Kategorie: Deutschland

75. Gedicht

 VEREINIGUNGEN, TROST, DAS MEER IM FLUR Wenn du nicht gehen willst, ich kann dich schleppen Durch Gassen, über Kinderwagentreppen Doch hinterher von Kindern keine Spur Gestank von Kleiderständern, falls die riechen Die Mantelränder, umgenäht, sind länger Mit Feuchtigkeit versehen, stinken strenger Verbeugen wir uns… Continue Reading „75. Gedicht“

73. Wunschlos schauen

Der schönste Beitrag im neuen „Ostragehege“ ist indes eine poetologische Miniatur der Dichterin Kerstin Preiwuß, eine Art Präludium zu einem dort abgedruckten Gedicht-Zyklus der Autorin mit kafkaesken „Stilleben“. In einer Meditation über ein Bild von Henri Matisse beschreibt Preiwuß die überwältigende Evidenz, die beim… Continue Reading „73. Wunschlos schauen“

69. Buch ohne Staben

Wenn er, wie er sagt, wirklich keinen Plan von Kunst hat, dann liegt es vielleicht daran, dass er selbst Kunst ist. Raver-Frisur, ungarischer Bart, Pullunder und Adidas-Sneaker – der Lyriker und Performer Dr. Peter Treznok an sich macht Spaß, da kann sein so genanntes… Continue Reading „69. Buch ohne Staben“

68. Radiosendung mit „Geistersehen“ und rough-Song

Heute 20 – 21 Uhr auf Radio 98,1  (im Raum Greifswald, live im Internet auf http://www.98eins.de) die neueste Sendung der Plattform-Redaktion mit Berichten von der Leipziger Messe u.a. über die Uraufführung des rough-Songs am ersten Messeabend in der Gaststätte Waldfrieden durch Christian Filips und… Continue Reading „68. Radiosendung mit „Geistersehen“ und rough-Song“

67. Clemens Schittko hat einen Preis

Der zweite „Lauter Niemand Preis für politische Lyrik“ wurde kürzlich in Berlin vergeben. Eine Verteidung des Siegertextes von Stefan Schmitzer, The Gap: Der „Lauter Niemand Preis für politische Lyrik“ ist lustig dotiert (400 € – gerade so viel, dass es noch als „echtes“ Preisgeld durchgeht) und von einer Literatur-Zeitschrift gestiftet, die… Continue Reading „67. Clemens Schittko hat einen Preis“

66. Statistik

Apropos Zahlen – brandneu kommen diese an: 3sat.online 3satText 3satText 14.04.11 20:34:47 S.505-1 Kultur Nachrichten Dichter-Anzahl: Deutschland führt Deutschland ist, wie EU-Statistiker herausgefunden haben, immer noch ein Land der Dichter und Denker. Rund 330.000 Schriftsteller und Künstler arbeiten in der Bundesrepublik, so viele wie… Continue Reading „66. Statistik“

65. Wie findet Lyrik heute eine Öffentlichkeit? TeaTimeLesungen und Gespräche

Sonntag, 17.4., 17.30 Uhr „Gedichte sind kein Luxus, sie gehören zu unserem Existenzminimum“, schreibt Elisabeth Borchers. Sie ist fest davon überzeugt, dass Lyrik unverzichtbar ist, doch im letzten Jahr erschienen nur etwa 15 Lyrikdebüts*) im deutschsprachigen Raum, ein verschwindend geringer Anteil im Vergleich zu der stetig wachsenden… Continue Reading „65. Wie findet Lyrik heute eine Öffentlichkeit? TeaTimeLesungen und Gespräche“

64. Einsiedler-Existenzen

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Hans Arp, Richard Huelsen­beck, Marcel Janco und Tristan Tzara machte sich Ball allen Ernstes daran, mit seinen dadaistischen Aufführungen ein – wie er schrieb – „Gegenspiel zum Bolsche­wismus“ in Szene zu setzen. Alle literarischen Traditionen wurden auf den Prüfstand gestellt,… Continue Reading „64. Einsiedler-Existenzen“

63. Gedicht

Von Thomas Kunst, Leipzig   ES SIND DIE LETZTEN SCHÖNEN TAGE HIER Auf dieser Welt, ich weiß, was nötig wäre, Mit einem Ascher, einer Gartenschere Zertrümmer ich den Tisch mit Schalentier. Wir hören Gieseking und warten lange, Daß von den Ratten endlich Zeichen kommen… Continue Reading „63. Gedicht“

62. Deutschland brauchte den Mythos Luise Rinser

Was Sie über Luise Rinsers Rolle während der NS-Herrschaft herausgefunden haben, ist nicht schön… Sánchez de Murillo: «Nein! Es gibt unbestreitbare Tatsachen, über die man sich empören muss. Ihre Hitler verehrenden Gedichte sind ja schon früher bekanntgeworden. Aber das ist nur ein Bruchteil. Die… Continue Reading „62. Deutschland brauchte den Mythos Luise Rinser“

59. Meine Anthologie: Wispeliaden (Güldne Ärse)

Mörike ist auch nicht ohne. Nicht nur im lyrischen Fach. Avertissement   Von dem Anteil, welchen die vorgerückten Geschöpfe meiner Muse bei dem Publikum finden, wird es abhängen, ob eine Nachgeburt folgen soll oder nicht. Dieselbe würde u. A. nachstehende Stücke enthalten:   1.… Continue Reading „59. Meine Anthologie: Wispeliaden (Güldne Ärse)“

57. Zeit lyrikt

munter weiter: Frühlingsgedichtequiz! (Und nicht vergessen: DONNERSTAG ist LYRIKTAG)!

55. Giersch-Welt, Katzen-Welt

Auf ihrer Lesetour zum Preis der Literaturhäuser war sie gerade in Leipzig, Salzburg, Graz und Hamburg. Am Freitag liest sie in Berlin. Für jede der elf Städte hat sie ein anderes Konzept. In Rostock will sie mit politischen Gedichten beginnen und betont, dass sie… Continue Reading „55. Giersch-Welt, Katzen-Welt“

53. Meine Anthologie: Frankreichs Beispiel

Frankreich hat uns ein Beyspiel gegeben nicht daß wir es wünschten ooooNachzuahmen. Allein merkt und beherzigt es wohl! Goethe: Venezianische Epigramme Erstdruck in Musen-Almanach auf das Jahr 1796 (auf Seite 237; übrigens mit 3 Kommas, die also wohl vom Herausgeber Schiller stammen mögen). Übrigens… Continue Reading „53. Meine Anthologie: Frankreichs Beispiel“

52. Bürgerlied

Welt am Sonntag: Ich werde den Verdacht nicht los, dass etliche Grünen-Anhänger ein weniger ausgewogenes Modernitätskonzept haben. Auf dem Weg sah ich im Eckensee, der zwischen Landtag und Staatstheater liegt, zwei junge Männer im flachen Wasser stehen, die ein Transparent mit folgender Aufschrift hochhielten:… Continue Reading „52. Bürgerlied“