Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Harsch das Urteil des Rezensenten über den dritten Band von Matthias Göritz: Leider muss man konstatieren: Anstatt das Potenzial seiner Werkzeuge auszunutzen, fasern die Gedichte in labberiges Pathos aus, verfallen in einen rhythmisch unglücklichen Stop-and-Go-Modus oder hüllen noch die belanglosesten Gedanken in den Anschein… Continue Reading „77. Anschein von Literarizität“
Mitgerissen in einem assoziativen Strom von Berührungen, Düften und stillen Augenblicken staunt der Leser über den Bauchladen voller Merkwürdigkeiten, den die Autorin Anne Dorn ihm anpreist. Sie hat viel zu erzählen. „Und aus solchem Reichtum, / den ich mit mir herumschleppe, / erwächst mir… Continue Reading „76. Seltsame Sucht, sich aufzurichten“
Getwitterte Abiperlen aus Frankreich 2012: „Sprechen wir von Rimbauds Werk. Rimbaud hat viele Teile… Rimbaud 1 Rimbaud 2 Rimbaud 3…“ „Wie Bonaparte konnte Jules Cäsar mehrere Briefe gleichzeitig diktieren, das nennt man Diktator.“ / e-orientations
Valeri Scherstjanoi Auf dem Weg zum Scribentismus. Experimentelle Texte und Gesten. 1982-1989 Ausstellung (Teil1) 30. Juni – 28. Juli 2012 Vernissage: Samstag, 30. Juni 2012, 18-22 Uhr Rumpsti Pumsti (Musik) Weserstr. 165, Berlin 12045 Die Ausstellung ist der erste Teil einer Ausstellungsreihe, die sich… Continue Reading „73. Unterwegs“
Am Donnerstag, den 28. 6., ist es soweit: München hat eine neue Lesereihe, die sich ausschließlich neuer Lyrik widmet. Drei Mal im Jahr laden Walter Fabian Schmid und Tristan Marquardt drei Lyriker/innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ein, die erst einen oder noch keinen… Continue Reading „72. 3 lyrische Ichs“
Georg Kulka | Dem Libanon Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden, Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne. Knatternd, als man die Seide zerbrach. O du hellhöriger höllhärener Morgen! Der Tag blieb dir im Munde stecken. Aber die Wolken poltern sich… Continue Reading „71. Dem Libanon“
Von Felix Philipp Ingold Ein merkwürdiges Phänomen sind jene Kommentare Ingolds, die so vernichtend wirken, als wollten sie einem die Lust zum Weiterlesen austreiben. Man versteht nicht, wie ein Herausgeber, von dem man doch meinen sollte, er empfehle seine Ausgabe, sich derart selber ein Bein… Continue Reading „69. Replik“
Erlanger Poetik-Kolleg 2012 mit Gerhard Falkner. Am 20.6. u.a. über „Gegensprechstadt“, am 18.7. über die dann druckfrisch vorliegenden „Pergamon Poems“. 20.6., 19.30 h, Kino im e-werk, Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen 18.7., 19.00 h, Akademie der bildenden Künste, Bingstraße 60, 90489 Nürnberg Mehr
In dem von ihr herausgegebenen Buch „Unterbrochenes Gedicht“ stellt die Literaturwissenschaftlerin Tamar Lewinsky ein vergessenes Kapitel der Holocaustliteratur vor: die jiddisch-sprachige Literatur osteuropäisch-jüdischer Displaced Persons, die diese in den unmittelbaren Nachkriegsjahren verfassten, während sie im besetzten Deutschland auf eine Ausreise nach Palästina oder die… Continue Reading „67. Unterbrochenes Gedicht“
Wann: 17.6. – 19:00 Uhr Wo: Atelier Wolfgang Heyder Fidicinstraße 40 10965 Berlin » Lageplan Veranstalter: Theater Thikwa Atelier Wolfgang Heyder, F40-Kunsthöfe Lyriklesungen Folge 5 Atelier Wolfgang Heyder Im Rahmen der offenen Ateliers hinter blauen türen ? folge 17 Neue russische Lyrik aus Berlin. Lesung auf Russisch und Deutsch Die Gruppe… Continue Reading „66. NE TA PLANETA. 2, deutsch-russische Lesung“
Es ist wieder soweit: „jazz me, if you can!“ das tohuwabohu 2012 im Schloss Lüntenbeck! vom 22. bis zum 24. Juni 2012 treffen sich die Generationen der Jandl-Musik in Wuppertal. Ernst Jandl würde sagen: Ein tohuwabohu kann etwas Schlechtes sein, ein tohuwabohu kann auch etwas… Continue Reading „65. tohuwabohu“
Nach der Werkausgabe des russischen Nobelpreisträgers Iwan Bunin legt der Dörlemann-Verlag eine Anthologie russischer Gedichte vor: «<Als Gruss zu lesen>. Russische Lyrik von 2000 bis 1800». Herausgeber ist der renommierte Slawist, Übersetzer, Autor und Literaturkritiker Felix Philipp Ingold, der auch die Übersetzungen angefertigt hat.… Continue Reading „64. Russische Lyrik“
Das längst Gefundene wird wieder verscharrt; wie bemühte sich Tycho, die Kometen zu regelmäßigen Körpern zu machen, wofür sie Seneca längst anerkannt. Goethe: Maximen und Reflexionen Mehr / Text
Bei Faustkultur ein ausführliches Gespräch übers Gedichteschreiben mit Marcus Roloff, Auszug: Beim Produzieren wird man allerdings selber schon gesteuert. Man wird gesteuert durch die Geschichte der Poesie. Man weiß, was überhaupt nicht geht. Man sortiert ja schon. Das andere aber, was dabei eine Rolle… Continue Reading „62. Das eigene Sprechen“
Kritiker Tran 27 Kritiker sind eine besondere Art Menschen. Zum Kritiker muß man geboren sein. Mit ganz außergewöhnlichem Schaafsinn findet der geborene Kritiker das heraus, worauf es nicht ankommt. Er sieht nie den Fehler des zu kritisierenden Kunstwerks oder des Künstlers, sondern sein eigenes… Continue Reading „60. Kritiker (Schwitters)“
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