1. Lyrikszene

Die Gedichte von Katharina Schultens bewegen sich mit vehementer Sicherheit, unter Zuhilfenahme von allerlei Fachsprachen, durch die Gegenwart. Was aber nicht bedeutet, dass sie in sich nicht mehrere Achsen aufweisen, um sich kreisen, durcheinanderwirbeln würden. Das Besondere ist die Perspektive, durch die Kurs gehalten wird: Sie ist nämlich nicht stabil, es gibt etliche Wahrnehmungswechsel und -störungen, Dreh- und Kippmomente. …

Sabine Scho, 1970 geboren, hat ihren ersten Band bereits veröffentlicht, als von einem neuen Boom noch nichts zu spüren war: Schos Texte sind wunderbar sperrige Wortkunstwerke in der Tradition von Thomas Klings Klangexperimenten. Scho ist Übersetzerin. Sie überträgt dabei allerdings nicht die eine Nationalsprache in eine andere. Vielmehr geht es ihr um das Übersetzen von Visuellem in die Form des Gedichts. …

Endlich scheine deutsche Lyrik wieder mit Geschichte gefüllt zu werden, freute sich der Kritiker Helmut Böttiger bei Erscheinen des Bandes „Erdkunde“. Auch Marcel Beyer, seit vielen Jahren in Dresden beheimatet, hat sich in den letzten Jahren stark von Bildern und Fotografien anregen lassen. / Ulrich Rüdenauer, Südwest Presse

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