Schlagwort: Richard Kämmerlings

Aufschwung Lyrik

Gerade hab ich gedacht, dem nächsten, der uns erzählt, wie prächtig sich die Lyrik entwickelt hat, seit der Börsenverein für den deutschen Buchhandel oder doch seine Jury im letzten Winter beschlossen hat, für diesmal keinen Roman, sondern einen Gedichtband auszuzeichnen, hau ich das um…

103. Kunstlied, Pop, Küchenmeister

In vielem hat die Popmusik heute die Funktion übernommen, die einst Gedichte hatten (deren Vertonungen als Kunstlied so etwas wie die Popmusik des 19. Jahrhunderts waren). Nadja Küchenmeister nimmt in ihren Gedichten beides auf: lyrics und Lyrik. Stefan George und Rainer Maria Rilke dienen…

24. Die schönste Fremdsprache der Welt

Richard Kämmerlings lobt ein Kinderbuch, analysiert nebenbei die LAGEDERLYRIK, definiert den Vers und gibt den Dichtern Empfehlungen: Das Schöne ist, dass man sich an Gedichten kaum überfressen kann, weil man einfach mit der Zeit selbst anfängt zu dichten und zu reimen und zu keimen….

70. Betriebsfeier

Der Literaturbetrieb feiert schreibt der Kritiker Richard Kämmerlings und wird vor lauter Feierlichkeit  schier zum Betriebs- und Hofpoeten: Lyrische Soiree, Literaturbetriebsversammlung, kulturpolitischer Festakt mit kammermusikalischem Rahmen und überraschend lässige Zeremonie – ein sehr spezieller Abend sowohl für die Gastgeber und den Geehrten als auch…

73. Emphatiker und Gnostiker

Dabei wiederholt sich hier nur eine uralte Debatte, die zuletzt Hubert Winkels 2006 wieder angestoßen hatte mit seiner Unterscheidung zweier Kritikertypen: der Emphatiker und der Gnostiker. Auf der einen Seite „Leidenschaftssimulanten“ und „Lebensbeschwörer“ – wie Reich-Ranicki, aber auch Weidermann –, auf der anderen Seite…

80. Mächtig

Sarah Kirsch begann mit dem Gedichteschreiben in einer Zeit, in der Lyrik in Deutschland vielleicht zum allerletzten Mal Macht hatte. Eine Macht über die Leser, die in ihren Bann geschlagen wurden. Und eine reale Macht, die allein darin bestand, dass die politischen Machthaber ihr…

129. Männersache

„Verlegen ist Männersache“ So überschreibt Richard Kämmerlings einen Bericht über die Schwierigkeiten des Dichters und Hanser-Verlegers Michael Krüger, einen Nachfolger für sich zu finden – nicht als Dichter, sondern als Verleger. Eine Frau als Verlegerin? „Das kann man ganz deutlich sagen. Das wird sie hundertprozentig…

162. Dichtergekritzel

Wenn Paul Celan zu seinem Gedicht „Von Dunkel zu Dunkel“ Frauengesichter mit einer wie eine Prothese klaffenden Augenpartie skizziert oder Hermann Hesse zu seinem vitalistisch-präpotenten Versen „O wilde Nächte“ eine grinsende Fratze schneidet, hat dies eindeutig den Charakter von Hilfszeichnungen. Der Wechsel des Mediums…

146. Phrasenkunde

Vom verseschmiedenden Bau-Mafioso Branimir Dukic über die an Albaniens Küste lebende „Alliterationslautlyrikerin“ Amelie Berisha Schmöll („Weltenraum XII: L“) bis zum „dichtenden Steiger“ Erwin Günter Katschulski genannt „Pommes“ („Komm mich nich mit die da oben …“) reichen die Steilvorlagen, die von Doppelgängern prominenter Vertreter des…

66. Unterländisch

Während die zeitgleich stattfindende offizielle Eröffnung der Buchmesse im Gewandhaus dem Vernehmen nach eine gediegen-zahme Veranstaltung gewesen sein soll, bot der vom Schriftsteller und Lautpoesie-Experten Michael Lentz konzipierte und moderierte Abend im ausverkauften Haus Spektakuläres. Herbert Grönemeyer, Deutschlands wohl einziger wirklicher Popsuperstar, war als…

38. FAZ & Lyrik

„Schneethlehem“ heißt ein Gedicht von Hans Arp, präsentiert wird es von Ludwig Harig, FAZ 13.3.04 Zwiespältig-ausgewogen urteilt Richard Kämmerlings in der gleichen Ausgabe über Jan Wagners zweiten Lyrikband „Guerickes Sperling“ (ein Sonettenkranz über Görlitz hat ihm nicht so gefallen): Jan Wagner „Guerickes Sperling“. Gedichte…