Kategorie: Deutschland

12. Reiselust

In der aktuellen Lyrik scheint wieder eine neue Reiselust aufzukommen: Autoren wie Thomas Kling, Marcel Beyer oder Oswald Egger nehmen ihre Leser mit in die Bretagne, nach Osteuropa, in die USA oder den Jemen. In diese Reihe fügt sich auch der österreichische Autor Ferdinand… Continue Reading „12. Reiselust“

8. Generation von 1927

Leserbrief zu Nr. 62/ Juli 2004 – faz-meldung: »Es fehlte bisher nur einer, und das war Luis Cernuda. Von allen anderen großen Lyrikern aus der spanischen Generation von 1927, einschließlich der Vorläufer Antonio Machado und Juan Ramón Jiménez, lagen Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache vor.«… Continue Reading „8. Generation von 1927“

25. Das Werk

Angelika Janz: Das Werk! Weh, wer sich selber blüht: Das hat wie dein Sinn für das Falten Gestalten geklungen: geh, wenns dich selber flieht. Hoch das Kinn, das Veralten ist nur dem Verwalten entsprungen! Wie hat das geklungen, als Gewinn, der sich zieht, durchdrungen… Continue Reading „25. Das Werk“

42. Darstellung von Einzelheiten

In der Leipziger Volkszeitung vom 12.6. erinnert sich der Lyriker Heinz Czechowski an seine Zeit am Leipziger Literaturinstitut: 1955 wurde ich von der Arbeitsgemeinschaft junger Autoren zum Studium an das Literaturinstitut empfohlen. Obwohl ich mich mit Gedichten beworben hatte, versteifte ich mich während eines… Continue Reading „42. Darstellung von Einzelheiten“

Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte

Angelika Janz  Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte Inhalt Der Text besteht aus 3 römisch numerierten Absätzen. Die „Zwischenüberschriften“ dieser Inhaltsübersicht sind nicht Bestandtteil des Vortragstextes, wie er im „Wiecker Boten“ 19-21/ 1998 abgedruckt ist, sondern sollen der leichteren Übersicht in der… Continue Reading „Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte“

77. Meraner Lyrikpreis

In einem anderen Fall traute die Jury ihrem Lob für Matthias Göritz nicht, der es als einziger Autor gewagt hatte, aus der mitunter ängstlichen Traditionsergebenheit seiner Kollegen herauszutreten und eine Poetik der Offenheit und des fragmentarischen Subjektivität zu realisieren. Göritz´ Mut, sich wie sein… Continue Reading „77. Meraner Lyrikpreis“

76. Paul Jandls Fazit zu Meran

Mit sehr viel Wohlwollen hat die Jury aus Michael Donhausers Lyrik auch «die Härten der Geschichte» herausgelesen. Wer wie Ulla Hahn ein «Laubtreiben über einen Abstellplatz / mit Kabelrollen, mit Brettern und / Paletten von Ziegeln» gleich für eine Chiffre der Deportation halten will,… Continue Reading „76. Paul Jandls Fazit zu Meran“

21. Was sind Sie eigentlich, Herr Zahl?

Auf den ersten Blick ist diese Geschichte reichlich skurril: Ein Schriftsteller führt einen Kampf gegen die Bürokratie, weil er ohne sein Wissen ausgebürgert wurde. Die Geschichte weist auch rührende Züge auf, denn der Schriftsteller hat Freunde, die sich um ihn kümmern. Allerdings sieht sich… Continue Reading „21. Was sind Sie eigentlich, Herr Zahl?“

69. Ruzickas Celan

Im Frühjahr 1970 hatte Peter Ruzicka sein ¸¸Parsifal-Erlebnis“, das für ihn bald existenzielle Dimensionen annahm. Der junge Komponist begegnete da in Paris dem Dichter Paul Celan, einem 49-jährigen, im Innern zerstörten Menschen, der sich wenige Monate später von einer Seine-Brücke in den Tod stürzte.… Continue Reading „69. Ruzickas Celan“

67. Langweilig?

Die taz vom 24.4.04 findet diese beiden Bücher nicht so schlimm, aber langweilig: Albert Ostermaier: „Solarplexus“. 140 Seiten mit CD, 20,80 Euro; Silke Scheuermann: „Der zärtlichste Punkt im All“. 72 Seiten, 16,90 Euro. Beide bei Suhrkamp, Frankfurt/M. 2004

64. Tatsächlich: Generation Lecker

Nachtrag zu –> 18, 04/04 Das war 2004 Prüfungsthema in Baden-Württemberg Die Analyse des Textes „Generation Lecker. Total lecker – keine Doppelhaushälfte ohne Milchschaumdüse“ von Wolfgang Abel (aus: Badische Zeitung, 19. Oktober 2002) Google beschert mir außerdem u.a. ein Interview mit einem gewissen Daniel… Continue Reading „64. Tatsächlich: Generation Lecker“

60. Kirsch ist Philosoph

und hat sich das genaue Arbeiten am Gedicht zur Pflicht gemacht. Wie sein Vorbild Goethe. „Ich halte nichts davon, Emotionen rauszuschreien“, bekannte er. Er gehörte daher zum klassischen Flügel der so genannten sächsischen Dichterschule. Dazu zählten Adolf Endler, Karl Mickel und Volker Braun. /… Continue Reading „60. Kirsch ist Philosoph“

52. Sächsische Mundart

Wann NS-Gauleiter Mutschmann die sächsische Mundart verbieten ließ, wie die Leipziger Mundartdichterin Lene Voigt aus Westfalen grüßen läßt und wie ein nach Siegen ausgewanderter Ex-Leipziger die Fachwelt verblüffte: Leipziger Volkszeitung 16.4.04 Text Lene Voigt: Dr ewiche Schlipfer

47. Fried und Kunst in Preußen

Vor 345 Jahren starb der Dichter Simon Dach in Königsberg: Zum 1. August 1639 wird Simon Dach an der Universität zum „Professor Poëseos“ ernannt. Als die „Albertina“ 1644 einhundert Jahre alt wird, ist der Professor gehalten, das Fest mit Gedichten zu schmücken und verfasst… Continue Reading „47. Fried und Kunst in Preußen“

43. Späte Jahre

Im Neuen Deutschland vom 15.4.04 stellt Hans-Dieter Schütt Tagebücher des Lyrikers Hanns Cibulka vor. Vermutlich hat er zu viel in der Bibel gelesen; denn er schreibt: … ein Vers zum Schluss. »Auf dem Nordpol/ kalben/ die Gletscher,// das Wasser steigt,// Böhmen/ liegt wieder am… Continue Reading „43. Späte Jahre“