Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Nach der Etablierung der „Roughbooks“-Reihe waren zwar sofort die Unkenrufer zur Stelle, die das neue Konzept für nicht überlebensfähig hielten und eine sektiererische Einkapselung der Lyrik-Community in einer winzigen Internet-Nische befürchteten. Aber der Untergang fand nicht statt, im Gegenteil. Nach den ersten zwölf „Roughbooks“… Continue Reading „28. Sprachverrückt“
SergeD. ist der Internetname des Landshuter Theaterwissenschaftlers und Germanisten Dr. Andreas Eglseder, den er als Verfassername beibehält. … Die mit Abstand meistverwendete Gedichtform in den „Weggabelungen“ ist das Sonett. Reim und Rhythmus, Musikalität der Verse attestieren SergeD. romantisch-naive Uncoolness – oder den bayrischen Dickschädel,… Continue Reading „27. SergeD.“
Assoziation, dies hätte ich dem Radioautor gerne zugeflüstert, folgt anderen Gesetzen als die Erzählkausalität des Films – und sei sie, wie es manchmal überrascht, tatsächlich polykausal. Eine mehrstimmige Komposition achtet auch auf das, was an den Grenzen des unmittelbar Hörbaren geschieht. Ober-, Unter- und… Continue Reading „25. Schwingung“
Der zweite Teil ist den literarischen Zeugnissen über die Biene gewidmet. Man begegnet schönen Zitaten und Vorstellungen (nach einem ägyptischen Mythos soll die Biene beispielsweise aus den Tränen des Sonnengottes Re entstanden sein) von der Antike bis in die deutsche Gegenwartslyrik, in der «das… Continue Reading „24. Bienenfieber“
Der Debütband von Edith Ottschofski, die bisher in verschiedenen Zeitschriften und in der Tagespresse Beiträge veröffentlicht hat, ist in Hermannstadt gedruckt worden. Die gebürtige Temeswarerin ist den Lesern der Siebenbürgischen Zeitung vor allem durch ihre Besprechungen bekannt. Im Nachwort nennt Matthias Biskupek sie „die… Continue Reading „22. lübische liebelei“
Günter Saalmann (Chemnitz) & Angelika Janz (Essen)* treten in Tampere und Helsinki auf, lese ich. Wir werden ein Auge drauf halten. *) Es könnte auch heißen: Günter Saalmann (Waldbröl) & Angelika Janz (Aschersleben). Oder: Die westdeutschen (wahlweise: ostdeutschen) Künstler Saalmann und Janz. Kennenlernen konnte ich… Continue Reading „21. Auftritt. Zugleich etwas über Geographie.“
Förderpreise für Olga Martynova und Nicol Ljubić Jean Krier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2011. Mit dem Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen in deutscher Sprache, verfasst von Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche… Continue Reading „18. Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2011 geht an Jean Krier“
Als Versemacher bezeichnete sich Heinz Kahlau einmal selbst und in seinem Gedicht „Bitte um Nachsicht“ heißt es: „Ich kann nur ganz einfache Sachen sagen“. Eitelkeit liegt Heinz Kahlau, einem der meist gelesenen deutschen Dichter, fern. An diesem Sonntag feiert Kahlau, der heute auf Usedom… Continue Reading „17. Heinz Kahlau wird 80“
Noch ein Mangel wird aus Baden gemeldet. Diesmal gehts um Körperflüssigkeiten – Gedichte aber auch: Auf der Freiburger Opernbühne ein unfertiges Häuser-Ensemble aus Fachwerkgebälk. Fahrbare, von Glühbirnen gerahmte Gebäude unterm Sternenhimmel, denen ein paar Geranienkästen gut stehen. Rebecca Ringst hat die Szene für Mauricio… Continue Reading „14. Aus Deutschland“
Etwas erstaunt lese ich diese Begründung für die Veröffentlichung eines Gedichtbands: „Es gibt so schon wenige Gedichte, in alemannisch noch viel weniger“ Aha. Für Alemannisch habe ich nicht so den Überblick. Wenn euch die Gedichte in anderen Sprachen ausgehen, helfe ich vielleicht aus. (Aber… Continue Reading „13. Zu wenig“
Lyrik ist keine Nische, Lyrik ist Welt Dankesrede zum Lessingförderpreis, mit dem erstmals ein Verleger ausgezeichnet wurde Erst seit wenigen, wenn auch intensiven Jahren bin ich als Herausgeber und Verleger tätig. In diesen Jahren rückte das Engagement für die junge Literatur ins Zentrum meiner… Continue Reading „11. Lessingförderpreis für Andreas Heidtmann“
Doch nicht nur Menschen, auch Gedichte sind für Steffen Jacobs eine „offene Form ihrer Möglichkeiten“, die sie sich im Entstehungsprozess selbst suchen – Reim, Rhythmus, komplizierte Strophenfolgen, oder nichts davon. Und da kennt der TÜV-Prüfer nur ein Gesetz: „Gedichte sollten so einfach wie möglich… Continue Reading „9. Steffen Jacobs, Poetikdozent“
Die Universität Tübingen und die Universitätsstadt Tübingen verleihen in diesem Jahr den Friedrich-Hölderlin-Preis an den Lyriker und Übersetzer Jan Wagner (*1971) so das einstimmige Ergebnis der Jurysitzung vom 24. Januar 2011. Der gebürtige Hamburger hat im vergangenen Jahrzehnt neben etlichen Veröffentlichungen in Anthologien und… Continue Reading „7. Friedrich-Hölderlin-Preis 2011 für Jan Wagner“
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