Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der mittelenglische Versübersetzer Robert Mannyng of Brunne Aus der Einführung zu der »Rhyming Chronicle of England« , 1338 »Rhyming Chronicle of England« Einführung Will jemand mich tadeln, aus Bourne ich stamme, Robert Mannyng ist mein Name; Gottes Segen sei vergönnt, Wer mich gerne Robert… Continue Reading „Reimchronik von England“
Hugo Lyck? Wer kennt den Namen? Auch die großen Literaturlexika (und auch Wikipedia) nicht. Ein echter Geheimdichter vom Anfang des vorigen Jahrhunderts. Ein Gedicht von ihm steht im Jahrgang 1958 der Literaturzeitschrift Akzente. Die Anmerkung: „Hugo Lyck, auf- und untertauchend im Café Stefany Münchens,… Continue Reading „Geheimdichter“
Werner Riegel (* 19. Januar 1925 in Danzig; † 11. Juli 1956 in Hamburg) ICH atme Frucht und Phlox Und ich denke an mich. Meine Hymnen für euch Gesocks Sind nicht mehr feierlich. Macht euch bloß nicht ins Hemd! Ich bin euch trotzdem gewogen Im Wind, der uns niederschwemmt. Wohin die Rußflocken… Continue Reading „Ich bin euch trotzdem gewogen“
Kurt Bartsch war ein deutsch-deutscher Schriftsteller (Gedichte, Parodien, Theaterstücke, Übersetzung, Kinder- und Jugendbuch, Künstlerbuch, Hörspiel, Film). Er begann 1964 ein Studium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig und brach es Ende 1965, nach dem berüchtigten 11., dem „Kahlschlagplenum“ des Zentralkomitees der SED, wieder… Continue Reading „kapitulation“
Inger Christensen (* 16. Januar 1935 in Vejle, Dänemark; † 2. Januar 2009 in Kopenhagen) Sidder på min fornufts lille gren Sidder på min fornufts lille gren saver saver med rusten ru sav legetøj gemt fra min barndom saver saver vinteren kommer skynd jer skynd jer ivrige hænder kast mig kast mig ned… Continue Reading „Sitze auf dem kleinen ast“
Franz Fühmann (* 15.1.1922 in Rochlitz/Riesengebirge (heute Tschechien), † 8.7.1984 in Berlin) Aber kein Kerker … Aber kein Kerker ist härter als der in die Seele gesenkt, was sind Schlösser und Schwerter, wenn der Geist ein Bild nicht mehr denkt, sich versagt ihm, versargt es… Continue Reading „Franz Fühmann 100“
Johannes Jørgensen (* 6. November 1866 in Svendborg; † 29. Mai 1956 ebenda) ARKTURUS Über den dunkeln Bäumen Erblinkt ein Stern allein. Er blinkt und brennt so seltsam Mit sonderbar wechselndem Schein. Er blaut und leuchtet blutig Aus den Tiefen der Nacht heraus. Ich sah… Continue Reading „Ein Stern allein“
Friedrich Müller, genannt Maler Müller oder Teufelsmüller (* 13. Januar 1749 in Kreuznach; † 23. April 1825 in Rom) Der Jüngling und der Waffenhändler Einst zu dem berühmten Waffenhändler Kam ein Jüngling. Lehre mich gebrauchen, Bat er, deine starken, schönen Kriegerwaffen, Daß ich tapfer sie mit Anstand führe, Wenn zum Kampfe die Trommete ruft. Drauf… Continue Reading „Wie die Waffen, so die Theorien“
Friedrich Schlegel (* 10. März 1772 in Hannover; † 12. Januar 1829 in Dresden) Schiller [1.] Geschritten in die Welt kam Schiller, Und da ward’s still und immer stiller. Erstaunt frug die Natur: »Was will er?« Und dreimal tönte laut der höchste Triller. [2.] Schick dein Schicksal in die Saale! Es gereicht… Continue Reading „Geschritten in die Welt kam Schiller“
In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts schickte der französische Dichter, Filmregisseur und Maler Jean Cocteau ein paar Gedichte in deutscher Sprache an den Komponisten Kurt Weill, „Mon cher Kurt“. Er erinnere sich nur an das Deutsch seiner Kindheit. „Leider kenne ich eure Dichter… Continue Reading „Naive Gedichte auf Deutsch“
Heute vor 225 Jahren geboren: Annette von Droste-Hülshoff (* 10. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster; † 24. Mai 1848 auf der Burg Meersburg) Mondesaufgang An des Balkones Gitter lehnte ich Und wartete, du mildes Licht, auf dich; Hoch über mir, gleich trübem Eiskrystalle, Zerschmolzen, schwamm… Continue Reading „Droste 225“
Daniel Heinsius (* 9. Juni 1580 in Gent; † 25. Februar 1655 in Den Haag) Der Niederländer Daniel Heinsius galt als bedeutender humanistischer Gelehrter (auf Latein) und großer Dichter (auf Niederländisch) und wurde Pate der Reform der deutschen Dichtung der Schlesischen Schule. Opitz und andere übersetzten und adaptierten seine Gedichte als beispielgebend… Continue Reading „Eine Tochter säuget ihre Mutter“
Wird mal wieder Zeit für Boris Vian! (* 10. März 1920 in Ville-d’Avray; † 23. Juni 1959 in Paris) Wären die Dichter nicht so dumm Und wären sie auch nicht so faul Sie machten alle Menschen glücklich Um sich zu kümmern ganz in Ruh… Continue Reading „Wären die Dichter nicht so dumm“
Das Lyrikjahr 2022 hat begonnen, das Jubeljahr 2021 (Sibylla Schwarz 400) ist vorbei. Seit 1.1.21 habe ich jeden Tag einen Tweet mit dem Werk der Dichterin abgeschickt, wer dem folgte, konnte das gesamte Lied- und Sonettwerk und etliches andere in Zwitscherportionen lesen. Es läuft… Continue Reading „Vergleich“
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