Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
… ja, da galt der Dichter, Zeitschriftengründer, Literaturprofessor und Institutionenstifter Walter Höllerer (…) als „Literaturpapst“. (…) Höllerer nämlich war es, der zwei Jahre nach dem Mauerbau es aufgrund seiner einzigartigen Netzwerk-Fähigkeiten schaffte, von den Amerikanern in Gestalt des Deutschlandexperten Shepard Stone 1,4 Millionen Deutschmarks… Continue Reading „109. Früher“
so weit du sie auch aufreißt – es sind nicht allein die Augen, mit denen du siehst Hansjürgen Bulkowski
Gomringers zentrale ästhetische Technik ist die Überblendung von realen und fiktiven Menschenmonstern, etwa des „Todesarztes“ Josef Mengele und der Horrorfilmfigur Freddy Krueger. Dazu liefert der Band mit den Illustrationen von Reimar Limmer auch gespenstische Bebilderung, die in diesem Fall Mengele im blutbefleckten Kittel und… Continue Reading „105. Gomringers Technik“
Weißensee. Ein einzigartiges Archiv hat unter dem Dach des Niles AW-Gebäudes seine Räume: das „Archiv Schreibender ArbeiterInnen“. Nach einer Odyssee durch Berlin hat diese Sammlung literarischer Raritäten in der Gehringstraße 39 hoffentlich eine dauerhafte Bleibe gefunden. Was sich in diesem Archiv befindet, hat wahrlich… Continue Reading „100. Archiv“
Püttlingen. „Jetzt nageln Sie mich bloß nicht auf Mundart fest”, sagt Georg Fox mit halb ernstem Flehen. Aber genau dafür ist der Püttlinger Autor bekannt, für seine Mundart-Kolumnen, die er für die Saarbrücker Zeitung schreibt, für „Òòmends schbääd”, seine Sendung auf SR 3 Saarlandwelle. Die… Continue Reading „99. Dialekt und Hochdeutsch“
Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verleiht Matthias Kehle den Thaddäus-Troll-Preis 2013. Matthias Kehle, geboren 1967, Germanist und Soziologe, lebt in Karlsruhe als freier Schriftsteller und Kritiker. Er bekommt den Preis für seinen Gedichtband Scherbenballett, der 2012 beim Verlag Klöpfer & Meyer erschienen ist. Seit… Continue Reading „98. Thaddäus-Troll-Preis für Matthias Kehle“
Noch bei Luchterhand erschien 1961 ihr erster eigener Gedichtband, und schon das allererste Gedicht in diesem Buch löste, als es in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vorabgedruckt wurde, einen kleinen Skandal in Form von protestierenden Leserbriefen aus. Man las: eia wasser regnet schlaf eia abend… Continue Reading „95. Elisabeth Borchers gestorben“
„Verwelkte Blume, Menschenkind, Man senkt gelind, dich in die Erd hinunter, dann wird ob dir, der Rasen grün und Blumen blühn, und du blühst mitten darunter.“ Dieses letzte Gedicht Friedrich Rückerts (1788-1866) trug Hans Schömburg am Grabe des Dichters vor. Er war Begleiter beim… Continue Reading „93. Rückerts Orte“
„April ist der übelste Monat von allen, treibt Flieder aus der toten Erde …“. Unheilschwanger lässt T.S. Eliot sein weltberühmtes Gedicht „The Waste Land“ beginnen. „Ein Hohelied der Bitternis, mit trockener Kehle verfasst“, befindet der Lyriker Norbert Hummelt, der den Klassiker von 1922 neu… Continue Reading „91. Avantgarde-Klassizist“
PUBLIKATION & LESETOUR: das war absicht Ein Jahr nach der Veröffentlichung unserer Anthologie “40 % Paradies” haben wir unseren ersten kollektiven Text verfasst: “das war absicht”. Ein Cut daraus ist bereits in der Bella Triste 36 erschienen, nun liegt der ganze Text als Heft bei SuKuLTuR vor.… Continue Reading „90. das war absicht“
Jan Kuhlbrodt: Kommen wir also zu deinen Gedichten. Collage! Ich versuche gerade herauszufinden, was du collagierst. Steffen Popp: Ich habe immer, auch während meines Literaturstudiums versucht, eine richtig gute Unterscheidung zwischen Collage und Montage zu finden. Das ist mir nicht wirklich gelungen. Was collagiere… Continue Reading „88. Was collagiere ich?“
„Lyrik hat etwas Befreiendes. Befreiend für den Leser und den Schreiber“, ist sich Oliver Tazl sicher. Und zwar so sicher, dass er gemeinsam mit Christopher Tafeit und Ina Plattner das Buch „Neue Zeitpunkte“ herausgegeben hat. Inhalt: 40 Gedichte. Verfasser: Jugendliche, die im Murtal leben… Continue Reading „86. Aktion“
Doch, es gibt sie: Autoren, die Sprache verdichten, Worte und Sinn beleuchten, befragen, reflektieren. Dichter, die ihre Texte nicht nur, aber auch für die berüchtigte Schublade produzieren, weil zeitgenössische Lyrik als schwer zugänglich gilt (es oft auch ist) und sich nur schwer verkaufen lässt;… Continue Reading „84. Es gibt sie“
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