Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Es ist zur Tradition geworden, dass die Hugo-Ball-Preisträger zu separaten Lesungen nach Pirmasens eingeladen werden. So besteht die Möglichkeit, die Person selbst und ihr Schaffen näher kennenzulernen. Der Lyriker Ulrich Koch, diesjähriger Förderpreisträger zum Hugo-Ball-Preis, stellt sich am Donnerstag, 10. November 2011, um 20… Continue Reading „10. Wenn sich plötzlich ein Riss auftut“
Überhaupt ist es dieses Eröffnungskapitel, das mit seinen akribisch recherchierten Details zu den Lebensumständen des Dichters im umkämpften Berlin die Stärken dieser Biografie zeigt. Hof konzentriert sich auf die Erschließung der Fakten und wahrt eine auffällige Distanz zu den meist ideengeschichtlich orientierten oder weltanschaulich… Continue Reading „127. Mann ohne Gedächtnis“
Die neue „Volltext“-Ausgabe wartet mit einem Experiment auf, das auf die Enthierarchisierung des Literaturbetriebs zielt, im Grunde aber nur eine uralte Idee neu auflegt. Die Namen der Heft-Autoren sind nämlich anonymisiert, um die Aufmerksamkeit ganz auf den Inhalt und den stilistischen Habitus der einzelnen… Continue Reading „92. Brauns Zeitschriftenlese“
mit Nora Bossong, Kurt Drawert, Christian Lehnert, Ulf Stolterfoht & John Eckhardt Moderation: Michael Braun, Cornelia Jentzsch, Martin Rector Dienstag, 27.09.2011, 19.30 Uhr // Literaturhaus Hannover mehr Das moderne Gedicht, hat Paul Celan einmal gesagt, sei seinem Wesen nach dialogisch, es könne eine Flaschenpost sein:… Continue Reading „120. Gegenstrophen – Lyrik im Literaturhaus 2011“
Nach fast fünfzehn Jahren der planvollen Abwesenheit meldet sich Ulrich Zieger mit seinen „Aufwartungen im Gehäus“ zurück. Und seine Beschwörung einer biblischen Urszene, die in der lyrischen Adressierung „an den Vater von Sem“ anklingt, nimmt ein Motiv aus „Große beruhigte Körper“ wieder auf. Dort… Continue Reading „27. Aufwartungen im Gehäus“
Wie aus mythischer Ferne weht dieser hohe Ton heran, diese dunkle Beschwörung metaphysischer Elementarwörter. In philosophischer Eindringlichkeit fragt der Dichter Ernst Meister nach den Verankerungen unserer Existenz. Bereits in seinem allerersten Gedicht, das 1932 sein Debütbuch „Ausstellung“ eröffnete, gerät das lyrische Ich vor einen… Continue Reading „10. Abgrund aus Angst“
Es geht Katharina Schultens ganz offenkundig nicht mehr um die Entbindung des romantischen Zauberworts, sondern um die kühle Beobachtung von Strukturen. „Das künstlerische Material muss kalt gehalten werden“, hat einst Gottfried Benn dekretiert. Katharina Schultens hat diese Devise beherzigt. Wir lesen die Gedichte einer… Continue Reading „7. Gierstabil“
Ein halbes Jahrhundert danach hat nun das „Schreibheft“, die nach wie vor lehrreichste Zeitschrift zur Wiedererweckung der literarischen Moderne, in der aktuellen Nummer 77 ein umfangreiches Dossier zu dem eigensinnigen Weltpoeten Charles Olson zusammengestellt. Unter der Federführung von Norbert Lange und Gerd Schäfer sind hier instruktive… Continue Reading „64. Maximus“
Der mit 20 000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis geht an den Schriftsteller und Übersetzer Jan Wagner. Wagner erhalte die vom Deutschen Literaturfonds ausgelobte Auszeichnung in Anerkennung für sein Werk, insbesondere für den im Jahr 2010 veröffentlichten Gedichtband «Australien». Seine Lyrik «belebe mit freiem und… Continue Reading „52. Kranichsteiner Literaturpreis für Jan Wagner“
Was bleibt, nach einem halben Leben in einem Land, das die existenzielle Heimatlosigkeit nie aufheben konnte, ist ein ätzender Sarkasmus. Es klingt wie ein bitterer Schlussakkord, wenn Drawert in einem New York-Zyklus aus dem Jahr 2010 noch einmal seine Biografie resümiert. „Mein Land“, heißt… Continue Reading „4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet““
Im Rückblick erscheint die Demütigung Raebers durch die Gruppe 47 wie der fatale Wendepunkt in seiner Biografie. Zwei Jahre zuvor hatte er noch mit seinem Lyrikband «Die verwandelten Schiffe» und den dort kunstvoll entfalteten Korrespondenzen zu den Mythologien der römischen Antike die Bewunderung auf… Continue Reading „148. Kuno Raebers Nachlaß“
Seinem Laudator, dem Literaturkritiker und Autor Michael Braun, gelang es in seiner Rede, eben genau diesen „heiteren Fatalisten“, diesen Lyriker, der sich auf das schwierige metaphysische Gelände der Ewigkeit begibt, ohne die Vergnügungen des Diesseits (Bier und Schinken!) aus dem Blick zu verlieren, zu… Continue Reading „100. Servais-Preis für Jean Krier“
Milautzcki und kein Ende. roughblog dokumentiert einen Kommentar Milautzckis auf fixpoetry.com zu einem Gedicht von Konstantin Ames. Die Einleitung bei roughblog: Frank Milautzcki hat auf fixpoetry einen Kommentar zu einem Gedicht von Konstantin Ames veröffentlicht, der selber zumindest an Ort und Stelle nicht wieder kommentiert… Continue Reading „21. Glossen und Speicher“
Auch Michael Braun ist begeistert. Im Heft 101 der „Literaturen“ beschließt er seine Besprechung mit dem Ausruf: „Solange solche Gedichte geschrieben werden, braucht man die Frage nach dem blutleeren Ästhetizismus in der Lyrik nicht mehr zu stellen.“ Er gibt jedem behandelten Autor eine Berufsbezeichnung… Continue Reading „100. Kein Ästhetizismus“
Oh, je. Eigentlich wollte der Dichter Thomas Kunst keine Sonette mehr schreiben. Doch als Instrument der „Ermüdung, Polemik und Ernüchterung“ konnte er nicht von ihnen lassen. Zum Glück für uns Leser, sein neuer Band „Legende vom Abholen“ (Edition Rugerup) besitzt Suchtpotenzial. „Diskurse nur von… Continue Reading „99. Lyrikboomjahr 2011“
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