Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Berliner Dichter Ron Winkler war ganz früh dabei, als Anfang des 21. Jahrhunderts die junge Lyrik boomte. Jetzt ist sein fünfter Gedichtband erschienen: Prachtvolle Mitternacht versammelt karnevaleske Liebesgedichte, virtuose Sprachkunstwerke und zaghafte Versuche lyrischer Zeitgenossenschaft. Zitat aus der Besprechung von Insa Wilke im… Continue Reading „85. Ins Fragezeichenfeld“
Sappho (in Umschrift): „Déduke mèn a selánna / kaì Pläïades . mésai dé / núktes, parà d’ érchet’ hora, / égo dè móna kateúdo.“ Max Treu: „Nun ist schon der Mond versunken / und auch die Plejaden. Mitte / der Nacht, und die Zeit… Continue Reading „84. Selanna“
„Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl spricht?“ In dieser kleinen Sentenz ist das Drama der modernen Lyrik benannt. Es ist dunkel im Sprachraum des Gedichts, und wir tasten ein wenig hilflos nach orientierenden Lichtpunkten. „Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl… Continue Reading „83. Poetische Vagabondagen“
»Comment dire?« Vielleicht hat auch Gherasim Luca so etwas gedacht, als er sich von einer Brücke der Ile Saint-Louis in die Seine werfen wollte. Luca lebte seit dreißig, vierzig Jahren in Frankreich, ein ganzes Leben; egal. Verfolgt vom Terror, der im kurzen 20. Jahrhundert… Continue Reading „81. Passionnément“
Percy Bysshe Shelley SONETT (Sonnet / Ye hasten to the grave…) Ihr eilt dem Grab zu! Doch, was sucht ihr dort, Gedanken ruhlos, Zwecke ohne Rast Dem eitlen Hirn entflohn, nun weltgeformt? O sehnend Herz, getrieben von der Hast Zu haben, was in schönsten… Continue Reading „80. Ihr eilt dem Grab zu“
«Sappho», die bedeutende Bronzeskulptur des französischen Bildhauers Antoine Bourdelle (1861–1929), ist einer aufwändigen* Restaurierung unterzogen worden. Vom 21. März bis 6. Juli 2014 wird sie im Kontext einer temporären Sammlungspräsentation mit Plastiken von u.a. Auguste Rodin, Henri Matisse, Henri Laurens und Alberto Giacometti präsentiert.… Continue Reading „78. Bourdelles Sappho“
Dirk Uwe Hansen schreibt: Dirk Obbink ist einer, der antiken Papyri noch Texte entlocken kann, wenn andere nur noch verkohlte Reste darin sehen. Nun hat er, so weiß eine italienische Website zu berichten, gleich zwei neue Sappho Gedichte in einem aus einer Privatsammlung stammenden… Continue Reading „76. Sappho-Fund !!!!!“
Im Fundus des Fundsachen-Sammlers Michael Augustin finden sich zahlreiche Gedichte, Kurzprosastückchen und Interviewschnipsel mit einschlägigen Selbstauskünften aller Art, von denen diesmal die schönsten und originellsten im Originalton zu hören sein werden. Dass Maler malen, warum sie malen oder dass Komponisten das Komponieren zum Thema… Continue Reading „75. Augustins Fundsachen“
Zuß und Ames suchen Streit und begegnen sich in Berlin; in der Art in der ein Freistoßschütze dem Torwart begegnet; wer wer ist, ist egal, weil es wechselt. Es geht um Kollegialität, um Polemik, Poetik, um zwölf coole Arbeiter im Lyrikstandort Berlin, um Unzufriedenheit und… Continue Reading „72. literaturlabor in der Lettrétage: Zuß und Ames suchen Streit / III. Teil“
BALLADE AUF DIE EWIG RUHMLOSEN DICHTER Von Menschen gehaßt, von Göttern verachtet, wie alte Fürsten gestürzt und verbittert verwelken die Verlaines: ihnen bleibt der Reim reichlich und silbern als Reichtum übrig. Die Hugos mit ihren „Les Châtiments“ berauschen sich am furchtbaren Zorn der Olympier.… Continue Reading „68. Auf die ruhmlosen Dichter“
wer schweigt da nach dem Signal, wenn du dir das Handy ans Ohr hältst? Hansjürgen Bulkowski
Von Martin Holz . .. .irgendwann n vergräbt einer sein falschgeld unter einer schlechten laterne , … , natürlich flackert das mistding sich lustig dabei oder droht mit dem finger: als wüsste das mistding bescheid , …. bescheid wissen meistens viele, … zu viele… Continue Reading „66. Text: LE SAMOURAI“
Von Thomas Kunst ES IST ERSTAUNLICH, DASS ICH ALLE PREISE In Deutschland ohne jede Mühe kriege. Gehöre schon seit Jahren zu der Riege Um Günter Grass und Johann Ludwig Heyse. Der Ruf zum Königshof erfolgte rasch. Man lockte mich mit Königin und Rente. Die… Continue Reading „65. Gedicht“
Ein schneller Eingreiftext oder: Warum das Deutsche Literaturinstitut besser ist als sein Ruf, von Mirko Wenig: 1.) Das Auswahlverfahren für Bewerbungen am Literaturinstitut Leipzig zählt zu den transparenteren an deutschen Universitäten. Unter anderem, weil Studenten und Gastdozenten mitentscheiden dürfen (auch wenn die Entscheidung eines „eingesessenen“ Dozenten… Continue Reading „64. Einwurf“
Neueste Kommentare