Kategorie: Europa

12. Klangkörper Nil

Poesiefestival Berlin (Programm) Mo 4.6. 20:00 Uhr Akademie der Künste, Hanseatenweg, Studiofoyer, Eintritt € 8 / 5 Mit Al-Saddiq Al-Raddi Dichter, Herausgeber von Al-Sudani newspaper, Sudan Euphrase Kezilahabi Dichter, Philosoph, Tansania Ngwatilo Mawiyoo Dichterin, Schauspielerin, Musikerin, Kenia Fatima Naoot Dichterin, Übersetzerin, Ägypten, Hama Tuma Dichter, Äthiopien / Frankreich  Moderation Laura López Castro Musikerin, Berlin »Klangkörper Nil« stellt den Farbreichtum… Continue Reading „12. Klangkörper Nil“

10. Verödet

Verödet. Ich bin ein verwirrtes Wesen, seit sie nicht mehr da ist. Ein verirrtes? Ein Buchstabe weniger, den hätte sie sicher eingespart. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Zum 80. Geburtstag: für meine verstorbene beste Freundin Elfriede Gerstl. / Elfriede Jelinek,… Continue Reading „10. Verödet“

9. Fleiß & Müßiggang

Der fleißige Mann, Peter Hacks, hatte schon im Stall von Bethlehem himmelschreiende Zustände ausgemacht: „Herumtreiber, Ochsen, Esel, Clowns. / Das ist ein wahrer Ort des Grauns. / Was auf der Welt die Ordnung scheut und gammelt, / Find ich in diesem Loch versammelt“, läßt… Continue Reading „9. Fleiß & Müßiggang“

8. abcdefghijklmnopqrstuvwxyz

Der Wiener Digitalpoet Jörg Piringer hingegen sieht innerhalb der Medienkunstszene eine enorme Erwartungshaltung in Bezug auf die Weiterentwicklung mobiler Geräte. In seiner Alphabet-Arbeit ‚abcdefghijklmnopqrstuvwxyz‘ erweckt er Buchstaben auf der Leinwand zum Leben, belegt sie in Live-Performances mit dem Klang seiner Stimme und lässt sie… Continue Reading „8. abcdefghijklmnopqrstuvwxyz“

7. Lyrikmarkt

Poesiefestival Berlin (Programm) Samstag, 02.06. Poets‘ Corner Sa 2.6. ab 13:00
 Uhr In den Bezirken, Eintritt frei Die Dichter Berlins erobern die Stadt. Sommerlesungen in den Bezirken. 13:00–15:00 Uhr Neukölln: open air. Vor dem Kreativraum an der Galerie im Körnerpark. Mit Norbert Lange, Jinn Pogy,… Continue Reading „7. Lyrikmarkt“

6. Schottische Lyrik

„Jaja“, sagt er, „es ist dick, unhandlich, aber auch sehr voll.“ Iain Galbraith, seit 1982 Wiesbadener, obwohl in Glasgow geboren, hat sein neues Buch mitgebracht: 545 Seiten dick, über ein Kilo schwer und voller Gedichte. Schottischer Gedichte. Denn „ich bin Schotte und möchte, dass… Continue Reading „6. Schottische Lyrik“

4. Weniger Theater

Mehr Film, weniger Theater möchte man den immer wieder Trakl-Verse zitierenden Schauspielern bisweilen zurufen. Die Dialoge sind oft pathetisch. Und die hingebungsvolle Darstellung der an multipler Drogensucht leidenden Familie sorgt für unfreiwillige Komik. Etwa wenn die Mutter beim Zusammentreffen mit den anstrengenden Kindern stets… Continue Reading „4. Weniger Theater“

3. Vermeintlich einfach

Besonders ist für mich das vermeintlich Einfache. Fried berührt mit seiner Lyrik und Prosa die Menschen, die nicht zu intensiv interpretieren wollen, als auch die Menschen, die sich von seiner philosophischen Wortgewalt in den Bann ziehen lassen wollen. / Oberösterreichische Nachrichten

2. Verdikt

1951 meinte der Kulturphilosoph Theodor W. Adorno: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“. Das klingt endgültig, auch wenn er diese radikale These später relativiert hat. Es muss wohl offen bleiben, ob er sein Verdikt auch auf solche Literatur bezog, in denen über… Continue Reading „2. Verdikt“

1. Erich Fried Preis 2012 für Nico Bleutge

Der junge* deutsche Dichter Nico Bleutge erhält den mit 15.000 Euro dotierten Erich Fried Preis 2012 – so hat es in diesem Jahr der alleinige Juror, der Autor Lutz Seiler, bestimmt. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 25. November 2012 im Literaturhaus Wien statt… Continue Reading „1. Erich Fried Preis 2012 für Nico Bleutge“

118. Paradoxon der Übersetzung

Die Lebendigkeit und Präzision, die ich mit dem Bild auf dem Umschlag assoziiere, findet sich in allen Gedichten wieder; mit Miron Białoszewski hat der Verlag nach Aloysius Bertrand und Georg Hoprich erneut einen Autor der Vergessenheit entrissen, der nie hätte in Vergessenheit geraten dürfen;… Continue Reading „118. Paradoxon der Übersetzung“

117. Fragil labial

Ähnlich wie das „O“ und das „I“, das Runde und das Gestreckte, in den „Honigprotokollen“ aufeinandertreffen, die runde Vollständigkeit allein aber der „Hohn“ ist, wandert Rinck virtuos durch das „Weltinnenall des Binnenreims“, bis hin zu Rilke. Häufig erinnert die Lautstruktur an gleichsam umarmende Binnenreime,… Continue Reading „117. Fragil labial“

116. Sie könnens nicht

Der Standard kanns, die FAS kanns, die taz kanns, ja sogar die Lyrikzeitung kann es – die „Welt“ kanns nicht. Oder finden Sie das witzig?

115. Lenaupreis an zwei Lyriker

Therese Chromik, Lyrikerin und von 2000 bis 2007 Direktorin der Theodor-Storm-Schule, ist im baden-württembergischen Esslingen abermals mit einem Literaturpreis ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit dem Tübinger Lyriker Karl Corino erhielt die Wahl-Kielerin den Nikolaus-Lenau-Preis 2012. Vergeben wird die renommierte Auszeichnung von der Stadt Esslingen und… Continue Reading „115. Lenaupreis an zwei Lyriker“

114. Pfingst-Posse

Was zeigt die kleine Pfingst-Posse? Im Netz verbreiten sich Fehlinterpretationen rasend schnell, wie mal wieder zu beweisen war. Sie klären sich dann aber auch recht schnell wieder auf – zahlreiche Twitter-Nutzer hatten das Stück dann doch als Satire erkannt. Und: Grass-Werkstücke haben seit seinem Israel-Gedicht an Gravitas eingebüßt. Selbst… Continue Reading „114. Pfingst-Posse“