Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In der aktuellen Lyrik scheint wieder eine neue Reiselust aufzukommen: Autoren wie Thomas Kling, Marcel Beyer oder Oswald Egger nehmen ihre Leser mit in die Bretagne, nach Osteuropa, in die USA oder den Jemen. In diese Reihe fügt sich auch der österreichische Autor Ferdinand… Continue Reading „12. Reiselust“
Leserbrief zu Nr. 62/ Juli 2004 – faz-meldung: »Es fehlte bisher nur einer, und das war Luis Cernuda. Von allen anderen großen Lyrikern aus der spanischen Generation von 1927, einschließlich der Vorläufer Antonio Machado und Juan Ramón Jiménez, lagen Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache vor.«… Continue Reading „8. Generation von 1927“
Angelika Janz: Das Werk! Weh, wer sich selber blüht: Das hat wie dein Sinn für das Falten Gestalten geklungen: geh, wenns dich selber flieht. Hoch das Kinn, das Veralten ist nur dem Verwalten entsprungen! Wie hat das geklungen, als Gewinn, der sich zieht, durchdrungen… Continue Reading „25. Das Werk“
In der Leipziger Volkszeitung vom 12.6. erinnert sich der Lyriker Heinz Czechowski an seine Zeit am Leipziger Literaturinstitut: 1955 wurde ich von der Arbeitsgemeinschaft junger Autoren zum Studium an das Literaturinstitut empfohlen. Obwohl ich mich mit Gedichten beworben hatte, versteifte ich mich während eines… Continue Reading „42. Darstellung von Einzelheiten“
Angelika Janz Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte Inhalt Der Text besteht aus 3 römisch numerierten Absätzen. Die „Zwischenüberschriften“ dieser Inhaltsübersicht sind nicht Bestandtteil des Vortragstextes, wie er im „Wiecker Boten“ 19-21/ 1998 abgedruckt ist, sondern sollen der leichteren Übersicht in der… Continue Reading „Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte“
In einem anderen Fall traute die Jury ihrem Lob für Matthias Göritz nicht, der es als einziger Autor gewagt hatte, aus der mitunter ängstlichen Traditionsergebenheit seiner Kollegen herauszutreten und eine Poetik der Offenheit und des fragmentarischen Subjektivität zu realisieren. Göritz´ Mut, sich wie sein… Continue Reading „77. Meraner Lyrikpreis“
Mit sehr viel Wohlwollen hat die Jury aus Michael Donhausers Lyrik auch «die Härten der Geschichte» herausgelesen. Wer wie Ulla Hahn ein «Laubtreiben über einen Abstellplatz / mit Kabelrollen, mit Brettern und / Paletten von Ziegeln» gleich für eine Chiffre der Deportation halten will,… Continue Reading „76. Paul Jandls Fazit zu Meran“
Im Frühjahr 1970 hatte Peter Ruzicka sein ¸¸Parsifal-Erlebnis“, das für ihn bald existenzielle Dimensionen annahm. Der junge Komponist begegnete da in Paris dem Dichter Paul Celan, einem 49-jährigen, im Innern zerstörten Menschen, der sich wenige Monate später von einer Seine-Brücke in den Tod stürzte.… Continue Reading „69. Ruzickas Celan“
Die taz vom 24.4.04 findet diese beiden Bücher nicht so schlimm, aber langweilig: Albert Ostermaier: „Solarplexus“. 140 Seiten mit CD, 20,80 Euro; Silke Scheuermann: „Der zärtlichste Punkt im All“. 72 Seiten, 16,90 Euro. Beide bei Suhrkamp, Frankfurt/M. 2004
und hat sich das genaue Arbeiten am Gedicht zur Pflicht gemacht. Wie sein Vorbild Goethe. „Ich halte nichts davon, Emotionen rauszuschreien“, bekannte er. Er gehörte daher zum klassischen Flügel der so genannten sächsischen Dichterschule. Dazu zählten Adolf Endler, Karl Mickel und Volker Braun. /… Continue Reading „60. Kirsch ist Philosoph“
Wann NS-Gauleiter Mutschmann die sächsische Mundart verbieten ließ, wie die Leipziger Mundartdichterin Lene Voigt aus Westfalen grüßen läßt und wie ein nach Siegen ausgewanderter Ex-Leipziger die Fachwelt verblüffte: Leipziger Volkszeitung 16.4.04 Text Lene Voigt: Dr ewiche Schlipfer
Vor 345 Jahren starb der Dichter Simon Dach in Königsberg: Zum 1. August 1639 wird Simon Dach an der Universität zum „Professor Poëseos“ ernannt. Als die „Albertina“ 1644 einhundert Jahre alt wird, ist der Professor gehalten, das Fest mit Gedichten zu schmücken und verfasst… Continue Reading „47. Fried und Kunst in Preußen“
Im Neuen Deutschland vom 15.4.04 stellt Hans-Dieter Schütt Tagebücher des Lyrikers Hanns Cibulka vor. Vermutlich hat er zu viel in der Bibel gelesen; denn er schreibt: … ein Vers zum Schluss. »Auf dem Nordpol/ kalben/ die Gletscher,// das Wasser steigt,// Böhmen/ liegt wieder am… Continue Reading „43. Späte Jahre“
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