Kategorie: Schweiz

16. Mütze

Wer sich heute nach Literaturzeitschriften umsieht, die eine strenge Poetik des sprach­reflexiven Schreibens favorisieren, der muss zuallererst zur „Mütze“ greifen, zu der auf anre­gende Weise unbe­rechen­baren Essay- und Poesie-Zeit­schrift des Schweizer Lyrik-Editors Urs Engeler. Die Nummer 4 der „Mütze“ ist ein Wunder­werk an erzähle­ri­scher… Continue Reading „16. Mütze“

5. Babelsprech

Lyrisches Davos: Babelsprech in Lana Am Sonntag, 29.9.2013 ist das Treffen junger Lyriker und Lyrikerinnen „Babelsprech“ in Lana/Südtirol zu Ende gegangen. Das Treffen möge zu einem „lyrischen Davos“ werden, von dem wesentliche Impulse für die aktuelle Lyrik ausgehen, diesen Wunsch gab Friederike Tappe-Hornbostel von… Continue Reading „5. Babelsprech“

67. Nachtgeräusche

Anthologie 87: Conrad Ferdinand Meyer, Nachtgeräusche Nachtgeräusche Melde mir die Nachtgeräusche, Muse, Die ans Ohr des Schlummerlosen fluten! Erst das traute Wachtgebell der Hunde, Dann der abgezählte Schlag der Stunde, Dann ein Fischer-Zwiegespräch am Ufer, Dann? Nichts weiter als der ungewisse Geisterlaut der ungebrochnen… Continue Reading „67. Nachtgeräusche“

56. Roughbooks

Roughbooks fokussieren (fast) ausschließlich den Inhalt. Urs Engeler vertreibt im gleichnamigen Verlag die momentan 28 Roughbooks nach einem neuen, erfolgsversprechenden Konzept: Die Titel sind vornehmlich über die Verlagshomepage zu beziehen. Sie werden losgelöst von den Mechaniken des Literaturbetriebs verkauft. Die Vorteile liegen auf den Händen… Continue Reading „56. Roughbooks“

33. Mütze 5

Gegen Ende dieses prächtigen Sommers erscheint die fünfte Mütze: Sie bringt einen Aufsatz von Guy Davenport zum Maler Balthus und einen Text von Stephan Broser zur Geburt der Psychoanalyse, eine “Ohrenperformance mit LiveQuide” von Brigitte Oleschinski und das Ende des ersten Kapitels von “Absalom,… Continue Reading „33. Mütze 5“

13. Stuttgarter Lyriknacht

Die drei Häuser für Literatur in Stuttgart haben sich 2004 zum ersten Mal zusammengeschlossen, um zu einer Nacht der Lyrik einzuladen. Seitdem besuchen zahlreiche Gäste jedes Jahr dieses Wortspektakel. Am Freitag, 6.9., gibt es u.a. Mit „Dichter im Dialog“ startet der Abend um 19… Continue Reading „13. Stuttgarter Lyriknacht“

80. «gedichtlein tuten at the gedicht»

Seine Sammlung bereits verstreut und teilweise auch erstmals publizierter Gedichte – «und ähnliche Dinge», wie es im Untertitel heisst – nennt Urs Allemann «In Sepps Welt». Das ist Einladung und Warnung zugleich. Wer sie betritt, findet Gedichte wie: «ottis od: / ich in ein… Continue Reading „80. «gedichtlein tuten at the gedicht»“

79. Babylonische Leiter

Eine neue Ausgabe von karawa.net ist erschienen: # 005  / Babylonische Leiter Darin u.a.: Политику »Algen gab es da – phrygisch, Pentatonik von Kleinigkeiten, / du warst dir selbst bewusst, und wolltest eine Jacht / vor Anker legen in einem Wasserloch, seine Tiefe / überstieg dich (du… Continue Reading „79. Babylonische Leiter“

58. Mani Matter

Mani Matter – in Schweizer Schulen gehören die Lieder des Berner Troubadours quasi zum Pflichtprogramm: „Dene wos guet geit“, „S Zundhölzli“ oder „Dr Ferdinand isch gstorbe“ dürften einem Großteil der Schweizer Bevölkerung weit besser bekannt sein als die eigene Nationalhymne. Matter – ursprünglich Jurist… Continue Reading „58. Mani Matter“

44. Berner Literaturpreise

Better late than never: Der Kanton Bern verleiht dieses Jahr sechs Literaturpreise. Sie gehen an Michael Fehr, Wolfram Höll, Jonas Lüscher, Li Mollet, Händl Klaus sowie ein Team um Jürg Halter, wie das Amt für Kultur am Mittwoch mitteilte. Die Preise sind mit je… Continue Reading „44. Berner Literaturpreise“

66. Sprachsalz

Die Internationalen Literaturtage Sprachsalz in Hall in Tirol bieten vom 13.–15. September 2013 einmal mehr Begegnungen und Empfehlungen der besonderen Art, wenn drei Tage lang das Parkhotel Hall zur Literaturbühne wird. Ein Schwerpunkt gilt in diesem Jahr verstärkt der Lyrik: Zu Gast sind die… Continue Reading „66. Sprachsalz“

61. Rough

Urs Engeler rezitiert im Radio Boris Vian, sagt Dinge über seinen „Mäzen“, die man so noch nicht hörte und spricht über roughbooks: Bürger: Roughbooks heißt Ihr neues Projekt, ein Internetportal, über das Sie im Direktvertrieb Lyrikbänder vertreiben. Welche Übersetzung schlagen Sie vor für rough? Engeler: Ich… Continue Reading „61. Rough“

53. Wer versteht hier alles?

„dr paraburi rodt sech im schnee / dr schpallamander ghörsch chyche / ds schwipsell triumphiert barockal / und alli analogiele chömed uf ds mal“. Wer versteht hier alles? Und wer hätte vermutet, dass es sich um Verse von Boris Vian handelt, die Kurt Marti… Continue Reading „53. Wer versteht hier alles?“

42. Vehsturz

«Es gid der Ziiti, die siin eso tärra, ganz ohni Wiiti und siin eso schwärra; gsehscht niena, das’s epumha Heitri macht, gheit Stäärnen ir chiidigen, fiischterren Nacht!» Mit diesem vertonten Gedicht des Brienzer Dichters Albert Streich beginnt das Stück «Vehsturz» im Landschaftstheater Ballenberg. (…)… Continue Reading „42. Vehsturz“

25. Ich hab ja Zeit

In letzter Zeit wird ein Zitat von Robert Walser wiederholt gegen die „akademische“, die „Germanistenlyrik“ in Stellung gebracht. Die irgendwie als Gegenpart der herz- und blutvollen wahren Lyrik erscheint. Als ob Germanisten keine Herzlyrik schrieben. Als ob Walser ihresgleichen sei. Aber dem ist nicht… Continue Reading „25. Ich hab ja Zeit“