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Thomas Kling / Natalie Schellander gedicht für übersetzerstudentn poemistraforestundenslateronsowellaniewollane wemailedsdry!(fig.a):«newheresemesecreepeloneye» ,«’nslater!»«honeyecome»(figa.b.),«b.b.goforworko olybee….keep’emoneybeekeeper’speek’ree»(’nee:ras chaschasch….brachalanlano….;)dem’n‘ofinga:WHER EtHEBEELEGSWEREDEMENtLt)armsbirndaloxee’ns’layt orbeetraytor«tür’k’n’n’t’raubn!»omen=omengelleds pretend’tweredersernerderserner(sig.) gedicht für übersetzerstudentn übertragun‘!, wi komnu zus über übn-tragn! (fig. 1): »voll an di waffel gekriecht«, »übersetzn si« »durchkrochne wabn« (fig. 2), »a- beizbienchen losgejagt, jäger- und dreiimkerübertragun’«… Continue Reading „gedicht für übersetzerstudentn“
Noch einmal Adelaide Crapsey. Ich finde es wunderbar, dass der gestrige Beitrag mehrere Versionen ihres Gedichts gebracht hat. Das Cinquain ist einerseits von japanischen Gedichten inspiriert und andererseits eng mit den amerikanischen Modernisten verbunden, ich nenne Ezra Pound und Hilda Doolittle (H. D.). Ich… Continue Reading „Judith“
Helga M. Novak (* 8. September 1935 in Berlin-Köpenick; † 24. Dezember 2013 in Rüdersdorf bei Berlin) LERNJAHRE SIND KEINE HERRNJAHRE mein Vaterland hat mich gelehrt: achtjährig eine Panzerfaust zu handhaben zehnjährig alle Gewehrpatronen bei Namen zu nennen fünfzehnjährig im Stechschritt durch knietiefen Schnee… Continue Reading „Lernjahre“
Catharina Regina von Greiffenberg (* 7. September 1633 auf Schloss Seisenegg in Viehdorf bei Amstetten in Niederösterreich; † 10. April 1694 in Nürnberg) Uber ein Lustbringendes Regenlein Der Regen schadet nichts / als daß er uns die Lust nur tausendmal verschönt / und angenemer… Continue Reading „Regenlein“
Die Nacht vom 6. auf den 7. September 1780 verbrachte Goethe in einem Häuschen auf dem Kickelhahn genannten Berg bei Ilmenau. Dort schrieb er das Gedicht mit dem berühmten Anfang „Über allen Gipfeln ist Ruh“ mit Bleistift auf die Holzwand. Er kam öfter wieder,… Continue Reading „Ein Nachtlied“
Christian Wernicke (* im Januar 1661 in Elbing; † 5. September 1725 in Kopenhagen) Auf die wunderbahre Wirckungen des Gemüths und des Glücks DAß ich heut Freuden-voll / bedachtsam und gescheut Und morgen saur / zerstört / und voller Traurigkeit / Und diß wie… Continue Reading „Was kein Des-car-tes nicht ergründt“
Constantijn Huygens (* 4. September 1596 in Den Haag; † 28. März 1687 ebenda) Aus: Euphrasia Augentrost Nur eine Sorte noch: Autoren sind auch Blinde, besonders die von dir geliebten Dichterfreunde. Die sind so dicht wie blind; sie sehen nur den Reim und gehen… Continue Reading „Autoren sind auch blind“
Ernst Meister (* 3. September 1911 in Haspe, heute Stadtteil von Hagen; † 15. Juni 1979 in Hagen) VOGELWOLKE Ein Abend, starrend von Staren . . . und wärs auch Wortspiel, es schafft sich Wahrheit, so schwarzes Gezwitscher, ein unerhörtes im Labyrinth. Das muß… Continue Reading „Unverständliche Richtung“
Else Lasker-Schüler (* 11. Februar 1869 in Elberfeld; † 22. Januar 1945 in Jerusalem) O wie mir die Scheidung nahe ging, Von Berlin – viel näher wie ich wusste. Denn ich liebte schon Berlin, Unter Wilhelm und Auguste, Rex und seiner Kaiserin. O wie… Continue Reading „„Ausbürgerung gewaltsame Scheidung““
Ludwig Christoph Heinrich Hölty (* 21. Dezember 1748 in Mariensee; † 1. September 1776 in Hannover) Todtengräberlied Grabe, Spaden, grabe, Alles was ich habe Dank ich, Spaden, dir! Reich‘ und arme Leute Werden meine Beute, Kommen einst zu mir! Weiland groß und edel, Nickte… Continue Reading „Todtengräberlied“
Wolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz, Landkreis Altenburg; † 2. Juni 2007 in Berlin) Pro domo et mundo Nun wird es dunkel: du mußt anders werden die Wasser fließen schneller und ihr kalter Dunst gerinnt ein schwarzer Tag entsteigt dem tiefer blauen… Continue Reading „Du mußt anders werden“
Francis Picabia (* 22. Januar 1879 in Paris; † 30. November 1953 ebenda) Dada riecht nicht, es bedeutet ja nichts, gar nichts. es ist wie Euere Hoffnumgen: nichts wie Euer Paradies: nichts wie Euere politischen Führer: nichts wie Euere Helden: nichts wie Euere Künstler:… Continue Reading „Nichts“
Ein neu Lied Herr Ulrichs von Hutten (* 21. April 1488 auf Burg Steckelberg in Schlüchtern; † 29. August 1523 auf der Ufenau im Zürichsee) Ich habs gewagt mit Sinnen und trag des noch kein Reu, mag ich nit dran gewinnen noch muß man… Continue Reading „Ein neu Lied Herr Ulrichs von Hutten“
Kazimierz Wierzyński (* 27. August 1894 in Drohobytsch, Österreich-Ungarn, heute Ukraine; † 13. Februar 1969 in London) Verrücktes Manifest Nieder die Dichter! Rührselige Idioten! Geist und Vernunft sind nur blauer Dunst! Hoch, was verrückt ist, Porno und Zoten! Leben muß man! Wozu braucht man… Continue Reading „Verrücktes Manifest“
Andreas Koziol Lied der Übertriebenen Wir haben zu lange gestammelt Wir waren zu lange aus Holz Materie, zu Zunder vergammelt Agenten des herbstlichen Golds Bei Gott das sind wir gewesen Flammendes Herz in der Luft Laub für den eisernen Besen Schrei der sich selbst… Continue Reading „Lied der Übertriebenen“
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