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Veröffentlicht am 4. Oktober 2026 von lyrikzeitung
87 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Die Fragen waren falsch gestellt und standen über dem dampfenden Fluss fern von den Fischerkaten, fern von der dunklen Treppe, fern von deinem und meinem Gesicht. Wer meinte, der runde Mond bedeutete etwas, wer wähnte kindlichen Gemüts drunten am Ponton das Licht warm aus den Fenstern, die Schemen? Die Fragen trieben mit dem Fluss, erreichten die offene See, entgingen der Hoffnung nicht vom großen Bad, der Reinigung im Schiffbruch.
Aus: Uwe Kolbe, Das Alter der Elbe. Gedichte. Frankfurt/Main: S. Fischer, 2026, S. 125
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bedeutung, Das Alter der Elbe, Das Alter der Elbe Gedichte, deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Die Fragen, Elbe, Erinnerung, falsche Fragen, Fensterlicht, Fischerkaten, Fluss, Flussgedicht, Fragen, Gegenwartslyrik, Hoffnung, Ich und Du, Landschaftsgedicht, Lyrik 2026, Meer, Mond, Naturlyrik, offene See, Ponton, Reinigung, S. Fischer, Scheitern, Schiffbruch, Uwe Kolbe, Uwe Kolbe Gedichte
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