Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Erfolge gibt es keine – wer das versteht, kann auch schreiben. Das heisst nicht, dass es keine Anerkennungen gibt, keinen Zuspruch, keinen Ruhm und kein Geld; nur ist das kaum mehr als partielle Schmerzlinderung. Es hilft dem materiellen Überleben, ist aber immer nur Ersatz… Continue Reading „97. Kein Erfolg“
Literaturwerkstatt Berlin Programm Sept/Okt 2012 Mo 3.9. 20:00 Start in die Saison Mit Volker Braun (Autor, Berlin), Sabine Scho (Autorin, Sao Paulo und Berlin), Ricardo Domeneck (Autor, Berlin und Sao Paulo), Ulf Stolterfoht (Autor, Berlin), Ulrike Almut Sandig (Autorin, Berlin), Marlen Pelny (Musikerin, Berlin)… Continue Reading „96. Saison“
Am Anfang des Gedichtbandes überrascht uns Lange mit einem «Taglied», das in zarten, tastenden Fügungen vom Erwachen der Sinne am Morgen handelt, von einer poetischen Osmose zwischen dem lyrischen Ich und einer Welt, die immer mehr in den Bann der Digitalisierung gezogen wird. Solche… Continue Reading „94. Langes Kunstkammer“
WF SCHMID: Ich find ja das Rezeptionspotential des Buches zwischen Gedichtband und Ausstellungskatalog spannend. Wenn wir mal nur vom Text ohne seine Funktion innerhalb der Ausstellung ausgehen: Siehst Du, in Hinblick auf Deine Dichtung, das Buch widerspruchsfrei als Gedichtband? GERHARD FALKNER: Ich höre es bei Dir zwischen den… Continue Reading „93. Pergamon“
Buchebners zweite Inspirationsquelle ist, wie man in dem wunderbaren Sammelband ich die eule von wien nachlesen kann, weitaus verblüffender. Der Dichter, lose verankert in dem Literatenzirkel um den Wien-Heimkehrer Hermann Hakel, verehrt den US-Beat-Poeten Allen Ginsberg. Ihm denkt er die Rolle des Erlösers zu: „ginsberg wo… Continue Reading „92. Zwei Frühvollendete“
Elfriede Jelinek hat einen klugen Text der Solidarität geschrieben: Ich habe lange überlegt, wie ich mich mit den Pussy Riot solidarisch erklären könnte. Ich habe sogar einen kleinen Text geschrieben, den ich in meine Homepage stellen wollte, ein Foto von mir selbst dazu, mit… Continue Reading „87. Pflicht zum Protest“
Ein paar interessante Akzente und sprachliche Rätsel birgt ein Gespräch, das Michael Köhler mit Hubert Winkels über die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2012 führte. Einige Zitate: 1 Na ja, die Liste hat so einige direkt auffallende Eigenheiten. Es sind fünf Suhrkamp-Titel dabei, das ist enorm,… Continue Reading „83. Longlist“
Als Lyriker(in) bezeichnet man eine bestimmte Art der poetischen Stimme. LyrikerInnen haben eine schwerere Stimme als Soubretten, aber eine leichtere als dramatische und hochdramatische SchriftstellerInnen. Die Begriffe leicht und schwer beschreiben mehrere Aspekte der Redephysiologie wie Umfang und Klangfarbe, Beweglichkeit, Volumen und Tragfähigkeit. LyrikerIn ist außerdem eine Bezeichnung für ein Stimmfach, in dem die betreffenden poetischen und prosaischeren Partien zusammengefasst sind.… Continue Reading „82. Lyriker(in)“
Die [Elsass-Freunde] schlugen vor, einen Gedichte-Weg entlang der Promenade einzurichten. Solche gibt es bereits als «sentiers des poètes» in Munster, Blienschwiller und Soultzmatt. Warum also nicht auch in Basel Gedichttafeln entlang der Promenade? Hans-Jörg Renk von den Elsass-Freunden sagt: «Die Gedichte sollen einen Bezug zur… Continue Reading „78. Gedichtweg“
Ich erkläre mich mit Pussy Riot solidarisch und wünsche, dass sie in die Freiheit entlassen werden! Russland ist im Augenblick eine lupenreine Diktatur und ein Unrechtsstaat. Ein solcher Schauprozess ist die Fortsetzung der Sowjetunion mit anderen Mitteln. Dem Gebet von Pussy Riot zur Erlösung… Continue Reading „77. Solidarität“
Aber das zentrale Trauma seiner Familie wurde erst zum Thema seines Werks, als sechs Jahre später der Roman „Der Verlorene“ erschien. Bis dahin galt Treichel als ein sensibel-lakonischer Lyriker, der sich seit dem Ende der siebziger Jahre mit Gedichtbänden wie „Restposten Wunder“, „Liebe Not“… Continue Reading „76. Hans-Ulrich Treichel zum 60.“
In der arabischen Welt hat Lyrik einen anderen Stellenwert als bei uns. Man besitzt, ob Handwerker oder Ärztin, ob Politiker oder Straßenhändler, einen gewissen Fundus an auswendig gelernten Gedichten, die ganz selbstverständlich in Konversationen eingebaut werden. „Mein Baghdad ist ein Lied“ heißt es in… Continue Reading „75. Bildstärke“
Fritz J. Raddatz in der Welt über Durs Grünbein (und Gernhardt und manche andere): „Meister der Plauderpoeme“ – „Gedichte, begreifbar wie Fernsehnachrichten, aber aufgeputzt wie für den Souvenirladen: Was ist nur bei Durs Grünbein schief gegangen?“ Er wird ausgerufen zu einer „der markantesten Stimmen… Continue Reading „73. Harsch“
Seinen Geburtstag, den 22. Mai 1813, kommentierte Richard Wagner selbst mit Augenzwinkern – und einem Gedicht: „Im wunderschönen Monat Mai / kroch Richard Wagner aus dem Ei; / ihm wünschen alle, die ihn lieben, / er wäre lieber drin geblieben.“ / Donaukurier
Die besondere Schönheit des nächtlichen Lyrik-Lesens besteht wohl in der Entlastung von der Bedeutsamkeit. Der Umgang mit Gedichten ist uns leider von den strengen Literaturlehrern in ganz besonderem Maß erschwert worden. Die „Interpretation“ oder die „Textanalyse“, die uns schon in der Schule als einzig… Continue Reading „70. Schönheit des nächtlichen Lyrik-Lesens“
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