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Schnee bricht von meinen Wangen Damals schon
gefror mein Lachen wofür niemand etwas konnte
Denn ich war ein glückliches Kind
Ich träume nicht mehr Nicht einmal mehr von
Schnee Ich musste ja eines Tages von mir eilen
Und jetzt will ich deshalb nie wieder schlafen
Aber ich sehne mich nach mir Manchmal
Das kommt immer seltener vor Nur wenn Schnee
Von meinen Wangen abstürzt und sich ballt
In mir Und das ist nie Nie wieder das erste Mal
Dass jemand schlafwandelt in meiner Jahreszeit
Begraben unter meinem Schnee
Aus: Proto. Zeitschrift für Literatur 01. Identitäten, 2010, S. 28
Proto. Zeitschrift für Literatur. Düsseldorf Hamburg Salzburg: 2010. Herausgeber: Sascha Lück.
Astrid Kohlmeier, geboren 1983 in Graz, studierte Germanistik in Graz. Seit 2002 entstanden zahlreiche literarische Arbeiten in den Gattungen Epik, Lyrik, Dramatik, Libretto und Hörspiel. Ab 2002 fanden Lesungen von Kohlmeiers Texten unter anderem in Graz, Wien und Berlin statt. 2012 erhielt die Autorin das Österreichische Staatsstipendium für Literatur. 2015 erschien Kohlmeiers Gedichtband „Flüstere mir mein Meer glatt“ im INST Verlag. 2023 veröffentlichte der Wolf Verlag den Lyrikband „Zärtliche Risse“, 2025 folgte der Gedichtband „Dir zugeneigt“. Kohlmeiers Theatertexte und Bearbeitungen von Prosatexten werden an Bühnen in Österreich, Deutschland, Luxemburg und in der Schweiz aufgeführt. Astrid Kohlmeier ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und der IG Autorinnen Autoren.
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