Lyrikzeitung & Poetry News

25. Mai 2012

91. Lyrikpreis München

Die Nominierten für die erste Lesung am 25. Mai 2012 in München sind

  • Antemanha, Tilly (Frankreich)
  • Patrick Beck, Dresden
  • Kerstin Becker, Dresden
  • Bärbel Klässner, Essen
  • Jörg Neugebauer, Neu-Ulm
  • Katharina Kim Wolff, Hamburg

Die Juroren:

  • Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ
  • Prof. Dr. Rolf Grimminger, Germanist
  • Antonio Pellegrino, Redakteur Literaturkritik BR

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20. April 2012

72. Lieder und Lyrik

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Mit der Lyra begleiten Augusta Laar und Lydia Daher ihre Gedichte zwar nicht. Trotzdem versteht sich der nächste Salon der Dichterinnen in der Pasinger Fabrik als Hommage an die antike Form der Lyrik. Denn die Autorinnen lesen nicht nur aus ihren eben erschienenen Büchern, sondern bringen auch ihre Bands zu ‘Schamrock’ mit, verbinden Lieder und Lyrik. / Süddeutsche Zeitung

28. März 2012

125. Lyrik Kabinett und Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung kooperieren

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die in München ansässige Stiftung Lyrik Kabinett, die sich als einzigartiges, allein der Lyrik gewidmetes literarisches Zentrum erfolgreich im deutschen Sprachraum etabliert hat, kooperieren. Maria Gazzetti, die Leiterin des Kabinetts, hat vor einem Jahr die Veranstaltung „Das Lyrische Quartett“ ins Leben gerufen, das dreimal jährlich stattfindet. Die Akademie wird sich künftig als Institution kontinuierlich an dieser Reihe beteiligen. Dies soll der Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit sein.

“In einer Zeit, in der das Wort Literatur in der Öffentlichkeit oft als Synonym für Roman gebraucht wird, ist es wichtig, die Stimmenvielfalt der gegenwärtigen deutschen Poesie ins öffentliche Gespräch zu bringen. Dieses Ziel verfolgen Lyrik Kabinett und Akademie gemeinsam“, sagt Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er wie auch der Kritiker und Lyriker Harald Hartung, ebenfalls Mitglied der Deutschen Akademie, gehören zum festen Ensemble des Quartetts, dem die Kritikerin Kristina Maidt-Zinke vorsitzt. Die vierte Person der Runde hat Gaststatus und wechselt jeweils zu den Veranstaltungen. Jedes Mal diskutiert das Quartett über vier Lyrikbände: drei Neuerscheinungen und einen Klassiker. „Im gemeinsamen Lesen und im Reden über Gedichte setzen wir an“, sagt Maria Gazzetti, „um zu zeigen: Die Poesie ist lebendig und gesellig.“

Am 18. April 2012 kommt das Lyrische Quartett zum vierten Mal zusammen. Als Gast wird der Verleger und Schriftsteller Michael Krüger dabei sein. Diskutiert wird über:

  • Tanja Dückers: Fundbüro und Verstecke (Schöffling, 2012)
  • Alexander Nitzberg: Farbenklavier (Suhrkamp, 2012)
  • Derek Walcott: Weiße Reiher (Hanser, 2012)
  • Wisława Szymborska: Der Augenblick/Chwila (Suhrkamp, 2005)

Mit der kommenden Veranstaltung wird die Internetseite www.daslyrischequartett.de freigeschaltet. Sie bietet nähere Informationen zu der Reihe: Audiodokumentationen der Veranstaltungen, Biographien der Kritiker, eine Liste der besprochenen Bücher u. a.

Es ist geplant, Ende 2012 eine Empfehlungsliste aus den Lyrikneuerscheinungen des Jahres vorzustellen. Über diese Liste wird ein Gremium aus Lyrik-Kennern und Mitgliedern der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung entscheiden.

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

  • 20. Juni 2012, Gast: Dirk von Petersdorff
  • 28. November 2012 (Gast N.N.)

Veranstaltungsort des Lyrischen Quartetts: Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83a, 80799 München.

5. März 2012

18. Wie Heu

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Emily Dickinsons Leben findet in der Sprache statt. In ihren Gedichten evoziert die Weltverlorene die Welt – irgendwann trägt die Amerikanerin nur noch weiß und verlässt das Zimmer nicht mehr. ‘I wish I were a Hay’ heißt die Schlusszeile des fünfstrophigen Gedichts ‘The Grass so little has to do’. Wie Heu die Tage in der Scheune zu verdämmern, ist der Wunsch des lyrischen Ichs. …

‘I wish I were a Hay’, die jüngste Tanzperformance des Choreographen Stefan Dreher, setzt sich mit dem Naturgedicht auseinander, ist getanzte Lyrik. / Florian Welle, Süddeutsche Zeitung

16. Januar 2012

58. Attack of the Difficult Poems – Angriff der Schwierigen Gedichte

Einsortiert unter: Englisch, USA — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 10:53

Charles Bernstein
liest aus seinen Gedichten Amerikan. englisch

Lesung der deutschen Texte: Norbert Lange, Übersetzungen von Tobias Amslinger, Léonce W. Lupette, Mathias Traxler und Norbert Lange. Die Lesung moderiert Christian Lux.

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 20 Uhr
Veranstaltungsort: Lyrik Kabinett München
Tel.: +49 (0)89 34 62 99 | Eintritt: € 7,- / € 5f-
Mitglieder: freier Eintritt

Charles Bernstein, geb. 1950, erlangte als Lyriker, Theoretiker und Lyrikvermittler eine ungemeine Bedeutung in den USA- Er wird zur Strömung der Language Poets gerechnet, die in den frühen 1970er Jahren auftraten: Politisch links orientiert, subversiv gegenüber der Tradition des gefühlsbestimmten lyrischen „Ich”, verfochten diese Dichter, dass die Sprache die Bedeutung generiert und diktiert und dem Leser eine entscheidende Rolle in der Sinn-Stiftung eines Textes zukommt. Als Gründungsherausgeber der Online-Archive epc (epc-buffalo.edu) und penn.sound machte Bernstein die experimentelle Lyrik zur meistwahrgenommenen Lyrikströmung im Netz. Er unterrichtet derzeit an der University of Pennsylvania.

Norbert Lange, geboren 1978 in Gdingen (Polen), studierte zunächst Kunstgeschichte, Philosophie und Judaistik in Berlin und 2002-2006 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er veröffentlichte in Anthologien und Zeitschriften, produzierte Poetry-Filme und verfasste ein Libretto für eine Kurzoper. 2005 erschien sein erster Gedichtband “Rauhfasern” (Lyrikedition 2000), 2010 der Aufsatzband “Das Geschriebene mit der Schreibhand” (Reinecke & Voss).

11. Januar 2012

45. Königinnen

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Als “Die Königinnen” werden Gomringer und Zeul die Bühne regieren, beide direkt, beide eigenwillig, beide sie selbst. Mit voller Stimmstärke und souveränem Körpereinsatz unterhalten und irritieren sie mit ihren intelligenten und humorvollen Gedichten und Songs. Präsentiert werden die beiden von einer dritten Dame mit eigenwilligen Texten voll Wucht: Lydia Daher. / Sandra Zistl, Die Welt

1. Dezember 2011

2. Lyrisches Quartett

München powert? Erst das Literaturfest (mit einem Füßlein in der Lyrikdiskussion), dann der Lyrikpreis und nun das:

“Das Literarische Quartett” lebt als Lyrik-Veranstaltung auf. Besprochen werden drei interessante Neuerscheinungen und der Klassiker Heiner Müller: So heftig wie bei ihm geht es in heutigen Gedichten nicht mal zu, wenn bei Tisch die Geliebte tot umkippt. …

John Burnside ist einer der Dichter, die am Mittwoch in München vorgestellt werden, wenn dort ein altbekanntes Format unter leicht veränderten Titel auflebt. “Das lyrische Quartett” heißt es – und wird es auch nicht im Fernsehen übertragen, so sind die Teilnehmer von ähnlichem Gewicht wie einst die Runde um Marcel Reich-Ranicki: Heinrich Detering, Wissenschaftler, Kritiker und als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verantwortlich für die höchste bundesdeutsche Literaturauszeichnung, den Büchner-Preis. Die “SZ”-Autorin Kristina Maidt-Zinke, der Schriftsteller und Kritiker Harald Hartung, und, diesmal als Gast dabei, Joachim Sartorius, elder statesmen des West-Berliner Kulturlebens.

Dabei stellt sich heraus, daß die Dichter verschieden sind:

Zander unterscheidet sich deutlich von Müller. Noch viel verschiedener sind, gerade weil sie zum Teil ähnliche Themen behandeln, Judith Zander und Christian Lehnert.

/ Sebastian Hammelehle, Spiegel

29. November 2011

123. Münchner Lyrikpreis

Zum zweiten Mal hatte das Münchner Literaturbüro einen mit 1000 Euro dotierten Lyrikpreis ausgeschrieben. Rund 500 Autoren hatten Gedichte eingereicht. Eine Vorjury lud jeweils zwischen sechs und acht Autoren zu drei Vorrunden. Die acht Lyriker, die sich dort durchgesetzt hatten, bestritten am Samstagabend im Gasteig das zwar langwierige, aber spannende Finale vor einem fachkundigen Publikum. Rolf Grimminger, Sprecher der Jury, war am Ende des Lobes voll über das hohe Niveau der Veranstaltung. Tatsächlich hatten die Juroren – neben dem Germanisten Rolf Grimminger Eva-Elisabeth Fischer (Süddeutsche Zeitung), Antonio Pellegrino (Bayerischer Rundfunk) und Christian Lux (Luxbooks) – nur in einem Fall Anlass, über Langeweile zu klagen und sich über naive, wenig originelle Stilübungen zu mokieren.

An Sandra Trojans Gedichte reichte freilich an diesem Abend kein anderer Text heran. Die 32-Jährige aus Nordrhein-Westfalen verfügt über eine ausgefeilte Metaphorik und eine Fülle oft surreal anmutender Bilder. ‘Das ist das letzte Gedicht / das ich/ dir schreiben werde. Nichts ist / wie du es erwartest: eine Reihe aus Bildern ohne Bilder, in denen die Wände nur weiß sind und nichts / zeigen außer sich selbst.’ Eigenständig im Ton schreibt sie in einer intensiven, sinnlichen Sprache, die bei aller dunklen Mehrdeutigkeit und Unschärfe nie kopflastig gerät. Die Qualität ihrer Texte ließ sich auch an der Sprachlosigkeit der Jury erkennen. Mühsam rang sie sich schließlich zu etwas banalen Bemerkungen durch und attestierte Trojan, sie beherrsche einfach die Kunst des Dichtens. …

Für eine wunderbare Abwechslung im Reigen der Lyriker, die ihre Texte überwiegend doch brav und partiell auch etwas zu bedeutungsschwanger vortrugen, sorgte die Performance von Walter Fabian Schmid. Der 28-Jährige inszenierte seine komplexe, lautmalerische Poesie mit witzigem Körper- und Stimmeinsatz. Er spielt mit Slangs und Dialekten, äußert unverblümt und ab und an auch sehr derb dringend notwendige Zeitkritik. Ihm wurde zum Verhängnis, dass die Jury seine Gedichte schwer lesbar fand und bekrittelte, man brauche den Dichter im Ohr, um die Texte zu verstehen, ein eigenartiges Argument angesichts der Tradition, in der Lautpoesie steht. / Sabine Reithmaier, Süddeutsche Zeitung (Stadtausgabe) 28.11.

Eine lobende Erwähnung sprach die Jury dem gleichfalls aus Leipzig stammenden Sascha Kokot aus, der in diesem Jahr auch als Finalist beim Leonce-und-Lena-Wettbewerb gelesen hatte.

Zu den weiteren Finalisten gehörten: Sabina Lorenz, Marie T. Martin, Walter Fabian Schmid, Bastian Schneider, Martina Weber sowie Janin Wölke, die jedoch nicht selbst vor Ort sein konnte. / Poetenladen

20. November 2011

90. Großer Lyrikdiebstahl …

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , , — lyrikzeitung @ 02:50

 beim Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin. In der vergangenen Woche wurden 20 hochroth Bände gestohlen. Wir sind erschüttert, aber fühlen uns geehrt. Wir bitten dennoch von Nachahmungen abzusehen!

Neuerscheinungen: Liao Yiwu / Ivo Sachs / Sandra Beasley

hochroth ist ein Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Durch neue Produktions- und Vertriebswege werden schwerverkaufbare Bücher unters Volk gebracht. Die Finanzierung erfolgt allein aus dem Buchverkauf.

Aufgabe

Förderung innovativer Schriften; insbesondere Lyrik.

Die Bücher sind bei Dussmann das Kulturkaufhaus (Berlin, Friedrichstr.) erhältlich.

Das vollständige Verlagsprogramm kann im Lyrikkabinett, München eingesehen werden.

beckendorf@hochroth.de

http://www.hochroth.de

16. November 2011

67. Geschwister-Scholl-Preis für Liao Yiwu

Einsortiert unter: Deutsch — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 02:10

Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu hat den Geschwister-Scholl-Preis erhalten. Die Auszeichnung bekam er für sein Buch Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen. “Liao Yiwus Buch ist auch ein Buch über Beziehungen. Die Beziehung zu seinem Land, das man Heimat nennen möchte und nicht kann”, sagte Laudatorin und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Liao Yiwu sei “ein großer Künstler und ein mutiger Chronist zugleich”, hieß es in der Jury-Begründung. / Zeit

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