Lyrikzeitung & Poetry News

18. Mai 2012

54. Verstehen, eine schlechte Praxis

Von Bertram Reinecke

Technische Anmerkung: Reineckes Aufsatz hat 50 Anmerkungen, die fast noch ein zweiter Aufsatz sind. Leider zickt wordpress bei den Sprungmarken. Ich suche nach einer Lösung (vielleicht hat jemand einen Tip?). Bitte behelfen Sie sich einstweilen mit Hoch- und Runterscrollen: es lohnt sich!

Merkwürdig: Immer wenn Stolterfoht sich poetologisch äußert, scheint in den Debatten darum alsbald ein Nebel heraufzuziehen. Der eine sieht dies, der andere das, aber über das, was da vor einem liegt, wird man sich nicht einig. Dies war bei seinen kurzen Bemerkungen im Jahrbuch der Lyrik der Fall. Dies war einige Zeit vorher auch bei seinem Beitrag für die Bella Triste so gewesen obwohl Ulf Stolterfoht sich einer klaren poetologischen Prosa bediente. Ist dies ein Indiz dafür, dass er an ein Tabu rührt? [1]

Dann könnte eine Debatte um seine Ideen sehr wichtig sein und deswegen möchte ich hier erneut Stellung zu seiner Position beziehen. [2] Um den Quereinstieg zu ermöglichen gehe ich erneut vom Text im Jahrbuch der Lyrik aus. Was dazu ansonsten von anderen und von mir geäußert wurde versuche ich [3] so weit wie möglich außen vor zu lassen.

Einen Ausgangspunkt gewinnen: Worüber wird geredet

Zunächst: Man kann die ganze Aufregung über Stolterfohts Text nicht verstehen, wenn man annähme, er habe sich einfach über seinen Gedichtgeschmack geäußert. Denn dass sich ein Dichter vielleicht für unverständlichere Gedichte mehr, für pointierte, abgesehen von ihrer Regelhaftigkeit und ihrem Anarchismus weniger interessiert, ein anderer für komische und unverständliche, ein dritter für ernste und verständliche, dass also Geschmäcker verschieden sind, bedarf keiner Diskussion. Überdies war spätestens aus seinen eigenen Gedichten erschließbar, dass Stolterfoht solche Präferenzen hat, wie er sie vorsichtig fragend und im Konjunktiv äußert.

So banal sieht der Inhalt nur aus, wenn man vorgeht wie ein Deutschlehrer, der seinen Schülern eine Aufgabe stellt oder wie ein Schüler, der eine solche Aufgabe löst. Man zieht einen Rahmen um das Problem: Was ist denn nun unstrittig Inhalt des Textes? [4] Aber da beißt sich die Katze in den Schwanz: Wenn man den Text völlig theoretisch nur als Anlass zu seiner eigenen Zusammenfassung gebraucht, mag das der wesentliche Inhalt sein. Man kann Texte aber eben auch auf verschiedene Weise gebrauchen. Er handelt auch von der Höflichkeit Stolterfohts, vielleicht von seinen Ideologien u.s.w. Allerdings: Man muss dann einen anderen als einen standardneutralen Kontext wählen. Er handelt dann von anderen Gegenständen.

Dass sich etwas als Standard etabliert hat, ist Ergebnis der lehrenden Praktiken. Wo ein Text auf einen neuen Kontext trifft, entstehen fortwährend neue Bedeutungen. Ein Text hat damit einen unabmessbaren Inhalt. Mit Bezug aufs Gedicht wird dies oft mit Emphase behauptet[5], es ist aber eine Eigenschaft von Sprache überhaupt. Das Gedicht nimmt hier keinerlei bemerkenswerte Sonderstellung ein. Dies impliziert auch Stolterfohts Bella Triste Essay. Soll das Gedicht das Ziel haben, das „Verstehen zu verstehen“, dann ist der zwanglose Übergang von seiner Sprachform zu anderen dafür Bedingung, ansonsten könnte man ja nur das Verstehen des Gedichts besser verstehen.[6]

Wählt man einen Kontext, der nach der Praxis des Umgangs mit Gedichten fragt, dürfte man weiter kommen. Immerhin handeln nur zwei, wenn auch vielleicht gewichtige, Absätze seines Jahrbuchnachworts explizit von seinen Präferenzen, während diese und sieben weitere von den Schwierigkeiten und Freuden im Umgang mit fünf Kisten voller Gedichte künden.

Dieser Faden wird von seinen Kontrahenten dann auch ausgebaut, indem Hans Thill vom Deutschunterricht spricht, Praktiken wie Verbieten, Witze machen, Konfabulieren, Auswendiglernen, Rumreichen eingeworfen werden und Axel Kutsch seine essayistischen Umgangsformen mit einem Boxkampf vergleicht. Über ein einzelnes Gedicht sind sich Axel Kutsch und Ulf Stolterfoht hingegen nicht so uneinig, wie es die Polemik nahelegt. Meine Gedichte z.B. lesen und berücksichtigen sie als Herausgeber beide, auch über die Qualität der Texte von, sagen wir, Karl Mickel könnten sie sich einig werden. Bei Thill und Trahms hingegen könnte man sich auch auf die Suche machen, ob sie trotz des Zugeständnisses gemeinsamer Präferenzen nicht hie und  da uneins mit Stolterfoht wären bei der Bewertung einzelner Gedichte, oder inwieweit die Zugeständnisse, die sie Stolterfohts Position offensichtlich machen, nicht eher argumentationstechnischer Natur sind, indem ihre Texte nach dem Muster „Ja, aber“ gebaut sind. Es bleibt auch die Frage, warum Ulf Stolterfoht hier keine Beispiele gebraucht, um seine Aussagen plastisch zu machen, wie er es beispielsweise einige Monate später dem Deutschlandfunk gegenüber getan hat.

Es gibt also etwas an dieser Diskussion, was über die Worte auf dem Papier des Jahrbuches weit hinaus reicht und mir fiel dabei auf, dass viele der gegeneinander gemachten Einwände eine unterschiedliche Auffassung bzw. Verständnisweise dessen zu Grunde liegt, was wir tun, wenn wir mit Texten umgehen.

Wie Hans Thill in seiner Antwort auf Stolterfoht[7] benutze ich hier also einen klassischen Schachzug der Interpretationskunst. Er weitet den Rahmen. Ich tue das gleiche und erweitere zunächst den Textkorpus.

Die zentrale Denkfigur?

In seinem Text für Bella Triste hatte sich Ulf Stolterfoht bereits vorher zum Thema „Verstehen“ geäußert: Es gäbe „ein Mißverständnis gegenüber dem Begriff des Verstehens: so wie es möglich sei, eine Bedienungsanleitung oder ein Kochrezept zu verstehen, müsse es, bei entsprechendem Vorwissen, möglich sein, ein Gedicht zu verstehen. Hier liegen gleich mehrere Hunde begraben. Ich bin mir nämlich überhaupt nicht so sicher, ob es tatsächlich möglich ist, einen Gebrauchstext im intendierten Sinne zu verstehen.“ Was würde es bedeuten, wenn man in diesem Satz mehr als eine paradoxale Provokation sähe? Zunächst: Um die Verständlichkeit oder  Unverständlichkeit eines konkreten Gedichts geht es nur mittelbar. Was verstehen wir überhaupt, wenn wir nicht einmal eine Gebrauchsanweisung verstehen? Hier setzt Hans Thill mit seiner Hermeneutik an, indem er das, was Stolterfoht vorschwebt, implizit  zur Deckung bringt mit dem Gemeinplatz der Hermeneutik „Verstehen ist immer Mißverstehen.“ So lässt sich, Thill meint das, einigermaßen mit einem Verstehensbegriff leben, den Stolterfoht, dem Thills Verständnisbegriff aus seinem Studium noch vertraut sein dürfte, hartnäckig ablehnt.

Stolterfohts Kritik am Verstehensbegriff zielt jedoch in eine ganz andere Richtung. Sie erinnert stark an diejenige Wittgensteins. Das ist kein Zufall. Stolterfoht kennt und schätzt insbesondere auch das Spätwerk „Philosophische Untersuchungen“  des Denkers und man wird dies kaum tun können, ohne sich zu dessen radikaler Umdeutung des Verstehensbegriffs zu positionieren, insofern es nicht übertrieben ist, diese als das Zentrum dieser Philosophie anzusprechen. Wittgenstein möchte unter anderem zeigen, dass es kein stärkeres Kriterium für ein glückendes Verstehen gibt und geben kann, als die Fortsetzung einer symbolischen Handlung durch weitere symbolische und nichtsymbolische Handlungen.[8] Insbesondere verwendet er eine große Sorgfalt darauf zu belegen, dass nirgends in der Sprache und auch nicht in Mathematik oder Geometrie[9]ein Gedankeninhalt oder ein Vorstellungsbild von hingeschriebenen Zeichenreihen ablösbar ist, der als Garant für geglücktes Verstehen einstehen könnte. Es können also die üblichen Bilder des Verstehens in der Philosophie, insofern sie immer auf ein Etwas hinter den Worten – Vorstellungen, Bilder, Begriffe oder  Gedanken  –zurückgreifen, das, was wir Verstehen nennen, nicht erklären.[10]

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10. Mai 2012

28. Das deutsche Dichterabzeichen

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 12:03

Natürlich ist der deutsche Lyrik-Betrieb völlig gaga. Es gibt mehr Lyrikerpreise im Land als Dichter. Dafür haben etliche Lyriker mehr Preise abgeräumt als Gedichte geschrieben. Man kennt sich. Man trifft sich. Man posiert. Und eigentlich darf man da gar nicht mit Steinen schmeißen. Macht Ulf Stolterfoht aber trotzdem. Mit Stil natürlich. …

Stolterfoht hat sichtlich seinen Spaß daran, die Werdung eines deutschen Norm-Dichters ganz ähnlich schildern zu lassen wie die Zucht eines ordentlichen Rennpferdes. Ein so fern liegender Gedanke ist es nicht. Denn der größere Teil des deutschen Lyrikbetriebes, der für den normalsterblichen Leser gar nicht sichtbar wird, spielt sich ungefähr so ab: Es ist ein Jagen nach Preisen und Würdigungen, ein Schaulaufen vor Jurys, die wieder mit gewordenen Dichtern oder schöngeistigen Theoretikern besetzt sind. / Ralf Julke, Leipziger Internet-Zeitung

Das deutsche Dichterabzeichen
Ulf Stolterfoht, Reinecke & Voß Verlag 2012, 8,00 Euro

21. April 2012

74. Miron Białoszewski bei Reinecke & Voß

Und wenn dann ein Rühm in Warschau staunt, dass ein Miron Białoszewski dort wirken darf (nicht kann, sondern darf), dann ist das ein Fingerzeig. In einem kleinen Nachwort in diesem Auswahlbändchen erzählt er davon. 1961 kam von Miron Białoszewski noch “Mylne wzruszenia” („Irrige Rührungen“, 1961), und das war’s dann im Wesentlichen auch. Dann verlor auch Polen diesen leichten Atem der Freiheit. Und als Białoszewski 1983 starb, war er selbst eigentlich schon Legende. Auch wenn seine Gedichte bis heute in Polen beliebt sind.

Eine Schwierigkeit für den Ruhm außerhalb der Landesgrenzen spricht Rühm an: die Sprachbarriere. Die in Deutschland in Bezug auf Polen auch immer mit einer Aufmerksamkeitsbarriere verbunden war. Während der westliche Buchmarkt sich am anglo-amerikanischen orientierte und dem Osten zumeist eher ein Achselzucken gönnte, feierte man in der DDR zwar gern Völkerfreundschaft, doch was da in Polen gedruckt wurde, war den Wärtern des richtigen Weges zumeist viel zu suspekt. …

Dass Białoszewski jetzt mit diesem kleinen Auswahlbändchen spät dennoch ankommt hierzulande, ist der Wrocławer Dichterin und Übersetzerin Dagmara Kraus zu verdanken. Und wer mit dem Ende des Büchleins beginnt, bekommt so eine Ahnung, wie komplex hier die Arbeit des Übersetzens war. Zu drei Gedichten von Miron Białoszewski hat Bertram Reinecke nämlich ein paar junge deutsche Lyriker gebeten, eine Nachdichtung zu versuchen. Einige hat er auch selbst probiert. Die Titel der Gedichte kann man gar nicht herschreiben – außer auf polnisch. Denn das Spiel mit den Worten, ihren Anklängen, Verwandlungsmöglichkeiten beginnt Miron Białoszewski schon im Titel. Die Worte werden vieldeutig, beginnen sich, kaum dass man sie gefasst zu haben scheint, zu verwandeln. / Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung

Miron Białoszewski “Wir Seesterne” Herausgegeben und übersetzt von Dagmara Kraus mit einer Erinnerung von Gerhard Rühm und Nachdichtungen von Kenah Cusanit, Norbert Lange, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Monika Rinck, Schuldt und Ulf Stolterfoht
Reinecke & Voß 2012
19cm x 12cm, 120 Seiten, 12 Euro
ISBN 978-3-942901-03-1
Bestellen unter : info[at]reinecke-voss.de

16. April 2012

57. Arbeitsstipendien für 13 Berliner Schriftsteller

Auch in diesem Jahr vergibt der Berliner Senat Arbeitsstipendien in Höhe von (zusammen) 156.000 Euro an 13 in Berlin lebende Autorinnen und Autoren.

Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Barbara Bongartz, Nora Bossong, Daniel Falb, Julia Kissina, Simone Kornappel, Peggy Mädler, Moritz Rinke, Susanne Schädlich, Jana Scheerer, Ulf Stolterfoht, Ron Winkler, Uljana Wolf und Norbert Zähringer.

Die Jury hatte über 320 Bewerbungen zu entscheiden.

13. März 2012

57. Das deutsche Dichterabzeichen

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: — lyrikzeitung @ 09:54

Ulf Stolterfoht ist einer der ideenreichsten Dichter und Subversionsagenten der Gegenwart. Er wurde einem breiteren Publikum durch sein Fachsprachenprojekt bekannt und ist Gründungsknappe der Lyrikknappschaft Schöneberg. Neben zahlreichen anderen Projekten als Lyriker, Herausgeber und Essayist betreibt er im Netz BRUETERICH LD – Lyrikdienst für experimentelle Poesie:

http://ulfstolterfoht.wordpress.com/lyrik-dienst/.

Bei Reinecke & Voß erschien:

Ulf Stolterfoht
Das deutsche Dichterabzeichen

Auszug:

Sprecher 3 Der Dichterberuf ist ein Mangelberuf, da niedriges Gewicht und tiefes Denken nur selten zusammentreffen. Ein ausgelernter, leistungsfähiger Dichter erhält in der Regel ein monatliches Fixum von € 120 und darüber – je nach Ruf und Können.

Sprecher 1 Pflichten des Lehrherrn

Sprecher 2 … insbesondere hat der Lehrherr folgende Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln: 1) Pflege von Schreibzeug und Text; grundlegende Layout-Kenntnis („stabile Seitenlage bis zum Eintreffen des Setzers“); Einführung in die Lyrischen Typen; Bewerbungsstrategie; Urheberrecht; Vertreterkonferenz usw.

Sprecher 3 Es ist dem Lehrherrn untersagt, die Schreibkraft des Lehrlings für persönliche Zwecke zu nutzen. Wird vom Lehrherrn Arbeitskleidung gestellt, kann diese angemessen in Ansatz gebracht werden.

Sprecher 2 2) VG Wort; Künstlersozialkasse, Uschtrin. Bekanntschaft mit dem „Großen Conrady“ (GC), dem „Ewigen Brunnen“ (EB) und dem „Dürftigen Vorrat – Lyrik zum Anfassen“ (DV).

Sprecher 3 3) Den Lehrling, vom zweiten oder dritten Lyrikjahr an, entsprechend seinen Fähigkeiten und dem Fortschreiten seiner Bemühungen, bei Lesungen oder kleineren Slams einzusetzen.

(…)

Sprecher 1 Für die Ausbildung des jungen Dichters gebrauchte man lange den Ausdruck „einbrechen“. Das klingt nicht nur ziemlich brutal – das war es auch! Der Bereiter, also in der Regel der Lehrherr, „brach den Dichter ein“, das heißt, er machte ihn im Schnellverfahren „fertig“, einzig und allein mit den Mitteln physischer Gewalt.

Sprecher 2 Mittlerweile wird dieses Verfahren nur noch in der Schweiz benutzt – wir hier in Schöneberg verwenden lieber den Begriff „Schulung“.

Sprecher 1 Das wichtigste Lehrprinzip ist nun das von Belohnung und Korrektur. Hat der junge Dichter etwas richtig gemacht, wird er unmittelbar darauf belohnt, indem wir ihm den Kopf klopfen oder ein paar freundliche Worte zu ihm sagen.

Wenn er aber korrigiert werden muß, lassen wir ihn entweder die Lektion wiederholen oder sprechen streng und bestimmt auf ihn ein. Am Schluß jeder Stunde sollte stets der gelungene Vers, die gelungene Strophe stehen.

Ulf Stolterfoht
“Das Deutsche Dichterabzeichen”
19×12 cm

56 Seiten
8 Euro (D)
1. Auflage 2012
ISBN 978-3-942901-05-5
Bestellen unter info(at)reinecke-voss.de


11. März 2012

48. Edit auf der Messe und Edit Essaypreis

Zur Leipziger Buchmesse erscheint die Frühjahrsausgabe Edit 58. Auf 128 Seiten versammelt dieses Heft Prosa und Lyrik, Kunst und Kritik; es geht um den Perserkönig Xerxes, industriell hergestellte Seifenopern, sich selbst zerlegende Körper, Flughäfen als Wanderziele, dubiose Landhotels, Sprachverlust und kontrafaktische Geschichtsdarstellung. Gemeinsam ist allen Texten eine Lust am Erzählen, ein Schwanken zwischen Wahrheit, Wahn und Witz, eine Freude am literarischen Wagnis.

Bevor in der Woche vom 19. März der Versand beginnt, steht hier in Leipzig noch alles im Zeichen der Buchmesse. Besuchen Sie uns am Stand “Junge Magazine” auf der Buchmesse (Halle 5, D201) oder kommen Sie zu einer unserer Abendveranstaltungen im Rahmen von “Leipzig liest”. Wir werden bei jeder Gelegenheit einen Bauchladen mit frisch gedruckten Edits tragen.

Sie erinnern sich vielleicht: Im Oktober letzten Jahres riefen wir etwas ins Leben, das es so noch nicht gegeben hat: Einen Wettbewerb für genuin literarische Essays ohne Vorgabe eines Themas oder einer Altersgrenze, den ersten Edit Essaypreis. Dieser wird nun im Rahmen der “Langen Leipziger Lesenacht” am 15. März verliehen. Und dies sind die Preisträger:

  1. Simone Schröder – “Manchmal wie ein großer schwarzer Kasten”
  2. Francis Nenik – “Vom Wunder der doppelten Biografieführung”
  3. Bruno Preisendörfer “Zeitsprünge”

Danke & schöne Grüße aus Leipzig!

Jörn Dege & Mathias Zeiske

Donnerstag bis Sonntag, 15.-18. März, 10-18 Uhr
Edit am Gemeinschaftsstand “Junge Magazine”
mit BELLA triste, randnummer, sprachgebunden, Umlaut
Buchmesse, Halle 5, Stand D201

Donnerstag, 15. März, 20 Uhr
Magazinlese
BELLA triste & Edit präsentieren
Alexander Langer & Jan Skudlarek
L3 – Lange Leipziger Lesenacht
Moritzbastei, Universitätsstraße 9 (Schwalbennest)

Donnerstag, 15. März, 23 Uhr
Edit Essaypreis 2012 – Preisverleihung
L3 – Lange Leipziger Lesenacht
Moritzbastei, Universitätsstraße 9 (Ratstonne)

Freitag, 16. März, 20 Uhr
Literarischer Freitag-Salon
mit Michael Angele, Jakob Augstein,
Jörn Dege und Jana Hensel
Centraltheater, Erfrischungsfoyer, Bosestraße 1
(Eintritt frei)

Freitag, 16. März, 21.30 Uhr
Auf drei!
Lesung mit Olga Grjasnowa,
Andreas Martin Widmann
und Wolfram Lotz
Skala, Gottschedstraße 16
(Eintritt: 5 Euro)

Freitag, 16. März, 22 Uhr
Papageien und Spiegel
Lesung mit Olga Martynova und Oleg Jurjew
Moderation: Jan Kuhlbrodt
Horns Erben, Arndtstraße 33
(Eintritt: 5 Euro)

Samstag, 17. März, 12-20 Uhr
It’s a book, it’s a stage, it’s a public place
Edit beim Treffen unabhängiger Verlage und Publikationsprojekte
Centraltheater, Garderobenfoyer, Bosestraße 1

Samstag, 17. März, 19.30 Uhr
Teil der Bewegung – Lyriknacht
Lesungen: Tanja Dückers, Michael Fiedler, Peter Gizzi,
Dagmara Kraus, Marie T. Martin, Kerstin Preiwuß, Monika Rinck,
Andre Rudolph, Ulrike Almut Sandig mit Marlen Pelny,
Ulf Stolterfoht, Musik: Susie Asado & Band
Moderation: Mathias Zeiske und Alexander Gumz
Galerie der HGB Leipzig, Wächterstraße 11
(Unkostenbeitrag: 5 Euro)

Eine Veranstaltung von Edit, kookbooks, luxbooks, Poetenladen und Schöffling & Co. – mit Unterstützung der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst

www.editonline.de

www.essaypreis.de

www.facebook.com/editiert

21. Februar 2012

95. LIEBES SYSTEM: NICHT OHNE AXT

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 20:20

Parlandopark: LIEBES SYSTEM: NICHT OHNE AXT
Sonntag, 26. Februar 2012, 20.oo Uhr

StudioAcht Berlin, Grüntaler Str. 8 * Berlin Wedding * S und U-Bahn Gesundbrunnen

Zu Gast im Parlandopark: Ulf Stolterfoht
Moderation: Steffen Popp

Eintritt: frei

Ulf Stolterfoht, der Dichter der Fachsprachen, Erforscher der AMME und Besinger Stuttgarts, wird von aktuellen Projekten berichten, auf drängende Fragen (der Zeit, der Moderatoren, des Publikums) eingehen, überhaupt Auskunft geben – inklusive einer Einführung in das virtuelle Konglomerat BRUETERICH nebst Dependancen im wirklichen Leben! Hernach – oder davor, oder inmitten – werden Stanzen und anderes lyrisch Getuntes zu Gehör gebracht.

Versäumt nicht die rare Gelegenheit – zur Axt!

Zu Gast im Parlandopark: Ulf Stolterfoht
Moderation: Steffen Popp

(http://ulfstolterfoht.wordpress.com/)
(http://kleineaxt.wordpress.com/)
(http://www.roughbooks.ch/ulf_stolterfoht/ammengespraeche.html)

1. Februar 2012

6. Eine Rose hat keine Zähne

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , — dubler @ 12:44

01. Februar 2012, 20 Uhr (und nicht wie auf der Homepage 2011)

Im Saal des Deutschen Literaturinstituts

Eintritt frei

Ulf Stolterfoht über den Abend: „Gegeben wird ein bunter Strauß von Ludwig Wittgenstein-Gedichten, also Gedichten von mir, in denen Wittgenstein auftaucht.“

Moderation: Michael Lentz

Ulf Stolterfoht, geboren 1963 in Stuttgart, lebt als Lyriker und Übersetzer in Berlin. Zuletzt erschienen „ammengespräche“, Holderbank: roughbooks 2010 und die Übersetzung der Gedichte von Tom Raworth „Logbuch“, Heidelberg: Wunderhorn 2011. Gastprofessor am DLL 2008/09; Poetik-Dozentur Hildesheim 2009. Mitglied der Lyrikknappschaft Schöneberg und des Artrock-Kollektivs „Das Weibchen“. Im Internet betreibt er das „System BRUETERICH“.

15. Januar 2012

57. Und wieder: Verstehen

Nach einer anderen Sprache verlangen
die nicht geschriebenen Sätze

Essay von Christiane Kiesow (Greifswald)

Der folgende Text ist eine Reaktion auf Bertram Reineckes Essay „Verstehen noch einmal“  zur Debatte um Ulf Stolterfohts Beitrag1 im Jahrbuch der Lyrik 2008. Wie für seinen Beitrag gilt auch für das Verständnis meines Kommentars, dass man die Debatte mitverfolgt haben sollte (siehe Jahrbücher der Lyrik 2008/2009).

 

 

Je nachdem, worin man Bertram Reineckes Ziele beim Schreiben des Essays vermutet, kann man ihn als gelungen oder aber ergänzungsbedürftig empfinden. Wenn es sein Anspruch war, die Positionen der nicht eben einheitlichen Reaktionsfront wohlkommentiert zusammenzufassen und an (s)einen Verstehensbegriff zu erinnern, ist sein Essay vielleicht erfolgreich gewesen. Aber hat sein Beitrag das „Stolterfoht‘sche Theorem“ wirklich plausibler gemacht? Ich finde: noch nicht ganz.

Reineckes Essay ist erst einmal attraktiv, weil es eine vielleicht in Vergessenheit geratene Vielfalt des Verstehensbegriffes zurück ins Bewusstsein holt. Verstehen ist eben nicht nur, sondern auch. Wer Stolterfoht angreifen oder ihm zustimmen will, soll sich also nach Reinecke erstmal besinnen.

Meines Erachtens wird mit Verstehen immer mindestens Zweierlei assoziiert: Einmal gedacht als Ergebnis einer (womöglich intensiven, [heraus]-fordernden und mit Willenskraft verbundenen) Denkoperation, die mit Überwindung eines Widerstandes einhergeht. Nach dem Prinzip: Licht ist Arbeit. Verstehen dann aber auch andererseits als intuitive Einsicht, eine Art „Seelenwahrnehmung“ während des Lesens, weit vor jedem kognitiven Reflexionsakt. Denkt man sich „Seele“ kurz als Sinnesorgan wie etwa Augen, so ist das Verstehen – gedacht als Wahrnehmung – hier natürlich genauso anfällig, einer Art optischen Täuschung zu unterliegen. (Aber, weg von diesen begrifflichen Hilfsprovisorien!)

 

Die verständliche Welt: ein Pennälertraum

 

Nachdem Reinecke den polemischen Kunstgriff von Axel Kutsch entlarvt hat, liest er Hans Thill eine Spur anders als ich. Ich finde, Thills Sorge ist nicht etwa, dass in der Schule Verstehen als überwundenes Missverstehen gelehrt wird, sondern, dass Schule von Anfang an die utopische Vorstellung vermittelt, dass das Verstehen und damit einhergehend Erkennen und Erkenntnis dem Menschen als fortwährend greifbare Option gegenüber der Welt zur Verfügung steht. Es wird also – im Gegenteil – immer viel zu schnell „verstanden“ (was auch immer das im Einzelfall heißt). Woran sich der Schüler gewöhnt. „Ist die verständliche Welt eine Verheißung der niederen Pädagogik, so gestaltet sich das verständliche Gedicht als Pennälertraum.” Um noch einen Schritt weiterzugehen: Das Problematische an dieser Idee vom Verstehen ist, dass sie immer schon eine verstehensmögliche Sache voraussetzt. Verstehen ist in diesem Fall ein Prozess, der nur dort funktionieren kann (oder als Missverstehen scheitern), wo etwas Verstehbares vorhanden ist. In der Schule wird uns gewissermaßen die Möglichkeit vorgegaukelt, wir hätten es ständig mit einer potentiell verständlichen „Welt“ zu tun. Eine Welt, deren Nachvollziehbarkeit  l e d i g l i c h  noch aufgedeckt werden müsse (in maximal ein bis zwei Schritten). Das heißt, wir werden darauf ausgerichtet, jedes Phänomen als auflösungsfähiges Problem zu denken, also immer schon einseitig wahrzunehmen. So auch Gedichte. Und alles, was etwas be-deuten soll. Aber was wäre denn das für eine faszinationslose Welt? Oder, um es mit einem leider hervorragenden Deutschlehrer zu sagen: „Diese Welt benötigt dann doch wirklich nicht mehr als tausend Begriffe, um vermessen zu werden. Mir wird diese Welt zu rund.“ Warum also mit Thills Beitrag für Stolterfohts Satz „Das Verstehen in der Lyrik hat der Teufel gesehen.“ eine Erklärung angeboten ist? Weil er Stolterfoht vielleicht zu recht unterstellt, dass Verständlichkeit als Kriterium (für Kunst und speziell für Gedichte) überbewertet wird. Allein, dass (wie mein Lyrikdozent2 es neulich in einer Vorlesung formulierte) viele Leser „Gedichte in verständliche und unverständliche unterteilen“, als sei damit irgendeine Qualifikation vorgenommen,  i s t schon das Ergebnis einer zugrundeliegenden Fehlorientierung.

Und „auch in der Tradition galt der Text immer schon als geheimnisvoll. Ein altes Wort aus der Kabbala weiß, dass die Schrift siebzig Gesichter hat.“ Ich frage mich an der Stelle heimlich, ob etwa Konfirmanden sogar besser mit Gedichten umgehen können, ist doch zumindest das Bewusstsein vom immerhin vierfachen Schriftsinn Teil der Bibelexegese. Hat mir mein Religionsunterricht letztlich mehr genützt als der Deutschunterricht? Sollte sich der Germanistik-NC zukünftig auch an der Religionsnote orientieren?

Noch ein Seitenast: Wo argumentiert wird, der Autor schere sich mit unverständlichen Gedichten einen Dreck ums Verstandenwerden, „also um den Leser“, wird Kunst als Kommunikationsmedium verstanden. Kann man machen. Mit einigen Texten, Gedichten. Mit vielen vielleicht. Aber Stolterfoht sprach ja gar nicht vom Autor. Er sprach von G e d i c h t e n, die sich einen Dreck ums Verstandenwerden scheren. Gisela Trahms streicht für sich diesen Unterschied. Ob das zulässig ist, darüber kann man sich streiten. Aber es ist immer schwierig, eine Position zu widerlegen, wenn man die aufgemachte Differenzierung unterwandert, ohne diesen Schritt ausreichend zu begründen.

 

Bertram Reineckes Alternativangebot

 

Für jemanden, zu dessen Lieblingsbeschäftigungen es gehört, anderer Gedichte zu parodieren, ist die Erklärung: Verstehen heißt so viel wie „Ich traue mir zu, in seiner Art [sinnvoll] weiter zu sprechen.“ – natürlich eine vorteilhafte Positionierung. (Man ist ja hilflos gegen seine eigenen Stärken.) Klingt sie auch erst einmal einleuchtend, ergeben sich für mich aber mit dieser Behauptung sofort mindestens drei Probleme:

Erstens. Damit ist das Phänomen der Überprüfung durch andere („Immer ist ein Experte zugegen, der bewerten muss, ob das Gesagte stichhaltig ist.“) nicht aus der Welt geschafft – Gut. Jetzt wird nicht mehr g e s a g t, was man gesehen hat, sondern g e z e i g t. Aber was verändert das? Zum Beispiel zeigt dieser Kommentar zu Milautzckis Parodie, dass die Bewerter immer genau ein Widerwort weit entfernt sind. Wer soll hier entscheiden, ob nun sinnvoll weitergesprochen wurde? Und was bedeutet das Angebot Reineckes im Umkehrschluss für die Voraussetzungen und Fähigkeiten des Lesers? Was wird aus dem armen Germanistikstudenten, der nun nicht einmal mehr mit antrainiertem Fachprosa-Sixpack an die Gedichte herantreten kann, sondern selbst zum Dichter werden muss, um sein Verständnis unter Beweis zu stellen. (Bertram, hast Du nicht neulich mir gegenüber noch behauptet, Parodieren sei eine Kunst?) Wie sieht es dann mit dem Leser aus? Muss er „Künstlerpotential“ haben, um verstehen zu können? „Ein kundiger Leser könnte kunstreich Variationen in den Text einflechten.“, schreibt Reinecke. Das ist mir ein bisschen viel Konjunktiv. Dann wären wir ja genau da, wohin die Lyrik gern verortet wird: im Elfenbeinturm. Dichter schreiben für Dichter.

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1. Januar 2012

3. BONANZA REPARATUR

Das Jahr fängt gut an. Der erste Fund im 12. L&Poe-Jahr stammt von Facebook sowie heute:

BONANZA REPARATUR oder DAS LASSO DER POESIE. DIE WAHRHEIT ÜBER COWBOYLYRIK – DER FILM

mit:

  • Ulf Stolterfoht, als Hoss Cartwright, der Hauptheld
  • Hans Mayer & Walter Jens, in Doppelbesetzung als der weise Ben Cartwright
  • Prof. Dr. Hans Ulrich Treichel, als Adam C.
  • Norbert Hummelt als Little Joe

(Yoko Tawada kandidierte mit traditionell-originellen Buchstabensuppenrezepten bisher vergeblich für die Rolle des Kochs Hop-Sing. Stelle n.n. besetzt!).

In Special-Guest-Rollen:

  • Michael Lentz als Bruce Carradine
  • Häuptling Pappenfuß vom Stamm der Gorekerouac als Indianer-Joe aus „Die Abenteuer des Tom Sawyer“
  • Ann Cotten gibt die verschleppte weiße Lady, die in einer Prenzlauer Höhle gefangen gehalten wird. Neutrale Beobachter (NZZ) wollen den Ort auch als Heslacher Grotte erkannt haben (unweit der Schillereiche, wo die Räuber – die Söhne der Großen Bärin: Urs Engeler, Urs Widmer und Urs Allemann – bei Kalumet den Rütli schworen)
  • Monika Rinck war ursprünglich für die Rolle der Apanatschi vorgesehen, wogegen Uschi Glas vehementen Protest einlegte, die ihre Rolle mit Silke Scheuermann besetzt sehen will
  • für die Rolle des Winnetou konnte noch kein adäquater Darsteller gewonnen werden, einflussreiche Kreise bestehen auf Ilija Trojanow als Idealbesetzung.
  • Als Tierstimmenimitator und Studiogeräuschmeister kommt Valeri Scherstjanoi zum Dauereinsatz, eine Leihgabe der “Мосфильм“ / Mosfilm Gesellschaft.
  • Die Balletteinlage „TANZ DER GROßEN OCHSEN“ wird bestritten von Harald Hartung, Marcel Reich-Ranicki und Christoph Buchwald; die Frauenquote wird mit Sigrid Löffler erfüllt.
  • Die Solisten für den „TANZ DER KLEINEN OCHSEN“ werden in einem Auswahlverfahren aus Teilnehmern des Wettbewerbs „Dopen Mike“ gekürt;
  • der Jury präsidiert Monsignore Burkhard Spinnen.
  • Musik: IM Sezession & die Eindümpelnden Neubauten, dirigiert von Sir Uwe Tellkamp.

In einem prägnanten Kurzauftritt wird Raoul Schrott zu sehen sein. Er reitet den Wallach Wiglaf und führt einen Trek dt-öst. Siedler an, die, da Utah schon von den Mormonen besetzt war sowie von den Amischen auch aus New-Heslach vertrieben, mit Gil-games die Hauptstadt von Missionouri gründen, wobei sie ständig den Fluss übersetzten.

In einer Episode kommt Herta Müller zum Zuge, die auf den Spuren Nikolaus Lenaus die Stätten ihres nächsten Buches „Wellenschaukel hin und zurück“ besucht. Sie reist zusammen mit Richard Wagner-Lowrin, einem Botanisierer und Völkerkundler, den eine obgleich jeglicher Anwandlung von Eifersucht abhold sich zunehmend sorgende T. Adorna verfolgt … handelt es sich doch bei letztgenanntem um den unabdingbaren Mitherausgeber ihrer schon für die Bestenliste reservierten Untersuchung: „Teil 2: Die Seele deutscher Aussiedler“.

In einer anderen Szene wird ein weiterer dt. Nobelpreisträger zu sehen sein, der sich für den Erhalt der Prärie einsetzt, da diese die Lebensgrundlage des Wappentiers seines nächsten Romanprojektes „Das Bison“ ist.

Die Produzenten forderten unbedingt ein Kritiker-Revolverduell, entweder zwischen Felix Philipp Ingold und Klaus Nüchtern oder zwischen Wild Iris Radisch und Reverend Michael Braun, wobei jedes Mal André Vladimir Heiz als Marshall Mc Luhan für die neudefinierte Ordnung im Poets Corral sorgen sollte. Die angefragten Herrschaften erklärten sich jedoch allesamt für überzeugte Pazifisten und Schützenfestverweigerer, die nie ein Schießeisen in die Hand nehmen würden, nicht mal einen Spielzeugcolt oder Wasserpistole, und viel besser mit Messer und Gabel umgehen zu wissen … so dass dieses nun als Computerspiel auf den Markt kommen soll, ergänzt durch spawning Varianten wie „Literature-houses of the rising sun / Friede den Bretterhütten Euterpes“.

Mike Krüger, der Impressario der erfolgreichen Carl Hanser Rating-Agentur, bestand zusammen mit dem Honorarkonsul von New Mexiko, Joachim Sartorius, auf einer Rolle für Durs Grünbein, andernfalls jegliches Sponsoring entfällt, woraufhin es zu einer schwarzweiß Sequenz kommt, in der er als Ostküsten Johnny Depp immer tiefer in den wilden Westen hineingezogen wird, nach lateinischen Quellen in der Dichtung der Navajo Indianer suchend … aus welchen Jagdgründen ihn freilich alsbald Raoul Schrott vertreibt.

* Gerhard Falkner, als Regieassistent von Roland Emmerich vorgesehen, zog die Obliegenheiten eines Casting-controllers und Front-Stuntmans vor.

Ideen, Recherche, Mitarbeit – Klaus Thaler

1. FOLGE

 Jetzt & hier aber sind die Seminaristen und Magister gefragt!

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