Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Was beschäftigte Gottfried Benn an sechs von sieben Wochentagen und war für W.H. Auden eine Sucht, die dem Konsum von Tabak oder Alkohol gleichkam? Welche Leidenschaft – neben der Lyrik selbst – verbindet beide Dichter mit Pablo Neruda, mit Bertolt Brecht und Helmut Heißenbüttel?… Continue Reading „124. Verschlossener Raum“
Brecht konnte Los Angeles nicht ausstehen. „Nachdenkend über die Hölle“ – wie der Exilant um 1940 ein Gedicht überschrieb – fand er, diese müsse „noch mehr Los Angeles gleichen“. / Bernhard Schulz, Tagesspiegel
Das Gedicht «Vom armen B. B.», am Ende der ebenso berühmten «Hauspostille», wird seit je als lyrische Autobiografie gehandelt. Noch zu Brechts 50. Todestag wurde es auf BBC verlesen, um einem weltweiten Publikum nahezubringen, wer Bertolt Brecht war. Näher besehen, ist es eine einzige… Continue Reading „50. Vom armen B. B.“
Bernd Jentzsch VON GEDICHTEN 1) Zahl-, schutz-, macht-, folgenlos. 2) Aber wenn sich etwas zu verändern beginnt, zeigt man auf die, die sie gemacht haben. 3) Wer Gedichte machen will, muß einmal gestorben sein zur Hälfte / des Lebens; ein Widergänger, die leuchtenden Adern… Continue Reading „85. Meine Anthologie: Von Gedichten“
Sensation Stille Nacht: Neue Strophen aufgetaucht Das berühmteste Weihnachts-Lied der Welt hat jetzt 6 Strophen. melden die Ösis (Oe24.at). Bevor ich das weitergebe, schau ich lieber mal nach (wär ich Journalist, würd ich sagen: ich recherchiere). Und mein Gedächtnis trübt nicht. Hat schon immer 6… Continue Reading „90. Doppelt so lang?“
Lassen sich teure editorische Großprojekte nur aus einer editionstheoretischen und -praktischen Warte rechtfertigen oder auch vom vermeintlichen Kern der Literaturwissenschaft aus, also vom (cum grano salis) „Interpretieren“? Gibt es, zumindest für die ‚moderne‘ Lyrik seit Friedrich Hölderlin, aufgrund der hohen Anforderungen, die das Genre… Continue Reading „121. Edition und Interpretation“
Manche mögen nur den einen und verachten den andern, oder umgekehrt. Manche hassen beide. Ich liebe beide, so wie beide Brecht und Villon liebten. Wie auch sonst. Biermann, Villon und Degenhardt müssen es mit mir aushalten. Der eine ist gestern gestorben, der andere feierte… Continue Reading „65. Der große Bruder Franz Villon“
Überhaupt ist es dieses Eröffnungskapitel, das mit seinen akribisch recherchierten Details zu den Lebensumständen des Dichters im umkämpften Berlin die Stärken dieser Biografie zeigt. Hof konzentriert sich auf die Erschließung der Fakten und wahrt eine auffällige Distanz zu den meist ideengeschichtlich orientierten oder weltanschaulich… Continue Reading „127. Mann ohne Gedächtnis“
Feliu Formosa liest aus seinen Gedichten (katalanisch). Moderation, Übersetzungen und Lesung der deutschen Texte: Àxel Sanjosé Montag, den 7. November 2011, um 20 Uhr Lyrik Kabinett München Eintritt: €7,- / € 5,-; Mitglieder: freier Eintritt Feliu Formosa, geb. 1934 in Sabadell, Katalonien, erhielt 2011… Continue Reading „104. Com si res – Als ob nichts wäre“
Was haben Lutz Jahoda, Hilmar Thate und Manfred Wekwerth gemeinsam? Sie unterstützen einen der Anträge an den Erfurter Parteitag, in denen die Aufnahme der »Fragen eines lesenden Arbeiters« ins neue Programm der LINKEN gefordert wird. Dem Brecht-Gedicht wird symbolische Bedeutung beigemessen: Mit ihm könne… Continue Reading „62. Brecht ins Programm“
Ballade, welche das Duell betrifft, das Herr von Bergerac ausfocht mit einem Wicht Abseits werf ich meinen Filz und, damit ich Luft mir schaffe, auch den Mantel; denn nun gilt’s! Rüstiger als ein Schlaraffe greif ich meine blanke Waffe, und zu meinem Gegner… Continue Reading „37. Meine Anthologie: Beim letzten Verse stech ich“
das muß wohl stimmen, das hört man jetzt öfter: „Ist unser Volk der Reimerchen seit Gottfried Benn im Eimerchen?“ fragte 1965 der paukende Kabarettist Wolfgang Neuss. Fast ein Jahrzehnt nach seinem Tod war Benn noch der Maßstab. Ein paar Jahre später schien er dann… Continue Reading „132. Benn im Eimerchen“
Bei Facebook entdeckt: fitzgerald kusz brecht-haiku affm brecht seim groob am dorotheenstädter friedhof bläihä di goddesaung Brecht starb am 14.8. vor 55 Jahren. (Interessant, daß ich als Nordeutscher das zu verstehen glaube, während Robert Schindel sagt: „Letzte Zeile für Wiener wie mich unverständlich. Erbitte… Continue Reading „83. Goddesaung“
3,20 kostet das gute Stück. „die zeiten für poesie, / sie waren nie besser“ dichtet die Welt am Sonntag auf der Titelseite. Von den 5 Seiten Lyrik seien 2 empfohlen, oder ein Teil der 2 Seiten 52/53. Peter Wawerzinek parodiert „seine Kollegen“, will sagen… Continue Reading „125. Welt-Lyrik“
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