Kategorie: Europa

49. „Leicht hat es die Lyrik nicht,“

und fast versteht man warum, wenn man weiterliest: … sich Gehör zu verschaffen auf dem belebten Platz zwischen Theater und Tinguely-Brunnen. Das Plätschern des Wassers, die Tram, die in kurzen Abständen vorbeifährt, das Klingeln eines Handys, das Stimmengewirr der Leute. Immer wieder dringen Alltagsgeräusche… Continue Reading „49. „Leicht hat es die Lyrik nicht,““

48. Google

Leute, die sich teure Anwälte leisten können, wie Bettina Wulff und Sascha Lobo*, versuchen uns einzureden, daß Google die Wurzel des Bösen ist. (Im Fall Wulff: bis vorgestern wußte ich nichts von irgendwelchen Gerüchten um diese Dame, sie selber hat es mir serviert und… Continue Reading „48. Google“

47. Stadtschreiberin

Barbi (Barbara) Marković war Grazer Stadtschreiberin. Zum  1. September 2012 geht das Amt  an Dana Ranga, die nun für ein Jahr das Cerrini-Schlössl bewohnen darf. / literaturhaus graz

46. Beschriftung

Graz, Alexanderplatz ist die Bestandsaufnahme der Beschriftung der drei Grazer Plätze Jakominiplatz, Hauptplatz und Griesplatz zwischen November 2011 und Februar 2012. Barbi Marković hat dort jeweils sämtliche Werbesprüche, Warnungen, Graffitis, Anzeigen etc. per Hand abgeschrieben. Den Hinweis, dass der Verstoß gegen das Taubenfütterungsverbot mit… Continue Reading „46. Beschriftung“

45. Nachbeben

Montag, 24. 09. 2012 20.00 Uhr Literaturhaus Graz Reihe PREMIERE Nachbeben Japan Es lesen Ann Cotten, Elfriede Czurda und Erwin Einzinger aus der Anthologie Nachbeben. Japan (Luftschacht 2012). Moderation: Cornelius Hell   Zwölf österreichische Schriftsteller schreiben über Japan. Von kulturell Befremdlichem oder Bekanntem bis… Continue Reading „45. Nachbeben“

44. Dürener Förderung

Die Stadt Düren hat einen Namen in der Kunstförderung. Eine private Stiftung vergibt u.a. Stipendien an junge Künstler, die 2 Jahre lang jeden Monat 1250 Euro erhalten und, man höre, „Die Stipendiaten sollten möglichst im Umkreis von etwa 1.000 km von Düren leben und… Continue Reading „44. Dürener Förderung“

43. Schweizer Lyrik

Wieviele Namen fallen dem Leser ein? Eine in Kürze erscheinende englische Anthologie versammelt eine beeindruckende Liste von Lyrikern des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts – nicht nur im Umfang, sondern auch im Gewicht der Namen aus den vier Hauptsprachen des Landes. Darunter sind: Blaise… Continue Reading „43. Schweizer Lyrik“

41. Tomas Venclova 75

Es muss für ihn ein besonderer Schock gewesen sein. Tomas Venclova, Amerikaner nicht ganz aus eigener Wahl – die Sowjetunion hatte ihn ausgebürgert -, dieser Wanderer aus der Alten Welt feierte an jenem 11. September wie jedes Jahr Geburtstag. (…) Einige Zeit später, zu… Continue Reading „41. Tomas Venclova 75“

38. Reappropriation der Antike

Die griechischen Götter und Giganten waren die Superhelden der Antike. Wie ein monumentaler 3D-Comic erzählt der berühmte Pergamonfries ihre Geschichten. In Marmor gebannte Energie. Diese nimmt Gerhard Falkner mit Verve auf und bringt Bewegung ins Gedicht. Defragmentierung der alten Platten. Pulsierende Reappropriation statt Antikenkitsch.… Continue Reading „38. Reappropriation der Antike“

36. Traklpark

Danach muss man sich den kleinen Innsbrucker Traklpark, den der Autor – angezogen durch den Namen des verehrten Dichters – mit 21 Jahren für sich „entdeckte“ und dann wiederholt aufsuchte, als eine besonders dürftige Grünanlage vorstellen, ausgestattet mit einer Marmorplatte und einem eingraviertem Zweizeiler… Continue Reading „36. Traklpark“

35. Nicht für feine Leute

Kramer hinterließ einige der eindringlichsten Gedichte, die sich mit Faschismus, Flucht und Heimatlosigkeit befassten. Allein sein „Andre, die das Land so sehr nicht liebten“ ist ein Dokument sondergleichen. In diesem Buch aber finden sich seine Liebesgedichte versammelt. Es wurde für diese Ausgabe um einige… Continue Reading „35. Nicht für feine Leute“

33. Keine Krise?

Am Tag der Poesie auf dem Theaterplatz in Basel hauchen Schriftsteller, Rapper, Slam-Poeten, Lyriker und Dozenten der schwindenden Kunst der Poesie neues Leben ein, meint Cédric Russo, Tages Woche. Na, werden sie das schaffen? Die Veranstaltung ist höchst löblich, aber wenn es an einer… Continue Reading „33. Keine Krise?“

32. Wer weiß bis wann

„Ich könnte ja auch ein anerkannter deutscher Lyriker jetzt werden, mit meiner Naturlyrik und meiner uralten schlesischen Bauernahnenreihe, aber ich brächte es nicht über mich, auch nur stillschweigend mich fördern zu lassen von einem System, das für mich das wahrhaft teuflischste ist“, schrieb der… Continue Reading „32. Wer weiß bis wann“

31. Was macht Musik mit einem Gedicht?

Herr Eckels, was macht Musik mit einem Gedicht? Prof. Heiner Eckels: Ich versuche es mal mit einem Vergleich: Nehmen Sie ein Lied der Suleika nach dem Gedicht aus Goethes „West-östlichem Divan“. Das Gedicht wurde sowohl von Mendelssohn-Bartholdy als auch von Franz Schubert vertont. Beide… Continue Reading „31. Was macht Musik mit einem Gedicht?“

30. „Die Wörter sind da!“

Im anschließenden Gespräch mit der Radiojournalistin Silke Behl wird deutlich, wie befreiend die Produktion dieser Gedichte für Herta Müller sein muss. Sie setzt das Gesicht einer schnurrenden Katze auf, als sie erzählt, wie sehr sie das Ausschneiden und die Mechanik des Hin- und Herschiebens… Continue Reading „30. „Die Wörter sind da!““