Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Michelangelo Buonarroti (* 6. März 1475 in Caprese, Toskana; † 18. Februar 1564 in Rom) Die Nacht II O Nacht, zwar schwarze, aber linde Zeit, Mit Frieden überwindend jedes Streben, Wer recht sieht und versteht, muß dich erheben, Und wer dich ehrt, ist voll… Continue Reading „O Nacht“
Georg Friedrich Daumer (* 5. März 1800 in Nürnberg; † 13. Dezember 1875 in Würzburg) Aus: Russisch-Polnische Kleinigkeiten. Zweite Reihe III. Mutter gab mich ihm zum Weibe, Welcher mir im Sinne lag, Dennoch, ach, auf meinem Leibe Rauscht die Geisel Tag für… Continue Reading „O die Frauen“
A. E. Baconsky (* 16. Juni 1925 Cofa, Bessarabien, heute Konovka, Ukraine; † 4. März 1977 Bukarest) WER OHREN HAT ZU HÖREN… Brennen wollt’ ich, mich erheben, lieben, zerstören, weinen wollte ich, kämpfen, töten – gibt es ein Land, eine Zeit, ein Gefild?… eine… Continue Reading „Wer Ohren hat zu hören“
Alexandru Vona (* 3. März 1922 in Bukarest; † 12. November 2004 in Neuilly bei Paris) Aus: Musique Légère Wen liebte Dante: Beatrice. Und Petrarca? Laura. Und der arme Edgar Poe Und der erschöpfte Charles Baudelaire, wie brav sie immer zu zweit hervortreten, wenn… Continue Reading „Musique Légère“
Michail Kusmin (Михаи́л Алексе́евич Кузми́н; * 6. Oktober jul./ 18. Oktober 1872 greg. in Jaroslawl, Russisches Kaiserreich; † 1. März 1936 in Leningrad) Welch ungeladne Gäste besuchten mich zum Tee? Jetzt muß ich sie bewirten, ganz gleich, wie ich es seh … Ihr Blick… Continue Reading „Einer vom Selbstmörderzirkus“
Solon (* wohl um 640 v.u.Z. in Athen; † vermutlich um 560 v.u.Z.) GNOME* Selbst zu verderben die stadt durch unvernünftiges wesen Streben die bürger und sind einzig gehorsam dem geld / Ja die führer des volks sind rechtlos gesinnt und es… Continue Reading „Spricht der Weise“
Yvan Goll (* 29. März 1891 in Saint-Dié, Frankreich; † 27. Februar 1950 bei Paris) Die Nacht ist mein! Die Nacht ist mein! Hier bin ich frei, nicht ich zu sein Kein Auge äugt Was da mein wilder Traum erzeugt. Mein ist der Regen,… Continue Reading „„Hier bin ich frei, nicht ich zu sein““
Konstantin Biebl (* 26. Februar 1898 in Slavětín nad Ohří; † 12. November 1951 in Prag) Begegnen Auf der Welt ist kein Platz so bitter und traurig Daß zwei nicht einander begegnen könnten Weit hinter dem Meer und selbst in solcher Ödnis Wie dem… Continue Reading „Begegnen“
Lange vor der deutschen Sibylla gab es bedeutende petrarkistische Dichterinnen in anderen Ländern, wie hier in Italien. Die Übersetzung kommt mir nicht sehr getreu vor, aber ich fand keine andere. Vittoria Colonna (* 1492 in der Burg von Marino bei Rom; † 25. Februar… Continue Reading „Ein neuer Frühling“
Sibylla Schwarz (24. Februar 1621 Greifswald – 10. August 1638 Greifswald) Chor der Schäfer und Hirten [aus Trawer=Spiel / Wegen einäscherung jhres Freudenorts Fretow] UNsren alten Schäfer Stab Legen wir mit Schmertzen ab ; Ach der gar zu grossen Noht ! Unser Vieh ist… Continue Reading „Als der Krieg in den Freudenort kam“
John Keats (* 31. Oktober 1795 in London; † 23. Februar 1821 in Rom) Last Sonnet BRIGHT Star, would I were steadfast as thou art— Not in lone splendour hung aloft the night, And watching, with eternal lids apart, Like Nature’s patient sleepless Eremite,… Continue Reading „Sein letztes Gedicht“
Paul van Ostaijen (* 22. Februar 1896 in Antwerpen; † 18. März 1928 in Miavoye-Anthée) Metaphysischer Jazz Stuckenberg gewidmet Bruch Geigen Tanz musik… Continue Reading „Metaphysischer Jazz“
Für den italienischen Futuristen F.T. Marinetti war der Krieg „Hygiene der Welt“. Die russischen Zukünftler („budetljanin“) buhten ihn aus, als er in Moskau für seine Doktrin werben wollte. Alexej Krutschonych setzte dagegen: Die Hygiene des Halses* Mein Backenknochen zittert völlig anders der Säbel der… Continue Reading „Hygiene des Halses und Rachenfest“
Johann Heinrich Voß (* 20. Februar 1751 in Sommerstorf, Mecklenburg-Schwerin; † 29. März 1826 in Heidelberg) Schwergereimte Ode Statt der Vorrede. An Voß.[An mich selbst] Januar 1776. Was stehst du Spötter da, und pausbackst Schwerreimende Lehroden her? Gieb acht, daß man dich nicht hinausbaxt,… Continue Reading „Schwergereimt“
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