Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Bei der GEMA darf man maximal 4 Takte zitieren, bevor es kostenpflichtig wird. Ich weiß, einflußreiche Kreise arbeiten daran, deren System auf das Zitieren ihrer rechtsgültig geschützten LEISTUNGEN in Blogs etc. zu übertragen. 4 Takte = 4 Sätze? Wörter? Buchstaben? Wir werden sehen. Vorerst… Continue Reading „43. Lamento“
Eminente russische Autoren wie Anton Tschechow, Daniil Charms oder Isaak Babel haben erst durch Peter Urban eine deutsche Stimme erhalten. Zuvor glaubten die Übersetzer, man müsse die urwüchsige Sprache dieser modernen Schriftsteller glätten und in ein makelloses Hochdeutsch bringen. Peter Urban hat radikal mit… Continue Reading „41. Peter Urban gestorben“
Sicher eine gute Sache und hoffentlich hilfreiche Werbung für den Verlag. Ich korrigiere trotzdem mal ein wenig – wenigstens das auf der Website Sichtbare*: Reinecke und Voss setzent an zum Sprung | MDR.DE http://www.mdr.de Der Verleger ist Lyriker, aber setzt sich nicht für seine… Continue Reading „40. Reinecke & Voß“
Der tschechische Dichter und Übersetzer Zbyněk Hejda starb in Prag im Alter von 83 Jahren. Er galt als einer der führenden tschechischen Dichter. 1996 wurde er mit dem Jaroslav-Seifert-Preis ausgezeichnet. Er veröffentlichte sechs Gedichtbände, übersetzte Trakl, Benn und Dickinson und war Redakteur der Literaturzeitschrift… Continue Reading „38. Gestorben“
Heute vor 70 Jahren wurde Michael Krüger in Wittgendorf (Sachsen-Anhalt) geboren. Von 1962 bis 1965 arbeitete er als Buchhändler in London. Ab 1968 war Krüger als Verlagslektor beim Carl Hanser Verlag tätig. Er wurde 1986 literarischer Leiter des Verlages und ist seit 1995 Geschäftsführer. Zum 31. Dezember 2013 scheidet er aus… Continue Reading „37. Michael Krüger“
Was sagt der Heilige Augustinus nochmal gleich über die Zeit? »Wenn mich keiner danach fragt, so weiß ich, was es ist; sooft ich es jedoch einem Fragenden explizieren will, weiß ich es nicht«. Niemand hat Michael Krüger nach der Zeit gefragt. Gleichwohl funkelt in… Continue Reading „36. Die Dichte ist wortlos“
Ann Cotten erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014. Sie wird ausgezeichnet für ihr bisheriges Gesamtwerk, insbesondere für ihren jüngsten Erzählungsband „Der schaudernde Fächer“ (Suhrkamp 2013). Darin habe sie, so die Jury, „der deutschen Gegenwartssprache auf hochpoetische Weise neue Impulse gegeben.“ Die diesjährigen… Continue Reading „35. Chamisso-Preis für Ann Cotten“
Wall hat seit seinem Erstling mit Nachrichten „aus der Pendlerprovinz“ („Ringsherum Schnee“, 1987) 20 Gedicht- und Prosabände veröffentlicht, einer schöner und gehaltvoller als der andere, und doch muss man der literarischen Öffentlichkeit immer wieder aufs Neue sagen, was sie an diesem Einzelgänger hat, der… Continue Reading „34. Richard Wall“
Der Krüger des Tages (siehe L&Poe hier und hier) stammt heute von Adolf Endler: Möglicherweise aber ist Hans Richters Stirnrunzeln nichts anderes als die Frucht der Ungeschicklichkeit des sonst recht geschickten Organisators seiner Texte, der merkwürdigerweise immer dann ungelenk wirkt, wenn es um Rüge… Continue Reading „32. Neue Lyrik: Rüge & Ratschlag“
Die deutsche Lyrikerin Anja Utler wird mit dem Basler Lyrikpreis ausgezeichnet. In einer Medienmitteilung des Literaturhauses Basel heisst es: «Anja Utler erhält den Preis für ihre innovative Darstellung aktueller Themen wie Ökologie in der Poesie», ausserdem war ihr «gleichermassen reflektierter und sinnlicher Umgang mit… Continue Reading „31. Basler Lyrikpreis für Anja Utler“
Im August 2012 trafen sich der bei Bremen lebende Alex Nitsche und der Neuddorfer Tom de Toys am Düsseldorfer Altstadtufer erstmals nach einem Jahrzehnt wieder, als Nitsche unterwegs zu Ron Schmidt an den Niederrhein war, um deren Gedichtband “GOLD” zu konzipieren. Seitdem schicken sich… Continue Reading „30. Sms-Interview & -pdf-publikat mit 5. Nahbeller (2004) Alex Nitsche“
in welche Richtung? auf dem Kompass dreht sich der Pfeil der Zeit im Kreise Hansjürgen Bulkowski
Jan Kuhlbrodt Zu Unica Zürn Unica Zürn passt nicht ganz in den zeitlichen Rahmen der Münchner Anthologie, denn sie starb am 19. Oktober 1970 in Berlin, andererseits passt sie sehr gut, denn ihr Werk wurde in der männerdominierten deutschen Nachkriegsgesellschaft verdeckt und verborgen. Vielleicht… Continue Reading „28. Zu Zürn“
Dass Lyrik keine Angelegenheit sein muss, bei der die Zuhörer intellektuelle Klimmzüge zu vollbringen haben, um auch nur einen Hauch Sinn zu erkennen, beweist der Bielefelder Dichter Hellmuth Opitz. / Mindener Tageblatt
Hier glücken der Lyrikerin zauberhafte Bilder: «in dieser nacht // schliefen die sterne auf dem schnee». Die lyrischen Äusserungen jedoch brechen das syntaktische Gefüge auf, so dass die Wörter manchmal wie Findlinge dastehen: einsam, unübersehbar. Es ist ein Stammeln, das mit solchen Satzfragmenten hörbar… Continue Reading „26. Lisa Elsässer“
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