Kategorie: Deutsch

23. Viele Gedichte

Dichtung ist Provokation, ist Zeitgenossenschaft, ist Klangkunst. Selten konventionell, aber dafür unbedingt existentiell ist das Gedicht. „Lyrik lesen!“, lautet die Devise dieser Sendung. Gutenbergs Welt spricht unter anderem mit Franz Mon über sein Lebenswerk. Ein Meilenstein der Lyrikgeschichte ist Franz Mons Lesebuch „Zuflucht bei Fliegen“.… Continue Reading „23. Viele Gedichte“

20. „Poetisch“

Der Spießer verlangt, daß der „Dichter“ wenn schon nicht edel und groß und ein Vorbild dann wenigstens „poetisch“ zu sein habe. Natürlich auch beim Essen oder beim Sex: Die Poesie seiner Lyrik findet man bei diesem Macho, in seinen Beziehungen zu Frauen, so nicht… Continue Reading „20. „Poetisch““

19. Zuß und Ames (suchen Streit)

Zuß und Ames suchen Streit und begegnen sich in Berlin; in der Art in der ein Freistoßschütze dem Torwart begegnet; wer wer ist, ist egal, weil es wechselt. Es geht um Kollegialität, um Polemik, Poetik, um zwölf coole Arbeiter im Lyrikstandort Berlin, um Unzufriedenheit und… Continue Reading „19. Zuß und Ames (suchen Streit)“

18. Radio-Fundsachen

Von den Anfängen Präsentiert von Michael Augustin Fundsachen-Sammler Michael Augustin bringt denkwürdige Anfänge zu Gehör. Beteiligt sind u.a. Hans Bender, Nora Gomringer, Richard Burton, Dylan Thomas, James Last und Radio-Bremen-Gründer Hans-Günther Oesterreich. Schachspieler, Komponisten, Romanciers und Radiomacher wissen, wie sehr es für sie, wollen… Continue Reading „18. Radio-Fundsachen“

17. Elementar & plebejisch

Von seinen Genossen, die den ehemaligen Berliner Anarchokommunisten als Trotzkisten verdächtigten, trennte er sich 1939 mit der Klage, „dass sie mein Talent niederzuhalten bestrebt sind“. Er starb 1952 bei einem Besuch in der Heimat, von seiner Tante in Wien gepflegt und von Freunden im… Continue Reading „17. Elementar & plebejisch“

16. Poetopie

der neue Kalender an der Wand versteht zu warten Hansjürgen Bulkowski

15. Aber wir wollten doch schön seyn

Wer köpft hier wen? Hält Robespierre seinen eigenen Kopf der Menge hin, oder zeigt ein Henker dessen abgeschlagenen Kopf dem Volk? Die Titelseite der neuen Lyrik-Zeitschrift Aber wir wollten doch schön seyn wirft Fragen auf, für die es keine klare Antwort gibt. Warum die… Continue Reading „15. Aber wir wollten doch schön seyn“

14. Neuer Leiter des Lyrik Kabinett

Zum 1. Januar 2014 übernimmt Dr. Holger Pils die Leitung der Münchner Stiftung Lyrik Kabinett, die die europaweit zweitgrößte Lyrik-Bibliothek (mit 50.000 Medien) unterhält, regelmäßig Autorenlesungen ausrichtet und Editionen vorlegt. Dr. Pils leitet seit April 2009 das Buddenbrookhaus in Lübeck und tritt in München… Continue Reading „14. Neuer Leiter des Lyrik Kabinett“

13. Bayrische Dichter

Bayerische Dichterinnen und Dichter wohnen nicht in Elfenbeintürmen. Seit jeher mischen sie sich unters Volk, um möglichst nah das Ohr an dessen Mund zu haben. Und wo lässt sich das am besten bewerkstelligen? Natürlich im Wirtshaus! Genau genommen ließe sich bayerische Literaturgeschichte genauso gut… Continue Reading „13. Bayrische Dichter“

8. Dieser Jesse Thoor

Neben dem unstet umherziehenden Handwerker Peter Karl Höfler ist da Jesse Thoor. Mit Beginn der Flucht aus Deutschland gerät Höfler in immer größere Distanz zu den Kommunisten. Im tschechischen Exil nimmt Höfler den neuen Namen an, den er ableitet von Jesus und dem nordgermanischen… Continue Reading „8. Dieser Jesse Thoor“

6. „Ich wache endlich auf“

„Bis jetzt habe ich immer gedacht, ich müsste die Beste sein“, sagt eine Freundin zu mir. „Aber langsam merke ich, dass im Privatleben mehr zu holen ist als im Beruf. Es ist, als wache ich endlich auf.“ Ist das nun der Backlash der Frauenbewegung… Continue Reading „6. „Ich wache endlich auf““

2. Exzellenz & Ganzheitlichkeit

Mit der Erfindung des Buchdrucks wurden Zugang und Verteilung von Wissen nachhaltig verändert. Das bisherige Selbstverständnis der Dichter wurde in Frage gestellt. Das Weltnetz revolutioniert den Wissenszugang noch radikaler als der Buchdruck. Was an Wissen nicht nachgefragt wird, verkommt zur Marginalie. Umgekehrt erschliesst das… Continue Reading „2. Exzellenz & Ganzheitlichkeit“

121. Auch ich und du

Eva Strittmatter gehört nicht zu meinen LieblingsautorInnen. Aber ich habe ihr erstes Buch und etliche danach gelesen. Verse auch von ihr haben sich mir ins Hirn gebrannt, manche benutze ich im Alltag. So auch heute aus gegebenem unerfreulichem Anlaß. Ich nehme das mir wieder… Continue Reading „121. Auch ich und du“

119. Mehr Tanzgedichte

Auf Lyrik von Martina Hefter und Jan Wagner im letzten Blog (siehe hier) folgen hier Gedichte von Adrian Nichols und Monika Rinck. Von WIEBKE HÜSTER

116. Strenge Rätsel

Von Karl Kraus stammt die schöne Maxime: „Künstler sollten Rätsel schaffen, nicht Lösungen.“ An einer avancierten „Tropen- und Rätselsprache“ (Novalis) arbeitet auch die sehr verschlossene, alle Stoffe, Themen, Substanzen und Motive extrem konzentrierende Dichtung Àxel Sanjosés. Der 1960 in Barcelona geborene, seit 1978 in… Continue Reading „116. Strenge Rätsel“