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Veröffentlicht am 6. Oktober 2026 von lyrikzeitung
(* 30. Juni 1911 in Šeteniai, poln.: Szetejnie, Gouvernement Kowno, Russisches Kaiserreich (heute Litauen); † 14. August 2004 in Krakau, Polen)
Ich habe gelernt mit meiner Verzweiflung zu leben. Und plötzlich ist da jemand, der ungebeten In Gedichten die Gründe für Verzweiflung aufzählt. Soll ich dankbar sein? Ich wüsste nicht wofür. Das Bewusstsein hat verschiedene Niveaus, Und wer mich mit dem Tod erschreckt, stößt mich hinab auf ein tieferes. Du trauriger Larkin, auch ich weiß vom Tod, Der ständig allen Lebendigen droht, Doch passend ist dieses Thema nie In keiner Ode und in keiner Elegie.
Deutsch von Doreen Daume, aus: Czesław Miłosz, Gedichte. Ausgewählt und mit einem Nachwort von Adam Zagajewski. München: Hanser, 2023, S. 143
Żyć nauczyłem się z moją rozpaczą.
A tu przychodzi ktoś, kto, nieproszony,
Wierszem wylicza powody rozpaczy.
Czy mam dziękować? Nie bardzo jest za co.
Skoro świadomość różne ma poziomy,
Na niższy spycha mnie, kto śmiercią straszy.
Ja też pamiętam, żałobny Larkinie,
Że śmierć nikogo z żywych nie ominie,
Nie jest to jednak temat odpowiedni
Ani dla ody, ani dla elegii.
Das Gedicht erschien zunächst 1999 im Tygodnik Powszechny und wurde dann in Miłosz’ Band To (2000) aufgenommen.
Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Adam Zagajewski, britische Lyrik, Czesław Miłosz, Doreen Daume, Elegie, Gedichte, Gegen die Poesie von Philip Larkin, Hanser, Ode, Philip Larkin, Poetik, polnische Lyrik, Przeciwko poezji Filipa Larkina, Tod, Todesangst, Verzweiflung
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