Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Bayrische Landesverfassung Artikel 131 Ziele der Bildung (1) Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. (2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit,… Continue Reading „22. Habemus Bubim“
der beschriftete sessel für harry & angelika ich haben ein sessel stehn JANDL groß hinten drauf wenn ich mal nicht wissen sein ich´s oder sein ich´s nicht ich mich nur hinsetzen müssen und warten bis von hinten wer kommen und mir´s flüstern Das Gedicht… Continue Reading „121. Meine Anthologie 28: Ernst Jandl, der beschriftete sessel“
2001 wurde der Ernst-Jandl-Preis initiiert, der mittlerweile alle zwei Jahre verliehen wird. 2009 wurden alle beim Preis lesenden Autorinnen und Autoren sowie die Jurymitglieder gebeten, sich künstlerisch mit einem Jandl-Gedicht auseinanderzusetzen. Das Ergebnis dieser Arbeiten liegt nun in Buchform vor: von Jandl weg auf… Continue Reading „142. von Jandl weg auf Jandl zu“
Wer schafft es schon, mit Genuss mehr als vier oder fünf Gedichte hintereinander zu lesen? fragt einmaleingedicht, „das lyrische Langzeitprojekt“ des Münchner Frühling Verlags. Gut, wir kennen ein paar, die es schaffen. Das Projekt klingt dennoch nicht uninteressant: Wir haben uns vorgenommen, über die… Continue Reading „123. einmaleingedicht“
Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an die 1924 in Wien geborene Dichterin Friederike Mayröcker. Die Jury würdigte in ihrer Sitzung am 15. und 16. Januar 2010 in Freiburg den im Suhrkamp-Verlag erschienenen Band „dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif“ als herausragende Neuerscheinung… Continue Reading „74. Peter-Huchel-Preis 2010 für Friederike Mayröcker“
Carl-Christian Elze fliegen wenn menschen fliegen, ist das kein fliegen wenn vögel fliegen, ist das kein fliegen fliegen ist gar nicht zu spüren auf erden fliegen ist ganz etwas anderes als in der luft wie ein vogel, dummer vogel, der fliegt sich fliegend nicht… Continue Reading „37. Meine Anthologie: fliegen“
In äußerst konzentrierter Form widersetzt sich das lyrische Ich darin dem immer häufiger aufkommenden Schmerz des Verlustes von Freunden und Seelenverwandten. Im Fall des 2009 verstorbenen Dichterfreundes Gert F. Jonke heißt es: „ich traf zuletzt ihn in der Strasze, er/ war in Eile, eilte… Continue Reading „14. Verluste“
Rezension der Anthologie „Der gelbe Akrobat“ von Werner Friebel auf literaturkritik.de. Zur Feier des (kürzesten) Tages hier mal ein paar Abschnitte mit Anmerkungen von mir (rot). So schlecht kann heutzutage die Zeit für Gedichte in der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht sein, wenn sogar Bundespräsident… Continue Reading „143. Kritikkritik“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 11 Endpunkt · Letzte Gedichte / Lebende Tote Das Wiedersehen Von fern gleicht er noch einem, den man kannte, das weiße Haar, wie Kohle, die verbrannte, wie Asche, noch warm von erloschenen Feuern, was nützt es, einem Toten zu beteuern,… Continue Reading „133. Lyrikstationen 2009 (11)“
je müder ich bin umso lieber bin ich in wien Ernst Jandl, aus: dingfest. gedichte. Sammlung Luchterhand 1990 (1. Ausgabe 1973), S. 115 Meine Anthologie: Dingfest
Mein zweiter Freund (sorry, folks!) ist auch ein Dichter, auch ein Sprachspieler, und auch er pflegt den Österreich-Schmäh. Nur ist er kein Prophet mehr, das ist vorbei. Dafür hat man ihn auch nicht in Moskau hingerichtet. Er heißt Ernst Jandl, sein Vokalspiel (eins seiner… Continue Reading „134. Zeilen“
„Meine Ärztin sagt“, so schreibt Friederike Mayröcker, „essen Sie ein Gedicht“. „Ich weisz nicht“, antwortet die Dichterin, „wie man es kocht“. Stefanie Kolowratnik-Seniow heißt die Ärztin, und sie ist nicht die Einzige, der Gedichte gewidmet werden, auch nicht die Einzige mit sperrigem Doppelnamen. Manchmal… Continue Reading „2. „habe 1 punktuelle / Sprache erfunden““
Pastiors sprachspielerische Gedichte sind keine Leselyrik. Ihr Sinn oder Unsinn erfüllt sich erst im Vortrag: Befreit von korsettierender Grammatik und Semantik und im Fluss von Wortmalereien, Silben- und Lautvertauschungen verliert sich mehr und mehr der Bedeutungsgehalt der Worte, werden Buchstaben zu reinem Klang. Das… Continue Reading „131. Qualtig“
ENTGRENZTER TRAUM Michael Hammerschmid : “ich schreibe jetzt figural” – Zur Ästhetik von Friederike Mayröckers “Und ich schüttelte einen Liebling” Ausschnitt (komplett bei in|ad|ae|qu|at) Friederike Mayröcker schreibt an einem literarischen Projekt, von dem sie verschiedentlich angedeutet hat, es bräuchte eine Lebensdauer von mindestens 150… Continue Reading „120. Friederike Mayröckers Projekt“
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