Schlagwort: Joachim Güntner

4. Die hören nicht auf

Gerade kam, zusammengestellt von Sascha Feuchert und Jürgen Krätzer, Heft 250 heraus. Das Sujet diesmal: Literaturzeitschriften. Man könnte Selbstbespiegelung mutmassen, tatsächlich aber führt der über dreihundert Seiten starke Band auf ein Gelände, das mit passioniertem Engagement sehr viel, mit Narzissmus aber recht wenig zu…

31. Talent ohne Geld hilft wenig

Goethes eigene Haushaltsführung war aufwendig, sein gesamtes Ministergehalt ging dafür drauf. Ein Wanddiagramm in der Ausstellung zeigt allerdings, dass der Dichter Einkünfte aus vielfältigen Quellen bezog. Die Honorare machten dabei, aufs Ganze seines Lebens gesehen, den dicksten Batzen aus. Eine «halbe Million» seines Privatvermögens,…

97. Zu teuer für öffentlich

Pech für die Stiftung Weimarer Klassik und die Öffentlichkeit: Die überraschend aufgetauchte Reinschrift von Friedrich Schillers berühmter «Ode an die Freude» gelangt in Privatbesitz. Bei der zweitägigen Autografen-Auktion, welche die Antiquariate Moirandat (Basel) und Stargardt (Berlin) am Freitag im grossen Saal von Basels Schmiedenhof…

120. «Deutscher Geist. Ein amerikanischer Traum»

Amerikanische Bezüge fehlen bei Lessing und Lasker-Schüler, aber zugestehen muss man, dass die strikt alphabetische Ordnung der Exponate kuriose Nachbarschaften stiftet: Ein Typoskript Ingeborg Bachmanns kommt neben Walter Benjamins erster Reinschrift der «Berliner Kindheit um 1900» zu liegen; ein Zettelkasten Hans Blumenbergs, der einen…

70. Deutscher Buchpreis an Kathrin Schmidt

Es ist zwar keine Lyrik, aber schließlich schreibt Kathrin Schmidt auch schöne Gedichte. Einige findet man beim Poetenladen (ich setze einen Link, damit keiner sagt, er hat es nicht gefunden). L&Poe gratuliert herzlich! Hier ein Bericht von Joachim Güntner, NZZ 12.10.

17. Kult mit Knochen

Friedrich Schillers Sarg in Weimar ist heute leer, denn die Gebeine darin haben sich als unecht erwiesen. Zwei Jahrhunderte lang trieben Wissenschaft und Kunstgewerbe Kult mit Schädel und Totenmaske des Dichters. Joachim Güntner, NZZ 2.10.

Literaturarbeiter – Büchnerpreis für Hilbig

Als Wolfgang Hilbig 1965 bei einem Zirkel schreibender Arbeiter mitmachte und bei Lyrikseminaren der DDR-Arbeiterfestspiele, war ziemlich klar, dass es bald zu Unstimmigkeiten kommen würde. „Einmal habe ich die DDR-Nationalhymne parodiert, das hieß dann bei mir: ,Auferstanden aus Urinen und dem Wohlstand zugewandt.‘ Da…

Hans Rössner

Neues über die SS- und NS-Vergangenheit des Piper-Verlagsleiters Hans Rössner (der Hannah Arendt und die Mitscherlichs betreute): 1937 attackierte er in einer mit «ausgezeichnet» bewerteten Dissertation die «geistige Verjudung» des George-Kreises, wobei Stefan Georges dichterischer Rang unangetastet bleiben sollte. … [Sprung:] Und als Ingeborg…