Schlagwort: Filippo Tommaso Marinetti

unver-kopft

Knapp 100 Jahre nach Erstveröffentlichung liegt das ausserhalb Italiens so gut wie unbekannte Werk erstmals in deutscher Übersetzung vor – wer hätte gedacht, dass die Bizarrerien und Überspanntheiten der ersten historischen Avantgarde einmal derart unverkopft, unterhaltsam und frischweg von der Leber daherkommen können? /… Continue Reading „unver-kopft“

134. August 1914

Sommer 1914: Millionen Männer zogen singend an die Front, und die Dichter standen dabei in vorderster Linie. Englische war poets und deutsche Expressionisten, französische Dadaisten und russische Futuristen, flämische, ungarische und baltische Autoren kämpften mit  Waffe und Worten. Perlentaucher veröffentlicht einen Auszug aus Geert Buelens‘… Continue Reading „134. August 1914“

29. Auch ich bin ein Idiot

Bereits vor seiner Flucht aus Deutschland Anfang 1937 hatte er, angetan von der Schwärmerei der Dadaistin Hannah Höch für Norwegen, einige Sommerurlaube dort verbracht und 1932 auf der Insel Hjertøya für 99 Jahre eine alte Schmiede gemietet. Am 2. Januar 1937 verließ er schließlich gemeinsam mit… Continue Reading „29. Auch ich bin ein Idiot“

75. Jugend und Alter

Die ganze Dichtung Majakowskis – ein Balancieren zwischen Großem und Großgeschriebenem. Majakowskis Weg ist kein literarischer Weg. Die auf seinen Wegen Gehenden beweisen das tagtäglich. Kraft läßt sich nicht nachahmen, doch ein Majakowski ohne Kraft ist Nonsens. Gemeinplatz, zu Größe gesteigert – so, meistenteils,… Continue Reading „75. Jugend und Alter“

65. Humus für Benn

Berlin bot in kurzer Zeit einen sehr fruchtbaren Humus für neue Lyrik. Franz Werfel veröffentlichte Ende 1911 im Charlottenburger Verlag Juncker seinen ersten Gedichtband „Der Weltfreund“. Herwarth Walden gab hier seit 1910 die Zeitschrift „Der Sturm“ heraus, die Zeitschrift der künstlerischen Avantgarde, 1912 gründete… Continue Reading „65. Humus für Benn“

47. Anti-Enzensberger

Enzensbergers Thesen scheinen sich durch schlichtes Wieder­käuen zum gültigen Stand der Debatte nobi­litiert zu haben. Sagt Bertram Reinecke in einem Essay über die „Aporien der Avantgarde“, der vor einigen Tagen beim Poetenladen erschien. Auszüge: Wer einen Text angreift, der ein halbes Jahrhundert alt ist,… Continue Reading „47. Anti-Enzensberger“

111. Zwischen Rußland und Deutschland

Kaum zufällig beginnt der Band mit einem Kapitel, das einen treffenden Titel trägt und so etwas wie eine Mini-Autobiografie, mithin auch eine Mini-Poetik Scherstjanois präsentiert: «Liebes Deutschland, ich lebe seit 30 Jahren in dir, mit dir. […] Ich hätte früher nie daran gedacht, dass… Continue Reading „111. Zwischen Rußland und Deutschland“

114. Hygiene des Halses

Marinetti: Der Krieg ist die Hygiene der Welt Krutschonych: Sa-um ist die Hygiene des Halses Valeri Scherstjanoi liest und erklärt Alexej Krutschonychs Sa-um-Gedicht „Die Kehle“ Горло рахам мах – раха мойла хар рахам мхе матоха трухан – лум мул хал Mehr hier: Alexei Jelissejewitsch Krutschonych… Continue Reading „114. Hygiene des Halses“

86. NICHOLSON BAKER TALKS POETRY

Can a novel capture contemporary poetry’s (dour, curmudgeonly) zeitgeist? Nicholson Baker interviewed by Jesse Nathan Poetry Media Service Paul Chowder—the protagonist of Baker’s latest novel, The Anthologist—is a minor poet. He writes forgettable verse. He is deeply enamored of rhyme and meter. He is… Continue Reading „86. NICHOLSON BAKER TALKS POETRY“

151. Futurismus-Ausstellung

So radikal die Rhetorik der Manifeste, so harmlos wirkt allerdings bisweilen die Umsetzung – Luigi Russolos «Geräuschtöner» beispielsweise (wie sein Begriff «Intonarumori» übersetzt wird), die die klanglichen Möglichkeiten der Musik erweitern sollten, sind als Kuriosum in die Musikgeschichte eingegangen, ohne eine weitere Wirkung zu… Continue Reading „151. Futurismus-Ausstellung“