assyrische Literatur. Wildpark-Potsdam: Akadem. Verlagsgesellschaft Athenaion, 1928

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Bienenspäßchen

„Bienenspäßchen“ ist ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat (Polymetrie). Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten, 1. Aufl. 1966, 3. durchges. u. ergänzte Aufl. 2015. Ich kommentiere es Zeile für Zeile – die ersten 17 stehn bereit, hier Vers 18. Etwas für Todesmutige Neugierige.

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Zum Schluß Hansjürgen Bulkowskis Poetopie

trau dich, dem was du weißt, auch zu trauen

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