Lyrikzeitung & Poetry News

20. März 2012

84. “Zentrum der lyrischen Gesamtkultur”

Auch t-online macht sich um Lyriknachrichten verdient. Eben wieder:

Das Zentrum der Volkspoesie befindet sich in einem unscheinbaren Büroraum in der Frankfurter Innenstadt. Nur die unmittelbare Nachbarschaft zum Geburtshaus Johann Wolfgang von Goethes erinnert an Lyrik. Und doch laufen hier die Fäden des “Jahrbuchs für das neue Gedicht” zusammen – ein Band mit gut 5.000, größtenteils von Hobbydichtern eingereichten Werken.

Die “Frankfurter Bibliothek” bündelt nicht vorrangig Werke der Hochliteratur, sondern vielmehr Zeugnisse der lyrischen Gesamtkultur, “Gedichte aus der Mitte der Gesellschaft”, betont Markus von Hänsel-Hohenhausen, Begründer der herausgebenden Brentano-Gesellschaft. “Neben Spitzenleistungen drucken wir vor allem Gelegenheitsdichtungen und Verse aus dem Alltag ab.”

Ists auch nicht Lyrik, hat es doch Methode. Krämer siehst du, aber keine Dichter (heute ist Hölderlins Geburtstag – auch einer, der aus Frankfurt verjagt wurde…) Goethe wußte, warum er da wegging, und Ulla Berkewicz… Aber der zweite Satz hat einen Beigeschmack von Wahrheit, wenn auch vielleicht unfreiwillig.

9. Februar 2012

32. Arabische Kulturrevolution

Einsortiert unter: Algerien, Arabisch, Ägypten, Irak — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 08:26

‘Hast du jemals davon geträumt, dass die einfachen Leute auf die Straße gehen und “nein” sagen könnten?’ Der aus dem Irak Saddam Husseins geflohene, heute in Deutschland lebende Schriftsteller und Lyriker Abbas Khider – Verfasser des Romans ‘Der falsche Inder’ (Edition Nautilus) – stellte diese Frage seiner ägyptischen Kollegin Mansura Eseddin bei den Arabischen Literaturtagen an diesem Wochenende in Frankfurt.  …

Auffällig an diesen Literaturtagen war, in welchem Maße schreibende Frauen diskursbestimmend waren. Man ahnt im Gegenzug die Krise der patriarchalischen arabisch-männlichen Identitäten. Vielleicht sind ja die Frauen das Subjekt einer arabischen Kulturrevolution, die bereits im Gange ist und auch keines Voltaire mehr bedarf, dessen Fehlen Boualem Sansal beklagte. Wenn das kein ‘arabischer Traum’ ist, wie jener, von dem Abbas Khider in Frankfurt als ‘von einer neuen Art Liebe’ sprach. Das wäre dann auch Politik und erst recht Literatur. / VOLKER BREIDECKER, Süddeutsche Zeitung 23.1.

27. Januar 2012

104. Ansage

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 09:36

“Und auch Lyrik werde es immer geben, sagt Hückstädt, `das ist nicht verhandelbar´”.

Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt) in der FAZ v. 26.1., Seite 32

7. Januar 2012

25. Wegbereiter

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 06:30

Zu Hübschs erstem Todestag erinnerten Freunde und Bewunderer nun in der Frankfurter Batschkapp an den Autor, der als einer der Wegbereiter alternativer Literaturformen wie Poetry Slam oder Social Beat gilt. Hübschs lyrisches Werk war von einer großen Liebe zur Musik durchdrungen, was bei seinen Lesungen spürbar war, die eher an explosive Rockkonzerte als an gepflegte Salonkultur erinnerten. Die Batschkapp war deshalb ein mehr als geeigneter Ort für den Gedenkabend, zumal Hübsch dort selbst während der Buchmesse einige Male eigens für diese Gelegenheit verfasste Gedichte vortrug, übrigens ausgerechnet bei der beliebten Disco-Veranstaltung „Idiot Ballroom“. Die mit Musik unterlegten Performances sollen zwar nicht für einhellige Begeisterung gesorgt haben, mündeten aber in Hübschs Buch „Die Batschkapp-Gedichte“, die der Autor, Musiker und Verleger Robsie Richter in seinem Verlag „Kopfzerschmettern-Medien“ veröffentlichte. / CHRISTIAN RIETHMÜLLER, FAZ

6. Januar 2012

21. Hadayatullah Hübsch Memorial Beat

Auf den Tag ein Jahr nach dem Tod von Hadayatullah Hübsch gedachten Freunde, Fans und Familie des Verstorbenen – in der Frankfurter “Batschkapp”, einer seiner früheren Wirkungsstätten. …

Hübschs Auftritte in dem Frankfurter Tanztempel sind legendär. An den Buchmessen-Samstagen erschreckte Hübsch regelmäßig das tanzwillige Jungvolk in der “Batschkapp” mit seinen Beatgedichten. Wild und wüst waren die bisweilen, wie das Gedicht “Leben”, dass Hübsch mit ganzem Körpereinsatz und auch stimmlich aus vollem Leib vorzutragen pflegte und das vor allem aus der immer wiederkehrenden Abfolge der Worte “Arbeiten” und “Drogen” besteht. …

“Leben” jedenfalls kam in der “Batschkapp” drei Mal zum Vortrag. Einmal von Hübsch selbst – per Video, der Protagonist war ja leider verhindert. Dann von Alexander Pfeiffer, der sich redlich mühte und heute Vorsitzender des hessischen Schriftstellerverbands und damit einer der Nachfolger Hübschs in dieser Position ist. Und als bemerkenswerte Punkrockversion der Band “Johnny Hates Rock” von Hübschs Dichterfreund Robsie Richter, die zu diesem Zeitpunkt am Ende die Halle aber leider schon fast leergespielt hatte. Der Beatdichter Hübsch, der Pate von jüngeren Bewegungen, die unter Etiketten wie “Social Beat” und “Poetry Slam” laufen, stand im Mittelpunkt des Abends, Menschen, die ihn als Künstler schätzten und als Mensch mochten, standen auf der Bühne. …

Neben Pfeiffer und Richter etwa der Soundpoet Dirk Hülstrunk, der mit Pfeiffer moderierte, Kersten Flenter mit seinen klugen Gedichten und der liebenswürdige Theo Köppen aus Göttingen, der mit Hübsch Gedichte tauschte. Musikalisch trugen die “Double Dylans” mit schrägen und coolen Folksongs über Rettiche und Bekehrungen und Tom Ripphahn mit Jocco-Abendroth-Liedern zum Gelingen bei. …

Gleich zu Beginn kündigten Alexander Pfeiffer und Dirk Hülstrunk die von Stadt und Land geförderte Veranstaltung als “1. Hadayatullah Hübsch Memorial Beat” an. Das setzt voraus, das weitere folgen sollen. Das wäre schön. / Thomas Kurtenbach, Frankfurter Neue Presse

28. November 2011

118. Forever Young

HADAYATULLAH HÜBSCH
Beats und Poetry
1. Poetry Memorial für
Paul Gerhard “Pidschie” HADAYATULLAH HÜBSCH

Live-Poetry-Performances von u.a.

Theo Köppen (Göttingen)
Kersten Flenter (Hannover)
Robsie Richter (Hanau)
Alexander Pfeiffer (Wiesbaden)
Dirk Hülstrunk (Frankfurt)
Ken Yamamoto

Musik:
Die Double Dylans (Frankfurt)
Jonny hates Rock (Band, Hanau)
Wolfgang Wüsteney
Kurzauftritt: Tom Ripphahn (Hands on the Wheel) singt Jocco Abendroth
und Überraschungsgäste
plus Büchertisch, Projektionen

Über Hadayatullah Hübsch:
Geboren am 08.01.1946 in Chemnitz, lebte in Frankfurt am Main, Kommune 1 in Berlin, betrieb Ende der 60er in Frankfurt den “Heidi loves you Shop” (Deutschlands erster Hippie-Head-Shop), erster Gedichtband 1969 bei Luchterhand, Kriegsdienstverweigerer, schrieb u.a. für das Feuilleton der FAZ, konvertiert zum Islam, langjähriger Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller in Hessen, Mitbegründer der Dichtergruppe 60/90, Leiter des Verlags “Der Islam”, Herausgeber der Zeitschrift “Holunderground”, Namensvater des ersten Social-Beat Festivals in Berlin 1996, Wahl zum “Deutschen Literatur-Meister”, der Kölner Express nannte  ihn “Bühnen-Vulkan”.
Gestorben am 04.01.2011, beerdigt in Frankfurt an seinem 65. Geburtstag.

Hadayatullah Hübsch @ Facebook
Ariel-Verlag
Kulturpass

17. Oktober 2011

73. Open Mike – Die Termine

Das Mikro ist offen: 15 Minuten beim open mike

Für 23 junge Autoren entscheiden beim open mike 15 Minuten über den Erfolg. Ausgewählt aus über 700 Einsendungen, ist für sie beim Finale am 5. und 6. November in der Wabe in Berlin 15 Minuten das Mikro geöffnet, um Jury und Publikum von ihren Texten zu überzeugen und die versammelte literarische Welt auf sich aufmerksam zu machen. Drei Preise können die Juroren Felicitas Hoppe, Tilman Rammstedt und Kathrin Schmidt vergeben, einen für Lyrik. Insgesamt steht ein Preisgeld von 7500 EUR zur Verfügung. Dem Gewinner des Preises der taz-Publikumsjury winkt ein Textabdruck in der taz.

Der open mike bietet über den Wettbewerb hinaus mit Lesereise, Autoren-Workshop, Kolloquium und Schreibwerkstätten eine umfassende literarische Nachwuchsförderung.
Das Wettbewerbswochenende wird durch ein Rahmenprogramm ergänzt: Autoren und Wissenschaftler diskutieren am Vortag des Wettbewerbs in einem Kolloquium das Politische in der Literatur mit open mike-Teilnehmern der letzten Jahre. Am Vorabend stellen mit Konstantin Ames, Sebastian Polmans und Rabea Edel traditionell ehemalige open miker ihre neuen Bücher vor. Direkt nach dem Wettbewerb geht es für die Gewinner nach Frankfurt, Zürich und Wien, wo sie sich und ihre Texte der literarischen Öffentlichkeit vorstellen, begleitet von Juror Tilman Rammstedt. Beim Workshop im Februar 2012 kommen alle Finalisten noch mal zusammen und arbeiten in konzentrierter Atmosphäre mit Autoren und Lektoren an ihren Texten.
Auch für ganz junge Autoren gibt es ein Angebot: Kostenlose Prosa- und Lyrik- Schreibwerkstätten für junge Autoren von 16-23 Jahren bieten die ehemaligen open miker Tom Schulz in Berlin und Thomas von Steinaecker in Frankfurt am Main an, “open poems“ und „open writing“, beide starten in der Woche nach dem open mike.

Die Wettbewerbstexte des 19. open mike erscheinen als Anthologie im Allitera Verlag und sind ab dem 2.11.2011 in den Buchhandlungen Anakoluth, Prenzlauer Berg, und ebertundweber, Kreuzberg, erhältlich, danach im Buchhandel oder unter www.allitera.de.
Am 13.11.2011 um 0:05 Uhr sendet Deutschlandradio Kultur die Reportage „19. open mike“.

Der 19. open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit der WABE und dem Allitera Verlag.

Termine

Freitag, 4.11.2011, 14 -18 Uhr
Kolloquium „Was macht einen Text politisch?“
- Nur auf Einladung -
Podium: Andres Veiel (Regisseur und Autor), Thomas Ernst (Literaturwissenschaftler), Tom Schulz (Autor), Katja Lange-Müller (Autorin)
Moderation: Ina Hartwig (Literaturkritikerin, Frankfurt)
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97/Kulturbrauerei, 10435 Berlin

Freitag, 4.11.2011, 20 Uhr
Leben und Schreiben nach dem open mike
In Lesung und Gespräch: Konstantin Ames (Berlin), Rabea Edel (Berlin), Sebastian Polmans (Niederkrüchten)
Moderation: Karin Heyl (Crespo Foundation, Frankfurt)
Ort: WABE , Danziger Str.101, 10405 Berlin, Eintritt 5 EUR/erm. 3 EUR

19. open mike – Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik
Samstag, 5.11. 2011
ab 14 Uhr: Lesungen 19. open mike
Sonntag, 6.11. 2011
ab 12 Uhr: Lesungen 19. open mike
ca. 16.45 Uhr: Bekanntgabe der Preisträger des 19. open mike durch die Juroren Felicitas Hoppe, Kathrin Schmidt und Tilman Rammstedt
Ort: WABE , Danziger Str.101, 10405 Berlin, Eintritt frei

Lesereise der open mike-Preisträger 2011
Mittwoch, 9.11.11, 20 Uhr
Literaturhaus Zürich
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, CH-8001 Zürich
www.literaturhaus.ch

Donnerstag, 10.11.11, 19 Uhr
Literaturhaus Wien
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, A-1070 Wien
www.literaturhaus.at

Freitag, 11.11.11, 20 Uhr
open mike@ orange peel
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: orange peel, Kaiserstraße 39, 60309 Frankfurt am Main
www.orange-peel.de

Die Lesereise zum 19. open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich, dem Literaturhaus Wien und Volltext im Rahmen der BUCHWIEN Lesefestwoche und text&beat@orangepeel.

Schreibwerkstätten

Ab 9.11. 2011
Open poems
Lyrik-Schreibwerkstatt für junge Dichter von 16–23 Jahren.
Leitung: Tom Schulz
open poems findet jeden zweiten Mittwoch statt, jeweils von 17:00 bis 18:30 Uhr.
Termine 2011: 9.11., 23.11., 7.12., 21.12.
Anmeldung erforderlich unter: mail@literaturwerkstatt.org
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97/Kulturbrauerei, 10435 Berlin

Ab 11.11.2011
Open writing
Prosa-Schreibwerkstatt für junge Autoren von 17 bis 23 Jahren.
Leitung: Thomas v. Steinaecker
Open writing findet an insgesamt neun Freitagen von 14 bis 18 Uhr statt, Termine und Infos unter: www.crespo-foundation.de
Bewerbung (2-5 Seiten Prosa und Lebenslauf) bis zum 11.10. an: Katrin Krampe, Crespo Foundation, Tel. 069 – 27 10 7950, katrin.krampe@crespo-foundation.de
Ort: Crespo Foundation, Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

9. Oktober 2011

39. Frage

Einsortiert unter: Deutsch — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 13:29

von Norbert Mayer (Die Presse):

Ist Frankfurt am Main mit seiner Buchmesse tatsächlich Hauptstadt der Weltliteratur? Oder nicht doch München mit seiner Liebe zur Lyrik?

6. September 2011

26. Gernhardt-Preis für Gsella und Göritz

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 11:30

Komisch ist die Lyrik von Thomas Gsella (53), auch wenn die Pointen des ehemaligen Chefredakteurs des Satiremagazins “Titanic” manchmal dafür sorgen, dass das anfangs laute Lachen schnell leiser wird, wenn der Leser sich dabei ertappt, dass er sich über politisch Unkorrektes freut. …

[Er und Matthias Göritz] erhielten gestern im Hessischen Literaturforum den mit insgesamt 24 000 Euro dotierten Gernhardt-Preis, den das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit der Helaba und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen-Thüringen vergibt.

Die beiden so unterschiedlichen Autoren erhielten gestern im Hessischen Literaturforum den mit insgesamt 24 000 Euro dotierten Gernhardt-Preis, den das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit der Helaba und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen-Thüringen vergibt. Da der Preis hessischen Schriftstellern die Realisierung eines “größeren literarischen Vorhabens” ermöglichen soll, sind die gekürten Werke noch im Entstehen begriffen. …

Der Lyriker und Satiriker Thomas Gsella wurde für sein Lyrikprojekt “Tiere & Reime” prämiert, dass sich auf Zeichnungen der Karikaturisten Greser & Lenz bezieht. “Beide Kunstformen bereichern sich gegenseitig, sie kommentieren einander, sie kommunizieren miteinander”, urteilte die Jury. / Thomas Scholz, Frankfurter Neue Presse 6.9.

29. August 2011

129. Auszeichnung

Einsortiert unter: Arabisch, Deutschland, Syrien — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 09:45

In den Tagen des arabischen Frühlings, der täglich Menschenopfer fordert, klingen diese frühen Zeilen natürlich vage und geradezu enthaltsam, weswegen Adonis’ Auszeichnung auch gelegentlich kritisiert wurde. Doch der Dichter kann auch anders. Um das zu zeigen, zitierte Sartorius einen Artikel, der vor drei Monaten in der Londoner Tageszeitung “Al-Hayat” erschien: Die Arbeit der revolutionären Bewegungen werde “erst abgeschlossen sein, wenn Rechtsprechung, Bildungswesen und Sicherheitsapparat vollständig und umfassend von der Politik entkoppelt werden, wenn die Frauen ihr vollständigen bürgerlichen Rechte erhalten, bei absoluter Gleichstellung mit ihren männlichen Mitbürgern.”

In der Lyrik erklingen solche Töne natürlich nicht, und deswegen hob Sartorius Adonis’ Hoffnung auf “einen befreiten Islam” hervor, “der die heutigen Imame entmachtet und an die unkonventionellen vorislamischen Denker des frühen Mittelalters anschließt”. / Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse zur Verleihung des Goethepreises an den Dichter Adonis

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