Kategorie: Deutschland

5. Lesefehler

Jemand den gleichen? Für das letzte Schild an einem Pfeiler des Bürgerturmes haben sich jetzt private Spender gefunden, die sich mit einem besinnlichen Gedicht verewigt haben wollen. / hier

3. Poesie und Preise · Und eine Reise zum FIXPOETRY.Verlag nach Hamburg

Dieser Essay widmet sich zum einen, dem lite­rari­schen Buch­programm des 2011 von Julietta Fix in Hamburg ins Leben gerufenen FIXPOETRY.Verlags, das mich gleich mit mehreren druck­frischen Büchern vom Hocker reißt, zum anderen schallt die eine oder andere Frage hinsicht­lich der Vergabe von Literatur­preisen, die… Continue Reading „3. Poesie und Preise · Und eine Reise zum FIXPOETRY.Verlag nach Hamburg“

1. Lyrikszene

Die Gedichte von Katharina Schultens bewegen sich mit vehementer Sicherheit, unter Zuhilfenahme von allerlei Fachsprachen, durch die Gegenwart. Was aber nicht bedeutet, dass sie in sich nicht mehrere Achsen aufweisen, um sich kreisen, durcheinanderwirbeln würden. Das Besondere ist die Perspektive, durch die Kurs gehalten… Continue Reading „1. Lyrikszene“

137. Politik, Lyrik und Zeichnung

Der politische Artikel muss ausgewogen sein; die Gedichte der Politpoeten nehmen sich die Freiheit zur Einseitigkeit und zum politischen Appell. „Machen Sie etwas auf / eigene Gefahr bei Veranstaltungen / mit Volkscharakter, bei vorsätzlicher / oder grob fahrlässiger Berichterstattung, / bei defekten Erklärungen oder… Continue Reading „137. Politik, Lyrik und Zeichnung“

135. Exerzitien und Heilandsreste

Diese Gedichte geben vor, Geschichten zu erzählen, aber diese Geschichten lassen durch Verkürzungen und Verknappungen alles in der Schwebe, sie siedeln in einem Zwischenraum, in dem nichts auserzählt wird, sondern alles nur im Modus der Andeutung greifbar wird. Manchmal sind es verstörende Geschichten, unheimliche… Continue Reading „135. Exerzitien und Heilandsreste“

132. Bezahlungsmodell

Doch alles spricht dafür, dass sich in der aufziehenden Spotify-Simfy-Google-Ära ein pauschales Bezahlungsmodell durchsetzen wird – egal ob man das jetzt Geräteabgabe, Kultur-Flatrate oder anders nennt. Vielleicht sollten sich alle, denen es ernst ist mit der fairen Bezahlung der Künstler, noch einmal mit einem… Continue Reading „132. Bezahlungsmodell“

129. Doktor Zeit

Die Neue Zürcher Zeitung lobt den Verleger Urs Engeler und weist auf sein neustes Buch hin: Als jüngste unter diesen rohen Perlen ist nun der Gedichtband «doktor zeit» des 2011 verstorbenen Lyrikers Wolfgang Schlenker erhältlich – ein Bündel kraftvoll-ruhiger Texte von eindringlicher Dezenz, die… Continue Reading „129. Doktor Zeit“

125. Lyrik Kabinett und Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung kooperieren

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die in München ansässige Stiftung Lyrik Kabinett, die sich als einzigartiges, allein der Lyrik gewidmetes literarisches Zentrum erfolgreich im deutschen Sprachraum etabliert hat, kooperieren. Maria Gazzetti, die Leiterin des Kabinetts, hat vor einem Jahr die Veranstaltung… Continue Reading „125. Lyrik Kabinett und Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung kooperieren“

122. Kuhlbrodts Sehnsuchtsbücher

Im jungen Leipziger Verlag Reinecke & Voss sind zuletzt einige Bücher erschienen, ohne die ich nicht mehr leben möchte. Das klingt pathetisch, ist aber so. Denn es handelt sich um Bücher, die geradezu wie für mich gemacht scheinen, weil sie so etwas wie eine… Continue Reading „122. Kuhlbrodts Sehnsuchtsbücher“

118. Latten ohne was drumrum

Christian Morgenstern (1871-1914) Der Lattenzaun Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da – und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. Der Zaun indessen stand ganz dumm mit Latten ohne… Continue Reading „118. Latten ohne was drumrum“

114. Lyrikvermeidung

André Schinkel schreibt bei Fixpoetry über den Arsch von Lady Gaga, mit dem er anscheinend auf FACEbook befreundet ist, oder davon gehört hat*, und über Lyrikvermeidung: Und, in aller Freundschaft zum Schluss: wenn man sich dazu durchringen muss, dem Metier der Lyrik zwei halbe… Continue Reading „114. Lyrikvermeidung“

107. Léonce W. Lupette

„Grübeln und Nachdenken sind zwei verschiedene Dinge: Nachdenken ist eine gute Sache, aber Grübeln ist fatales auf der Stelle treten. Ich grübele leider oft“, sagt Léonce und zwirbelt seinen Bart. Léonce W. Lupette ist ein ruhiger Mensch, bedacht und um Tiefgang bemüht. Der 25-jährige… Continue Reading „107. Léonce W. Lupette“

106. Deutsch-Jüdisch

„Der bedeutende deutsch-jüdische Lyriker und Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856)“ , schreibt die regional bedeutende deutsch-christliche Südwest Presse. – Jaja, das vergessen sie ihm nie. Jud bleibt Jud, da kann seine Familie tausend Jahre in Deutschland leben, und wenn er sich taufen läßt, weil er ihr… Continue Reading „106. Deutsch-Jüdisch“

103. Ausschreibung

Der Verein „Literarisches Dresden e.V.“ schreibt für das Jahr 2013 erstmalig ein 3-monatiges Lyrik-Stipendium aus. Möglich wurde dies durch eine kontinuierliche, zweckgebundene Spende aus der Wirtschaft, welche dem Verein über die Firma KREACON e.K. vermittelt wurde. Jeweils im Zeitraum von 6. Januar bis 31. März erhält ein Autor bzw. eine Autorin… Continue Reading „103. Ausschreibung“

102. Land der toten Dichter

In der Not greift der Mensch zum Gedichtband. Auch der moderne. Wenn er sich verliebt oder einen geliebten Menschen verliert, verschlägt es ihm selbst zu Zeiten von Twitter noch oft die Sprache. Da sind fundiert durchleuchtete und konzis formulierte Gedanken willkommen. Abgesehen von der… Continue Reading „102. Land der toten Dichter“