Schlagwort: Ghérasim Luca

81. Passionnément

»Comment dire?« Vielleicht hat auch Gherasim Luca so etwas gedacht, als er sich von einer Brücke der Ile Saint-Louis in die Seine werfen wollte. Luca lebte seit dreißig, vierzig Jahren in Frankreich, ein ganzes Leben; egal. Verfolgt vom Terror, der im kurzen 20. Jahrhundert…

52. Moldauische Literatur

Nur sehr selten trifft man im deutschen Sprachraum auf Zeugnisse moldauischer Literatur und daher ist es äußerst verdienstvoll, dass die jüngste Nummer der Grazer Zeitschrift „Lichtungen“ nun Texte einiger repräsentativer Autoren und Autorinnen aus der Republik Moldau vorstellt. So lautet der offizielle Landesname, daneben…

119. Meine Anthologie: Gedichte für alls volck

Die roughbooks-Bände sind innovativ und gute Lektüre und eine verlegerische Tat, aber manches der früheren Produktion hätte darin nicht Platz. Einige der anspruchsvollen Übersetzungsprojekte gehören dazu, die Zanzotto-Ausgabe, Ghérasim Luca, Lapsus linguae /  Das Körperecho.  Frz./ Dt., Gellu Naum…, die Reihe der Pastior-Lektüren mit…

Linguistisch exilierter Surrealist

Im Kriegssommer 1940 kehrte Ghérasim Luca auf abenteuerlichen Wegen via Italien nach Rumänien zurück, wo ihn aber der inzwischen offizialisierte Antisemitismus sogleich ins innere Exil zwang. Erst nach Kriegsende – während einer kurzen kulturellen «Renaissance», die der Machtergreifung der Kommunisten voranging – konnte Luca…