Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Carolin Callies die 35 Jahre junge Lyrikerin, hat den Thaddäus Troll Preis der baden-württembergischen Autoren gewonnen… Natürlich hätte sie damit rechnen können, denn diesen Preis erhalten nur Autorinnen und Autoren, die zuvor schon Stipendiaten des Verbands deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg waren. Aber dass ihr… Continue Reading „Schräges Denken“
Ein Abend mit Lesungen von Natalia Azarova (Text) und Hendrik Jackson (Text und Bild), unter Teilnahme von Petr Kolpakov (Musik). Sonntag, 29.11. 20:00 Uhr Ausland Lychener Strasse 60, 10437 Berlin Es sind zwei Premieren: Zum ersten Mal liest in Berlin die russische Lyrikerin Natalia… Continue Reading „ROTE KRÄNE“
In ihrer Rede zur Verleihung des Weilheimer Literaturpreises 2015, dem zentralen Text ihres Prosabandes, vergleicht Nora Gomringer ihrer beider literarischen Modernitätsbegriffe und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: «Jetzt, mit 35, ist mir vollkommen klar, wie reaktionär und konservativ mein Welt- und Gedankenkonstrukt ist im… Continue Reading „Vom Wenn“
Es lässt sich, zusammengefasst, einiges über dieses schmale Bändchen sagen, viel mehr aber mit ihm. Filips‘ „Scheiße-Engel“ gehört noch in diese Ordnung von Gedichtbänden, die in den siebziger und achtziger Jahren viel häufiger gewesen zu sein scheinen: Lyrik, die sich als Teil geisteswissenschaftlicher Diskurse… Continue Reading „Lyrik als Organelle“
Beim DLR gehts ja richtig zur Sache. Hier zu Judith Holofernes. Harsch? Gar kein Ausdruck: Jeder noch so doofe Kalauer wird mitgenommen und in Knittelverse gequetscht. Selbstverständlich immer mit Endreim, mehr oder weniger zumindest. Die Autorin nimmt es nicht so genau: „nass“ – „Spaß“;… Continue Reading „Doofe Kalauer, schlechte Verse“
Harsch das Urteil Gregor Dotzauers über die Gedichte Raoul Schrotts: Die Gedichte, die darauf reagieren, sind oft nicht viel besser. Sie feiern das Diesseits mit syntaktisch braven Zeilenbrüchen in den Beschwernissen des Alltags, und sie sprechen durch die verschiedensten Rollen hindurch: vom Pizzabäcker bis… Continue Reading „Nicht nichts“
Ihm ist etwas gelungen, woran viele passionierte Sprachspieler vor ihm gescheitert sind. Trotz der sehr strengen Vorgabe, die Palindrome bedeuten, hat Meyer stellenweise Gedichte von beachtlicher Poetizität verfasst. Novembertage, Restaurantimpressionen, Hormone – alles Texte, die den Leser nicht mit dem üblichen palindromesken Nonsens kujonieren,… Continue Reading „Aus böse verschuldeten Tönen dieser weiche / Weltenglitzer“
Eine schwarze Phantasie aus Greifswald. Wolfgang Koeppen, der als junger Mann in Greifswald Kafka las, dann die Stadt verließ und Autor wurde. Im Alter erschrieb er sich eine Jugend: Ich war Raskolnikow. Ich war einer aus den Dämonen. Der aus dem Kellerloch. Der aus… Continue Reading „Literarisches Greifswald (2)“
in deinen Nerven – angefüllt mit bedrohlichen Nachrichten – tobt schon der Krieg Hansjürgen Bulkowski
Liebe Dichterin, Lyrikerin, Poetin, Verseschmiedin*, Lieber Verseschmied, Poet, Lyriker, Dichter**, die Auswahl- und Lektoratsclique, bestehend aus Katja Horn, Kristin Schulz, Clemens Schittko und mir***, hat alle eingereichten Texte gesichtet. Uns lagen ca. 700 Gedichte von etwas weniger als 100 Einsendern vor. Gedichte, die uns nicht zugesandt wurden, konnten… Continue Reading „Fünfzigtausend Anschläge“
Moderation von Peter Geist zur Lesung von Thomas Kunst im Peter-Huchel-Haus am 17.11. In diesem Jahr erlaubt sich der gerade 50 Jahre alt gewordene Thomas Kunst, den geneigten Leser mit gleich zwei neuen Büchern betören zu wollen, einer als „Roman“ deklarierten „Freie Folge“ und… Continue Reading „Geist über Kunst“
Die Berner Lyrikerin Andrea Maria Keller erschafft mit wenigen Worten vielschichtige Klangräume. Am Mittwoch erhält sie für ihre Funde ein «Weiterschreiben»-Stipendium. Die Preisfeier «Weiterschreiben» fand am Mittwochabend um 20 Uhr in der Aula des Progr in Bern statt. Der Bund schreibt u.a. über die wortschatzkarten… Continue Reading „„Weiterschreiben““
„Brouheidig verkleama / head se fast so o, / ois ob koana mehr woaß, / wos des hoaßt/ und grad a so,/ ois obs as / no nia gem hod.“ Ist nicht schlimm, wenn Sie zu den Leuten gehören, die mit den ersten zwei… Continue Reading „Brouheidig“
Doch [Horst] Samson pflegt keine traditionsreiche Nostalgie der Geschichte des Banats, das Ende des 17. Jahrhunderts mehrheitlich von Deutschen mit Zentrum in Timisoara, dem deutschen Temeswar, besiedelt und von den wechselnden europäischen Mächten beherrscht wurde. Im Gegenteil. Als ehemaliger Autor und Redakteur der deutschsprachigen… Continue Reading „Als feindliches Element“
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