Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
It is hard to understand why the English poet Charlotte Mew (1869-1928) isn’t better known. She deserves more readers. Virginia Woolf recognized that she was „very good and interesting and unlike anyone else,“ and Thomas Hardy, whom she revered as the „King of Wessex,“… Continue Reading „Charlotte Mew“
Ungeschönt und ungekürzt sind alle Texte versammelt, die Martin Merz in die Tasten seiner Schreibmaschine gehämmert hat – ohne je zu korrigieren, ohne Widerruf oder Überarbeitung, wie Klaus Merz von der quasi eruptiven Schreibweise seines Bruders berichtet. So bleibt einem beim Lesen, den qualitativen… Continue Reading „Martin Merz (1950 – 1983)“
Wie Adorno Eislers Vertonung der Becherhymne als ästhetischen Widerstand las, zeigt D. Razumovsky in der SZ vom 20.8.03
Die Autoren Ines Geipel und Joachim Walther haben jetzt bekannt gegeben, daß sie an einem „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“ arbeiten. Für Literaturwissenschaftler könnte sich hier ein Fundgrube auftun, etwa in den Gedichten von Edeltraut Eckert, deren Schwester ein Schreibheft mit 101 Gefängnis-Gedichten… Continue Reading „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“
Zum 70. Geburtstag von Reiner Kunze: Ostthüringer Zeitung 21.8.03 / Berliner Morgenpost 16.8.03 / Berliner Zeitung 16.8.03
Das «Poem über den Laut» [von Andrej Bely] ist ein genialisches Kompilat, in dem angelesenes Wissen und beiläufige Assoziationen, dichterische Einbildungskraft und missionarischer Eifer, philologische Akribie und philosophische Spekulation sich zu einer wahrhaft glossolalischen Wortflut vereinigen, die Relikte – Laute, Silben, Wörter, Wortverbindungen –… Continue Reading „Sprachverrückt“
Indem er sprachliche Mechanismen freilegt und genussvoll ausweidet, verwickelt er sich auch leicht in kleine Diskurse, hält wie beiläufig, absichtsvoll absichtslos, vertrackte Fragen hin, winzige Theoreme: «‹ich bin ein gedicht› – sicher einer der verzwacktesten sätze deutschsprachiger lyrik. ein / widerborst. der ist wovon… Continue Reading „«gedichtbegleitende massnahme»“
Er, der vom Klang des Walisischen bezaubert war, gab sich bis auf rare Ausnahmen karg und nüchtern im Umgang mit der englischen Sprache – was die Hintergründigkeit der scheinbar so geradlinig vorgebrachten Gedanken oft noch irritierender macht. Unversehens könnte sich der Leser in einer… Continue Reading „Die Vogelscheuche Nächstenliebe“
Von der Romantik als Liebeslyrik wieder- und als Erlebnislyrik neu entdeckt, sind Shakespeares 154 Sonette vielleicht immer noch weniger bekannt als seine Dramen, aber deswegen nicht weniger häufig übersetzt. Unter den zahlreichen in den letzten Jahren erschienenen Publikationen zu Shakespeare finden sich auch neue… Continue Reading „Shakespeare-Sonette“
Giuseppe Ungaretti (1888-1970) gilt als «Erfinder» der hermetischen Lyrik: Hitler hätte sein Werk wohl in den Mülleimer für Entartetes geworfen; Mussolini hingegen gefiel es so sehr, dass er ihn im Aussenministerium als Pressesprecher einstellte. Das erstaunt, sind doch die Gedichte alles andere als pathetisch-schwülstiges… Continue Reading „Verzweifeln & erleuchten…“
stammen die folgenden Verse, die noch heute jeder halbwegs gebildete Italiener herzusagen weiss: «Quant’è bella giovinezza / Che si fugge tuttavia; / Chi vuol esser lieto sia, / Di doman non v’è certezza», zu Deutsch – wenn man die Achtsilbler aus dem Anfang des… Continue Reading „Von einem, der es wissen musste,“
Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Morgenpost vom 27.7.03: Jakob van Hoddis: Morgens
Der Spiegel spricht mit Wolf Biermann über seine Erinnerungen an den Hamburger Feuersturm vor 60 Jahren: Meine Mutter freute sich über die Bombenangriffe, weil auch sie Kommunistin war – und weil nicht allein mein Vater, sondern unsere gesamte jüdische Familie ermordet worden war. Die… Continue Reading „Der Feuersturm brüllt“
Für die NZZ vom 26.7.03 bespricht Hans-Albrecht Koch eine Bremer Ausstellung (samt Buch) über Rilkes Worpswede-Monographie. Bis 24. August. Publikation: Rilke. Worpswede. Eine Ausstellung als Phantasie über ein Buch. 2003. 383 S., Fr. 42
Natürlich ist diese neue Generation nicht so naiv, sich gänzlich dem Traditionszertrümmerer Brinkmann hinzugeben. Was sich da mit sehr eigenen Wahrnehmungsweisen und Abweichwinkeln in dieser Anthologie tummelt, bewegt sich durch die unterschiedlichsten lyrischen Galaxien: von Mandelstam bis Brinkmann, von Rilke bis Rühmkorf, von Leonard… Continue Reading „„Wieder steht ein Realismus rum““
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